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Der ehemalige Salafistenprediger Sven L. kommt auf Bewährung vorzeitig frei. Das Oberlandesgericht geht nicht davon aus, dass der Inhaftierte rückfällig wird.

Sven L. war im Juli 2017 als Terrorhelfer zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Laut Gericht hat er davon inklusive der Untersuchungshaft zwei Drittel abgesessen. Der Generalbundesanwalt habe auf Rechtsmittel verzichtet. Zuvor hatte die Rheinische Post über die Freilassung berichtet.

Der zuständige Senat gehe davon aus, dass L. keine Straftaten mehr begehe, sagte ein Sprecher des Düsseldorfer Oberlandesgerichts am Donnerstag (16. Mai). Das Gericht sprach ihn wegen der Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung für schuldig.

Sven L. soll in Syrien Kämpfer vermittelt haben

Er habe die islamistische Miliz Jamwa unterstützt und dabei etwa in Syrien Islamisten als Kämpfer für den Dschihad vermittelt. Das Oberlandesgericht hat nach eigenen Angaben vor seiner Entscheidung über die Haftentlassung unter anderem Stellungnahmen der JVA, sowie des Aussteigerprogramms für Islamisten eingeholt.

Demnach sei davon auszugehen, dass, „Sven L. nach der mehrjährigen Haft künftig keine Straftaten mehr begehen wird. Von seiner ursprünglichen radikal-islamischen Haltung hat er sich deutlich distanziert.“, teilte das OLG mit. Mit dpa-Material.