Neue Attraktion

NRW soll riesigen Surfpark bekommen – warum die Pläne jetzt straucheln

In Krefeld soll ein großer Surfpark entstehen. Das Projekt ist von Umweltschützern umstritten.

Krefeld – Im Erholungs- und Sportpark Elfrather See in Krefeld ist eine neue Freizeit-Attraktion geplant. Laut Mitteilung der Stadt soll ein Surfpark mit ergänzenden Freizeitangeboten und einem Campingplatz entstehen. Der Stadtrat hat über den von Umweltschützern umstrittenen Surfpark abgestimmt (mehr News zu NRW bei RUHR24).

StadtKrefeld
BundeslandNRW
Einwohner227.020 (Stand 2019)

NRW: Ein Mega-Surfpark soll entstehen – künstliche Wellen in Krefeld

Laut Angaben der Stadt soll die neue Anlage rund neun Hektar umfassen. Der Investor des Parks, Projektentwickler Elakari aus Monheim, wolle die Outdoor-Surfanlage mit weiteren Sport- und Freizeitangeboten im Nordosten Krefelds ergänzen. Kernstück des neuen Parks sei jedoch die diamantenförmige Surflagune, die mit künstlichen Wellen durchflutet werden soll.

Die neue Attraktion in NRW soll mit weiteren Freizeitaktivitäten wie einem Kletterpark, Beachvolleyball, Wellnessangeboten und Gastronomie nicht nur Surfbegeisterte anlocken. Es werde daher mit rund 200.000 Besuchern aus angrenzenden Regionen wie dem Ruhrgebiet oder auch den Niederlanden gerechnet, wie der WDR zuvor berichtet.

NRW: Der Ratsbeschluss für den Surfpark fällt deutlich aus

Nach abgeschlossener Überprüfung der Rahmenbedingungen für den Bau des Areals, wie etwa in den Bereichen Verkehr, Lärm, Lichteffekte, Artenschutz und Landschaftsbild, hatte der Krefelder Stadtrat Januar eine Sitzung abgehalten. Der Ratsbeschluss sei anschließend deutlich ausgefallen, denn rund zwei Drittel hätten dafür gestimmt. Bis auf die Grünen und andere kleinere Parteien, wie der WDR berichtet.

Der Kern der Versammlung sei für die Offenlegung der Baupläne für die Bürger gewesen. Da dies nun beschlossen wurde, hätten alle Bürger sechs Wochen lang Gelegenheit, die Unterlagen zum Bebauungsplan selbst einzusehen und dazu Stellung zu nehmen, wie aus einem Bericht der Rheinischen Post hervorgeht.

Wird bald am Rande des Ruhrgebiets im großen Stile gesurft?

NRW: Probleme beim neuen Surfpark – Klima- und Artenschutz

Umweltschützer kritisieren das Vorhaben stark. Für sie bedeute die künstliche Surfanlage einen ,,irreversiblen Eingriff in die Natur‘‘, so der WDR. Sie würden die Umsetzung des Projektes als ,,historisch unsoziale Klimasünde‘‘ bezeichnen. Den Grünen sei vor allem der enorm hohe Energieaufwand zur Erzeugung der künstlichen Wellen ein Dorn im Auge.

Zwar sei geplant ein Drittel des Stroms aus Solarenergie zu gewinnen, doch die restlichen zwei Drittel müssten vom Strommarkt dazugekauft werden, darunter auch Kohle- und Atomstrom. Zudem würde durch den Bau, aber auch den Betrieb durch den erzeugten Lärm und den Verkehr Unruhe in die beschauliche Gegend gebracht werden. Es sei geplant, den Bau bis zum Sommer 2023 fertigzustellen.

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