Unwetter in NRW

Sturmtief im Ruhrgebiet sorgt für zahlreiche Einsätze in mehreren Städten

Der Sturm „Hendrik“ hat in ganz NRW für Probleme gesorgt. Auch im Ruhrgebiet sorgte er für zahlreiche Schäden. Nicht immer waren das einfach nur umgestürzte Bäume.

Dortmund – „Wer raus muss, sollte auf sich aufpassen“, warnte eine Expertin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) noch am Mittwoch vor den Sturmtiefs „Hendrik“ und „Ignatz“. Dass diese Warnung durchaus ernstzunehmend war, zeigen die Sturmschäden, die das Unwetter am Donnerstag (21. Oktober) in ganz NRW angerichtet hat. Auch das Ruhrgebiet wurde nicht verschont.

BundeslandNordrhein-Westfalen
UnwetterSturmtiefs Hendrik und Ignatz
EinsatzkräfteFeuerwehr, Polizei

Sturm richtet Schäden in NRW an: Feuerwehr muss in Dortmund, Bottrop und Herdecke ausrücken

In Dortmund hatte sich bereits am frühen Morgen ein nicht ausreichend gesicherter Pavillon selbstständig gemacht, berichtet die Feuerwehr auf Twitter. Bis dahin sei das Unwetter jedoch „vergleichsweise harmlos“ über Dortmund hinweggezogen, berichten die Einsatzkräfte (alle News aus dem Ruhrgebiet auf RUHR24 lesen).

Gegen Mittag war dann in Dortmund-Dorstfeld ein dicker Ast auf ein geparktes Auto gekracht. Glück gehabt: „Keine Verletzten“, meldet die Feuerwehr. Zudem fielen unter anderem in Kirchhörde Bäume auf die Bahnstrecke. Auch die S4 zwischen Unna und Dortmund musste auf Höhe Möllerbrücke wegen Sturmschäden vorübergehend gesperrt werden.

Sturm „Hendrik“ in NRW sorgt für Schäden im Ruhrgebiet – Baum stürzt in Herdecke auf Auto

Ein Autofahrer auf der Ender Talstraße in Herdecke kam mit dem Schrecken davon, als ein Baum auf sein Auto krachte. Die Freiwillige Feuerwehr zerkleinerte das Holz, die Straße war kurzzeitig gesperrt. Einen weiteren Baum hatten Autofahrer dort bereits eigenhändig von der Straße gezogen.

In Herdecke kippte ein Baum auf ein Auto. Der Fahrer blieb unverletzt.

In Bottrop entwurzelte der Sturm nach Angaben der Feuerwehr eine 30 Meter hohe Birke. Sie war am Morgen auf das Dach eines Hauses gestürzt, berichten die Einsatzkräfte. Dutzende Retter sowie Mitarbeiter des Umweltamts waren damit beschäftigt, diesen und kleinere Sturmschäden in Bottrop zu beseitigen.

In Alt-Oberhausen kippte ein Baum durch den Sturm auf eine Oberleitung der Deutschen Bahn, was zu Einschränkungen im Zugverkehr führte. In Oberhausen-Holten stürzte ein Baum auf ein Wohnhaus und beschädigte das Dach.

Sturm „Hendrik“ sorgt für kuriose Situationen in Lüdenscheid und Lünen

Auch am Rande des Ruhrgebiets schlug der Sturm zu. Die Polizei im Märkischen Kreis hatte in der Nacht und am Morgen reichlich zu tun: 116 Einsätze meldeten die Beamten bis 13 Uhr. Auch hier gab es teils ungewöhnliche Meldungen: „In Lüdenscheid fiel an der Bahnhofsallee eine Ampel um“, berichten die Beamten knapp. Sie wurde provisorisch gesichert.

Außerdem stürzte dort ein Baum vor einer Kita um und landete im Eingangsbereich. „Verletzt wurde glücklicherweise niemand“, schreibt die Polizei. Beinahe wurden die Polizisten selbst noch Opfer des Sturms: Auf der Fahrt zu einem Einsatz fiel ihnen ein Baum vor den Streifenwagen. Die Feuerwehr machte den Weg wieder frei.

In Lünen (Kreis Unna) musste die Feuerwehr „trotz der starken Sturmböen“ bis 15 Uhr nur fünfmal ausrücken. Meist waren Äste oder kleine Bäume auf Straßen oder Radwege gestürzt. Kurios: Gegen 7.40 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert, weil Sturm „Hendrik“ eine mobile Toilette auf die Dortmunder Straße geweht hatte.

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