Riesige Unterschiede

Strompreise in NRW im Vergleich: Hier ist der Strom am günstigsten

Wo bezahle ich in NRW wie viel für Strom? Die Unterschiede sind groß. Zwischen der günstigsten und der teuersten Stadt liegt eine enorme Summe.

Hamm - Keine Frage: Mit hohen Strompreisen müssen wir uns alle gerade herumschlagen. Nichtsdestotrotz bezahlt man nicht überall in Nordrhein-Westfalen den gleichen Preis für Strom. Die Kosten schwanken von Stadt zu Stadt mitunter gewaltig. Da stellt sich natürlich die Frage: An welchem Ort in NRW -Westfalen ist Strom am günstigsten? Und welche Bürger müssen besonders tief in die Tasche greifen?

Strompreise im Vergleich: In welcher Stadt der Strom in NRW am günstigsten ist 

Die Gaspreise schießen derzeit in die Höhe, und überall liest und hört man Tipps, wie man Heizkosten spart. Dabei sollte man aber nicht aus den Augen verlieren, dass auch die nächste Stromrechnung deutlich höher ausfallen wird, als man es bisher gewohnt war. Aber auch hier gibt es natürlich Tricks, wie man die Kostenexplosion in Grenzen hält. Wie wäre es zum Beispiel, den WLAN-Router nachts abzuschalten?

Für die Bewohner einiger Städte in NRW könnte es aber auch eine Lösung sein, umzuziehen. Zu dieser radikalen Möglichkeit kommt man zumindest, wenn man die Strompreise der verschiedenen Orte in Nordrhein-Westfalen vergleicht. Denn hier treten riesige Unterschiede zutage.

So werden Menschen in Duisburg äußerst neidisch zu den Kollegen in Bochum rüberschielen. Denn laut dem Strompreis-Atlas des Vergleichsportals stromauskunft.de müssen die Duisburger durchschnittlich pro Jahr beim lokalen Versorger 2761 Euro für Strom blechen. Die Bochumer wiederum sind schon mit 1035 Euro dabei. Duisburg ist somit zur Zeit (Stand: 27. September 2022) die, was Stromkosten betrifft, teuerste Stadt in NRW, Bochum die günstigste. Die Werte beziehen sich überall auf Stromkosten für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3500 kWh, wenn der Strom vom Grundversorger kommt.

Strompreise in NRW: Die Übersicht

Freuen dürfen sich auch die Bürger in Hamm. Die Stadt belegt Platz 3 der günstigsten Städte. Der durchschnittliche jährliche Strompreis beträgt 1150 Euro. Günstiger ist neben Bochum nur noch Bielefeld mit 1045 Euro.

Hier gibt es eine Übersicht der durchschnittlichen jährlichen Stromkosten beim lokalen Versorger in den NRW-Städten, vom günstigsten bis zum teuersten Ort (Stand: 27. September 2022):

  • Bochum: 1035 Euro
  • Bielefeld: 1045 Euro
  • Hamm: 1150 Euro
  • Steinfurt: 1228 Euro
  • Herne: 1236 Euro
  • Euskirchen: 1245 Euro
  • Münster: 1246 Euro
  • Lippe: 1249 Euro
  • Leverkusen: 1256 Euro
  • Düsseldorf: 1262 Euro
  • Mülheim: 1270 Euro
  • Siegen-Wittgenstein: 1270 Euro
  • Hochsauerlandkreis: 1270 Euro
  • Essen: 1270 Euro
  • Gütersloh: 1271 Euro
  • Köln: 1274 Euro
  • Rhein-Erft-Kreis: 1284 Euro
  • Paderborn: 1294 Euro
  • Gelsenkirchen: 1295 Euro
  • Bottrop: 1295 Euro
  • Minden-Lübbecke: 1296 Euro
  • Recklinghausen: 1310 Euro
  • Herford: 1312 Euro
  • Städteregion Aachen: 1323 Euro
  • Coesfeld: 1328 Euro
  • Soest: 1333 Euro
  • Wesel: 1352 Euro
  • Rheinisch-Bergischer Kreis: 1363 Euro
  • Mettmann: 1372
  • Ennepe-Ruhr-Kreis: 1373 Euro
  • Oberbergischer Kreis: 1388 Euro
  • Unna: 1393 Euro
  • Rhein-Sieg-Kreis: 1395 Euro
  • Kleve: 1400 Euro
  • Düren: 1402 Euro
  • Heinsberg: 1416 Euro
  • Wuppertal: 1425 Euro
  • Warendorf: 1433 Euro
  • Höxter: 1458 Euro
  • Märkischer Kreis: 1470 Euro
  • Bonn: 1472 Euro
  • Mönchengladbach: 1472 Euro
  • Viersen: 1476 Euro
  • Oberhausen: 1496 Euro
  • Rhein-Kreis Neuss: 1499 Euro
  • Hagen: 1536 Euro
  • Remscheid: 1537 Euro
  • Borken: 1544 Euro
  • Krefeld: 1552 Euro
  • Dortmund: 1561 Euro
  • Olpe: 1934 Euro
  • Solingen: 1989 Euro
  • Duisburg: 2761 Euro

Durchschnittlich zahlen die Menschen in NRW übrigens knapp 1400 Euro - was relativ teuer ist. Im Vergleich: In Bremen, dem günstigsten Land, zahlen die Bürger beim Grundversorger durchschnittlich nur 889 Euro für den Strom.

Neben der hohen Rechnung haben die Menschen mit Blick auf Strom aber noch ganz andere Sorgen. Denn nicht wenige befürchten im Winter einen massiven Stromausfall. Auch Experten befassen sich mittlerweile mit der Frage, wie wahrscheinlich ein Blackout in Deutschland ist. Falls der Fall tatsächlich eintritt, gibt es eine Notfall-Liste, mit der man 10 Tage lang überlebt.

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