Termin steht

Streik: Flugbegleiter von Lufthansa-Tochter Germanwings stellen tagelang die Arbeit ein

Bei der Lufthansa-Tochter Germanwings müssen sich Fluggäste auf Streiks einstellen. Die Flugbegleiter streiken in einer sensiblen Zeit.

  • Die Gewerkschaft UFO hat am Freitag (27. Dezember) bei der Lufthansa-Tochter Germanwings Streiks angekündigt.
  • Sie sollen mehrere Tage dauern und noch 2019 beginnen.
  • Lufthansa setzt unterdessen auf einen Schlichtungsprozess.

Frankfurt - Die Kabinengewerkschaft UFO hat die Flugbegleiter der Lufthansa-Tochter Germanwings für den kommenden Montag (30. Dezember, 0 Uhr) zu einem dreitägigen Streik aufgerufen. Der Ausstand soll bis einschließlich Neujahr (bis 24 Uhr) dauern, teilte die Gewerkschaft am Freitag in Frankfurt mittels einer Video-Botschaft mit.

Streik bei Lufthansa-Tochter: Germanwings-Flugbleiter legen Arbeit nieder

Darin heißt es von der Unabhängigen Flugbegleiter Organisation (UFO), Gespräche mit der Lufthansa seien in den vergangenen Wochen gar nicht erst zustande gekommen. Details aus dem Schlichtungsprozess zwischen der Gewerkschaft und der Lufthansa wollte ein Sprecher am Freitag (27. Dezember) aber nicht nennen (Lest hier: Streik an Flughäfen: Diese Tipps solltet ihr kennen, falls ihr betroffen seid).

Der UFO-Sprecher beklagte, die Lufthansa gäbe den Mitarbeitern der Germanwings "keine klaren Perspektiven für die Zukunft ihres Flugbetriebes". Diese "Perspektivlosigkeit", so der Sprecher, zeige sich auch am Verhandlungstisch. Die seit November 2016 bestehenden Forderungen der Gewerkschaft seien bis heute unerfüllt geblieben. 

Gewerkschaft UFO fordert mehr Lohn - Streik bei Lufthansa-Tochter!

Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine Lohnsteigerung um zwei Prozent, sowie höhere Spesen und Zulagen und eine Regelung für Saisonkräfte, damit diese einfacher in reguläre Angestelltenverhältnisse wechseln können.

Dennoch zeigt sich die Gewerkschaft in ihrer Video-Botschaft angesichts der heiklen Zeit, in der die Streiks stattfinden, nachdenklich. "Wir nehmen gerade in dieser Zeit des Jahres das Ultima-Ratio-Prinzip sehr ernst", sagte ein UFO-Sprecher am Freitag mit Blick auf die aktuellen Winterferien in Deutschland, in der viele Menschen via Flugzeug in den Urlaub fliegen.

Gewerkschaft künftig Streiks "bewusst früh an"

Die Gewerkschaft kündige die Streiks bewusst früh an, sodass Passagiere die Chance hätten, auf andere Airlines umgebucht zu werden oder alternative Reisemöglichkeiten zu suchen.

Weitere Streiks wolle UFO erst nach dem 2. Januar 2020 verkünden, sofern nicht "weiteres Öl ins Feuer" des Tarifkonflikts gegossen werde, so der Sprecher. 

Lufthansa setzt auf Schlichtung - und will Streiks abwenden

Die Lufthansa setzt unterdessen auf eine Schlichtung mit UFO für die gesamte Kernmarke. Anfang November 2019 wurde dieses Verfahren zwischen der Lufthansa und UFO vereinbart. „Die vertraulichen Gespräche mit UFO haben gezeigt, dass wir gemeinsam zu einer Lösung kommen können“, sagte Bettina Volkens, Vorstand Personal und Recht Deutsche Lufthansa AG damals.

Zuletzt hieß es von der Lufthansa, das Unternehmen setze "weiter alles daran, eine 'große' Schlichtung mit UFO für die Kernmarke zu vereinbaren, um die drängenden Probleme der Kabinen-mitarbeiterinnen und -mitarbeiter zu lösen." mit dpa-Material.

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