ADAC sieht „hohe Staugefahr“

NRW: Stau-Kollaps droht auf vielen Strecken zum Start der Herbstferien

Zum Beginn der Herbstferien machen sich am Wochenende viele Familien auf den Weg in den Urlaub. Der ADAC warnt deshalb vor Stau. In NRW sind gleich mehrere Strecken betroffen.

NRW – Die Koffer sind schon im Auto, jetzt nur noch Brötchen und Kaffee holen und ab geht‘s in die Herbstferien. Doch leider kommt mancher kaum weiter als bis zum Stau am Kamener Kreuz. Denn der ADAC warnt bereits vor „hoher Staugefahr“ am Wochenende, auch in NRW. RUHR24* weiß, welche Strecken besonders stark betroffen sind.

BundeslandNordrhein-Westfalen
FerienHerbstferien 2021
WarnungStaugefahr

NRW: Stau zu Beginn der Herbstferien 2021 – ADAC warnt Urlauber vor starkem Verkehr

Weil sich zum Start der Herbstferien in Nordrhein-Westfalen* und vier weiteren Bundesländern die Menschen in den Urlaub aufmachen, wird es auf den Autobahnen ziemlich eng werden. Vor allem in NRW und Rheinland-Pfalz sorgen neben den Baustellen teilweise noch Schäden der Flut für Verkehrsprobleme.

Diese deutschen Bundesländer haben vom 11. bis 23. Oktober Herbstferien:

  • Berlin
  • Brandenburg
  • Hessen
  • Nordrhein-Westfalen
  • Rheinland-Pfalz

In Hamburg und Schleswig-Holstein beginnt zudem die zweite Ferienwoche, die Menschen aus Mecklenburg-Vorpommern reisen aus ihren einwöchigen Herbstferien zurück nach Hause. Hinzu kommen am Wochenende (8. bis 10. Oktober) die Wochenendausflügler. Der ADAC rechnet daher mit „reichlich Verkehr“ (alle News zu Unfällen und Verkehr* auf RUHR24).

Stau in NRW: Baustellen auf A40 bei Bochum und Mülheim sowie der A1 bei Köln

Insbesondere in NRW dürfte es eng werden. Denn hier muss fast jeder durch, der in die Niederlande will oder etwa aus Rheinland-Pfalz in Richtung Norden. Doch leider liegen aktuell einige der größten Baustellen im Ruhrgebiet oder dem Rheinland. Damit könnten die Autobahnen dort zum Start der Herbstferien erneut zum Nadelöhr werden.

Die A40 bei Bochum-Hamme ist weiter komplett gesperrt*. Grund dafür war ein Brand in einem Reifenwerk. Es gibt jedoch einige Umleitungen über die B227 oder die A448.

Die Stützwand der A40 ist nach dem Brand in einem Bochumer Reifenlager nicht mehr sicher.

Zudem wird die A40* bei Mülheim in Richtung Venlo (Niederlande) pünktlich zum Start der Herbstferien gesperrt. Hier wird auf fast 8 Kilometern der Asphalt erneuert.

Ganz übel erwischt hat es die A1 am Kreuz Erfttal bei Köln*. Dort war beim Hochwasser 2021 eine Lärmschutzwand eingestürzt. Die Verbindung der A1 zur A61 muss jetzt aufwändig saniert werden und ist ebenfalls bis Sommer 2022 gesperrt.

NRW: Stau auf diesen Strecken erwartet – ADAC befürchtet „reichlich Verkehr“ auf A1, A2 und A3

Einige Strecken in NRW haben sich laut ADAC als Stau-Strecken herauskristallisiert. Hier wird es nach Angaben der Verkehrsexperten am Wochenende besonders eng:

AutobahnHöhe
A1Euskirchen – Köln
A2Dortmund – Hannover
A1, A3, A4Kölner Ring, Köln
A3Köln – Frankfurt
A61Koblenz – Mönchengladbach

NRW: Stoßzeiten auf den Autobahnen zum Start der Herbstferien 2021 meiden

Wer taktisch fahren möchte, meidet diese Abschnitte insbesondere zu den Stoßzeiten am Wochenende. Laut ADAC sind in diesen Zeiträumen besonders viele Menschen unterwegs, die Gefahr von Staus steigt:

  • Freitagnachmittag (8. Oktober)
  • Samstagvormittag (9. Oktober)
  • Sonntagnachmittag (10. Oktober)

Unfälle und Rettungsgasse auf Autobahnen

Der ADAC erinnert zudem erneut an das korrekte Verhalten, sobald der Verkehr auf den Autobahnen ins Stocken gerät: „Was viele nicht wissen: Die Rettungsgasse muss bereits dann gebildet werden, wenn der Verkehr stockt, und nicht erst, wenn die Rettungskräfte mit Blaulicht und Martinshorn von hinten kommen.“

Bei der Rettungsgasse gilt: Wer auf dem linken Fahrstreifen fährt, weicht nach links aus. Autofahrer auf den beiden anderen Streifen weichen nach rechts aus. In engen Baustellen sollte versetzt gefahren werden, damit zur Not eine Spur freigemacht werden kann.

Immer wieder kommt es in NRW zu schweren Unfällen auf Autobahnen*. Vor allem im Reiseverkehr gilt daher: Immer vorausschauen fahren und ausreichend Abstand halten. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Stefan Puchner/DPA

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