15.000 Euro monatlich

Stadt wittert Betrug: Flüchtlingsheim doppelt vermietet?

Das strittige Gebäude in Hamm.
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Das strittige Gebäude in Hamm.

Hat der Eigentümer einer Immobilie eine leer gezogene Flüchtlingsunterkunft unberechtigterweise weiter vermietet? Eine Stadt in NRW wittert Betrug - und reagiert drastisch.

Hamm - Als die Stadt Hamm in NRW seinerzeit eine große Immobilie anmietete, um dort auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise 2015 Asylbewerber unterzubringen, wurde Kritik laut. Denn der Mietvertrag wurde gleich über 15 Jahre abgeschlossen. Bis zu 80 Flüchtlinge konnten in dem Haus untergebracht werden, Kostenpunkt monatlich: etwa 15.000 Euro.

Doch nur drei Jahre später kamen kaum noch Flüchtlinge nach Hamm. Und die Stadt ließ die letzten verbliebenen Bewohner der Unterkunft auf andere städtische Wohnungen verteilen. Die Mietkosten freilich musste sie weiter berappen, berichtet wa.de*. Dann fiel - im Zusammenhang mit Corona-Ausbrüchen beim Schlachtbetrieb Westfleisch auf: Einige der Infizierten oder Quarantänepflichtigen wohnten unter eben jener Adresse, die die Stadt doch einst gemietet hatte. Liegt hier ein Betrug vor? Die Stadt handelte sofort, kündigte den Mietvertrag und stellte Strafanzeige gegen den Eigentümer. Doch der wehrt sich vehement, weiß eine ganz andere Geschichte zu erzählen. -*wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA