Ministerium wiegelt ab

Termin für Sprengung der A45-Brücke jetzt doch nicht mehr in 2022?

Die marode A45-Brücke bei Lüdenscheid soll noch 2022 gesprengt werden. Jetzt gibt es Zweifel an dem geplanten Termin. Muss die Sprengung verschoben werden?

Lüdenscheid – Seit eineinhalb Jahren ist die marode A45-Brücke bei Lüdenscheid gesperrt. Noch in diesem Jahr soll die Talbrücke Rahmede gesprengt und dann neu gebaut werden. Für die Anwohner wäre das Verkehrschaos erst dann Geschichte. Doch jetzt gibt es neue Verzögerungen.

Stadt:Lüdenscheid
Brücke:Rahmende-Talbrücke
Autobahn:A45

Sprengung der A45-Brücke bei Lüdenscheid könnte sich verzögern

Denn offenbar ist unklar, ob der geplante Termin für die Sprengung der kaputten Rahmede-Talbrücke an der A45 gehalten werden kann. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur (DPA) am Dienstag (27. September). Demnach hätte Lüdenscheids Bürgermeister Sebastian Wagemeyer (SPD) den Stadtrat darüber informiert, dass nach Auskunft des Bundesverkehrsministeriums das Vergabeverfahren zur Sprengung der Autobahnbrücke noch nicht wie geplant abgeschlossen werden konnte.

Das Bundesverkehrsministerium habe die Verzögerung am Dienstag bestätigt. Einfluss auf die Planungen oder den Bau der neuen A45-Brücke bei Lüdenscheid habe dies jedoch nicht, so das Ministerium gegenüber der DPA. Das Vergabeverfahren sollte eigentlich bereits im August abgeschlossen sein.

Sprengung der A45-Brücke über dem Rahmedetal war für 2022 geplant

Die Sprengung der Rahmedetalbrücke nördlich von Lüdenscheid war bislang für Ende 2022 geplant. Einen genauen Termin gibt es aber noch nicht. Anvisiert wurde jedoch ein Zeitpunkt vor Weihnachten (alle News zum Verkehr in NRW auf RUHR24 lesen). Dieser könnte sich nun auf 2023 verschieben.

Die marode Talbrücke Rahmede der A45 bei Lüdenscheid sollte 2022 gesprengt werden.

Klar ist nur: Sowohl die Sprengung als auch der Neubau werden eine große Herausforderung. Denn die Brücke überspannt das Rahmedetal und steht in sehr steilem Gelände. Die neue Brücke soll dann innerhalb von fünf Jahren errichtet werden. Bereits jetzt sind viele Anwohner und Unternehmen mit den Nerven am Ende. Denn die Verkehrsbelastung und der wirtschaftliche Schaden für die Region ist immens.

In einem Schreiben vom 5. September 2022 an den Bürgermeister von Lüdenscheid gab NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) als Ziel aller Beteiligten aus, „die Errichtung der Rahmede-Talbrücke maximal zu beschleunigen“. Dazu muss sie jedoch zunächst fallen. Und bereits hier scheint es jetzt Probleme zu geben.

Rubriklistenbild: © Markus Klümper/DPA

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