Bild: Daniele Giustolisi/Dortmund24

Wer hat noch kein rauschendes Fest in einem der vielen Kleingärten des Ruhrgebiets gefeiert oder dort an lauen Sommerabenden Fünfe gerade sein lassen? Die SPD will jetzt dafür sorgen, dass das so bleibt – und fordert ein Zukunftskonzept für die vielen grünen Rückzugsorte.

Die SPD-Opposition fordert von der nordrhein-westfälischen Landesregierung (CDU/FDP) ein Konzept, um Kleingärten für Veränderungen in der Gesellschaft zu wappnen.

Die rund 118.000 Kleingärten in NRW – darunter rund 8.000 in Dortmund in rund 120 Vereinen – hätten eine hohe Bedeutung für das Stadtklima, Ökologie und das soziale Gefüge in den Kommunen. Das hat die SPD in einem Antrag an den Düsseldorfer Landtag untermauert.

Kleingarten, Schrebergarten, Ardeyblick. Foto: Daniele Giustolisi/Dortmund24
Kleingärten, wie hier der Ardeyblick in Dortmund, sind Rückzugsort für viele Menschen im Ruhrgebiet. Foto: Daniele Giustolisi/Dortmund24

Um auf Megatrends wie den Klimawandel, den Zuzug in große Städte, soziale Spaltung oder die alternde Gesellschaft reagieren zu können, bedürfe es aber neuer Antworten. Die SPD fordert unter anderem, Kleingärten bei der Planung neuer Wohngebiete als unverzichtbaren Bestandteil zu berücksichtigen.

Förderung in der Verfassung

In NRW habe das Kleingartenwesen besondere Bedeutung, stellt die SPD fest. „Es ist das einzige Bundesland, das die Förderung des Kleingartenwesens in der Landesverfassung verankert hat.“ Die Finanzmittel müssten gesichert und langfristig erhöht und flexibilisiert werden.

Rund um das Festi Ramazan herrscht erstaunliche Ruhe. Foto: Daniele Giustolisi/Dortmund24
In Dortmund gibt es um die 120 Kleingärten. Foto: Daniele Giustolisi/Dortmund24

Nach Angaben des NRW-Umweltministeriums sind die regulären Fördergelder für Kleingärten seit 2016 von damals 403.000 Euro jährlich auf inzwischen etwa 550.000 Euro erheblich erhöht worden. Die Mittel könnten flexibel für Schulungs- und Beratungsmaßnahmen oder auch für Einzelprojekte eingesetzt werden, teilte ein Sprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

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Zusätzlich seien im vergangenen Jahr 50.000 Euro für Projekte in „insektenfreundlichen Kleingärten“ zur Verfügung gestellt worden.

Änderungen in der Finanzierung oder Ausrichtung der Förderung seien nicht geplant. mit dpa-Material