Fünf Bundesländer mit Schulferien

ADAC schlägt wegen Corona-Besonderheit Alarm: Noch mehr Stau als sonst droht zum Sommerferien-Start

Pünktlich zum Start in die Sommerferien in NRW verabschieden sich viele direkt in den Urlaub. Der ADAC warnt in diesem Jahr vor einer Besonderheit.

  • Am Freitag (26. Juni) beginnen die Sommerferien in NRW und vier weiteren Bundesländern.
  • In diesem Jahr könnte es mehr Stau auf den Autobahnen geben, der ADAC befürchtet mehr Auto-Urlauber.
  • Grund dafür ist auch das Coronavirus.
Dortmund - Vor den Ferien ist nach den Ferien. In diesem Jahr aber dürften die Deutschen ihren Sommerurlaub anders verbringen, als sonst. Der Grund: Das Coronavirus. Die Deutschen verzichten möglicherweise öfter auf eine Flugreise und bleiben im eigenen Land.

ADAC: Staus könnten in den Sommerferien 2020 mehr werden

Der ADAC warnt daher davor, dass in diesem Jahr mehr Menschen mit dem Auto in den Urlaub fahren, als in den vergangenen Jahren. Bereits an den langen Wochenenden in diesem Jahr - etwa an Fronleichnam - hatte der ADAC vor selbigem Phänomen gewarnt. Im schlimmsten Fall könnte also noch mehr Stau drohen, also in den verganenen Jahren.

Name

ADAC

Hauptstandort

München

Mitglieder

21 Millionen (Ende 2019)

Vorsitz

August Markl

Möglich ist aber auch, dass es in diesem Jahr weniger lange Urlaube und dafür mehr Tagesausflüge und Trips geben wird - aber wohl eher auch mit dem Auto. Ob sich diese dann negativ auf den Verkehrsfluss auswirken, vermag aber auch der ADAC noch nicht zu sagen.

Nicht nur in NRW starten am kommenden Wochenende die Sommerferien 2020, sondern in vier weiteren Bundesländern: Berlin, Brandenburg, Hamburg und Schleswig-Holstein sind mit dabei.

Urlauber aus den Nachbarländern: ADAC warnt vor Staus in den Ferien

Zusätzlich zu den deutschen Urlaubern gesellen sich auch Menschen aus den Nachbarländern in unsere Urlaubsgebiete. Der ADAC vermutet, dass zum Beispiel viele Dänen in Richtung deutsche Küste oder in die Berge reisen werden. In Dänemark sind die Schulen bereits geschlossen.

Der ADAC warnt in diesem Jahr vor noch mehr Stau in den Sommerferien - wegen des Coronavirus.

Diese Strecken sieht der ADAC in Sachen Stau besonders gefährdet: Die Fernstraßen zur Nord- und Ostsee, die Großräume Berlin, Hamburg und Köln sowie

  • A1 Bremen – Hamburg – Puttgarden
  • A2 Dortmund – Hannover – Berlin
  • A3 Köln – Frankfurt – Nürnberg
  • A5 Hattenbacher Dreieck – Frankfurt – Karlsruhe – Basel
  • A6 Metz/Saarbrücken – Kaiserslautern – Mannheim
  • A7 Hamburg – Flensburg
  • A7 Hamburg – Hannover und Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte
  • A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
  • A9 Berlin – Nürnberg – München
  • A10 Berliner Ring
  • A11 Berlin – Dreieck Uckermark
  • A24 Berlin – Hamburg
  • A61 Mönchengladbach – Koblenz – Ludwigshafen
  • A93 Inntaldreieck – Kufstein
  • A95/ B2 München – Garmisch-Partenkirchen
  • A99 Umfahrung München

Vorsicht ist unterdessen auch an den Sonntagen geboten. Wegen des Coronavirus wurde in Deutschland das Lkw-Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen aufgehoben. In einigen Bundesländern gilt es noch, in anderen inzwischen nicht mehr.

Das Lkw-Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen gilt wieder in Bayern, Berlin und Sachsen, in Hamburg endet die befristete Aufhebung am 24. Juni, in Baden-Württemberg und Hessen am 30. Juni.

Gut möglich also, dass man an Sonntagen noch den einen oder anderen Lkw auf Deutschlands Autobahnen zu Gesicht bekommen wird.

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