Neue Ideen

SPD-Politiker bringt Revolution der Sommerferien für NRW-Schulen ins Spiel

Bildungspolitiker Jochen Ott (SPD) hat für Schule, Sommerferien und Hitze in NRW andere Ideen, als einfach nur Klimaanlagen zu installieren.

Köln – In einem Klassenzimmer in der größten NRW-Stadt Köln sind 46 Grad gemessen worden. Das sei untragbar. Da sind sich Eltern, Lehrer und Politiker einig. Doch bei den Ideen und Vorschlägen gibt es für Schulen Diskussionsbedarf.

BundeslandNordrhein-Westfalen
PolitikerJochen Ott, SPD
Thema Sommerferien in Schulen

NRW soll in Sachen Hitze und Schule neue Wege gehen und die Sommerferien neu denken

Jochen Ott aus Köln ist Bildungspolitiker der SPD und hat in einem Interview mit dem Magazin Spiegel seine Ideen geäußert. Natürlich sei der Ruf nach Klimaanlagen in Schulen der erste Impuls. Doch daraus wird trotz heißen Wetters wohl nichts (mehr News aus NRW bei RUHR24).

Jochen Ott könne den Wunsch verstehen. Aber es sei nicht umsetzbar. Die Gründe liegen aus Sicht des SPD-Politikers auf der Hand. Schulgebäude seien alt, Klimaanlagen fressen viel Strom und aufgrund des Fachkräftemangels in Deutschland sei es nicht einfach so umsetzbar. Im Umkehrschluss sei das zwar nachteilig, doch leider traurige Realität.

Man müsse sich in NRW und auch anderswo über alternative Ideen zur Abkühlung der Schulen Gedanken machen – gerade wegen der Extremwetterereignisse gebe es, so Ott gegenüber dem Spiegel, diverse Ansatzpunkte. Man müsse Schulgelände verschatten, Schulhöfe entsiegeln (Asphalt entfernen) und Dächer begrünen.

Ideen von Jochen Ott für Schulalltag bei Hitzewetter in NRW – Schatten, kein Asphalt, grüne Dächer

Doch das reiche zumindest kurzfristig nicht aus. Man müsse, so der Kölner SPD-Politiker, auch über die Sommerferien sprechen. NRW habe im Jahr 2022 einen Sommerferienstart im Juni gehabt. Im August – bei den höchsten Temperaturen – habe man die Schüler und Schülerinnen wieder in die Schulen geschickt.

37 Grad, wie hier in Sevilla (Spanien), sind auch in Deutschland keine Seltenheit mehr.

Das Problem: Im August sei das Wetter in NRW viel heißer als der Juni. Jochen Ott zeigt dabei mit dem Finger auf die südlichen Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg, die sich regelmäßig weigern, ihre Ferien flexibel zu gestalten. Sein Vorschlag: Diese Bundesländer dürfen nicht immer den August und September für sich beanspruchen (Lest auch: Hitze in NRW: Wir müssen das „stille Unwetter“ endlich ernst nehmen).

NRW sollte in Sachen Sommerferien Bayern und Baden-Württemberg den August streitig machen

Ein weiterer Ansatz sei eine Verlängerung der Sommerferien bei gleichzeitiger Verminderung der Oster-, Herbst- oder Pfingstferien. Allerdings wisse Ott, dass dies manche Elternteile an die Grenze der Belastbarkeit bringen könnte.

Bislang handelt es sich bei den Ideen des NRW-Politikers Jochen Ott lediglich um Gedankenspiele. Ob – und wenn ja – welche Ideen von NRW oder gar im Bund realisiert werden, steht zum aktuellen Zeitpunkt nicht fest.

Rubriklistenbild: © Marc John, Panama Pictures/Imago; Collage: RUHR24

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