Schulen leiden unter Corona

Corona in NRW: Schule soll endlich zur Aufgabe von Hendrik Wüst werden

NRWs Schulen leiden derzeit enorm unter Corona. Die Lehrer fordern nun Entlastung von Wüst.

NRW – Die Corona-Infektionszahlen klettern seit Wochen enorm in die Höhe. Vor allem in den NRW-Schulen ist das Infektionsgeschehen hoch. Die Stadt Dortmund reagiert darauf mit Schulschließungen*. Nun fordert die Lehrergewerkschaft „Verband Bildung und Erziehung“ (VBE) Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) auf, den Schulbetrieb zur Chefsache zu machen, berichtet RUHR24*.

NameHendrik Wüst
Alter46
ParteizugehörigkeitCDU

NRW: Schulbetrieb soll während Corona zur Chefsache von Hendrik Wüst werden

Der Schulbetrieb in NRW soll wieder funktionieren, das fordert VBE. „Sie als Ministerpräsident sind gefordert, umfassende, ressortübergreifende Leitplanken für ein funktionierendes Schulsystem in NRW* zu setzen“, hieß es in einem offenen Brief an Wüst, den der Verband am Montag (7. Februar) veröffentlichte. 

Nach zwei Jahren Pandemie, Distanz- und Wechselunterricht seien die Schulen am Limit. Die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die coronabedingt nicht am Präsenzunterricht teilnehmen kann, liegt aktuell laut Schulministerium bei rund 8,5 Prozent, schreibt die DPA.

Schulen in NRW: Lehrer schlagen Corona-Alarm, Personal wird knapp

Die Forderung: Wüst müsse kurzfristig Entlastungen für Schulleitungen, Lehrkräfte und das gesamte pädagogische Personal auf den Weg bringen. „Die Schulen befinden sich in einer Situation, die durch fehlendes langfristiges Handeln der Landesregierung entstanden ist.“ Derzeit könnten Schulen „ausschließlich den Mangel verwalten“, heißt es weiter.

Auch bei den Schülern mache sich Frust und Stress breit. Ein Schulleiterin aus dem Ruhrgebiet sagte im Januar gegenüber dem WDR, dass sie noch nie so viele Kinder mit Angststörungen und Depressionen gesehen habe. Bochumer Psychologie-Studierende haben nun ein Projekt mit Schülern zur Aufarbeitung des psychischen Stress gestartet*.

NRW: Testen gegen Corona – Lehrergewerkschaft schlägt Testteams an Schulen vor

Lehrer müssten sich wieder auf Unterricht und Förderung der Schülerschaft konzentrieren können, betonte der VBE. Das fordert auch die Grundschule Herten-Mitte aus dem Ruhrgebiet. In einem Facebook-Post wollen sie auf die aktuelle Situation in der Schule aufmerksam machen und wollen wieder zu ihrer Kernaufgabe zurückkehren – dem Unterrichten.

Deswegen schlägt die Lehrergewerkschaft vor, mehr qualifiziertes Personal und Gesundheitsfachkräfte einzustellen und eventuell sogar Testteams an die Schulen zu schicken, um die Lehrerinnen und Lehrer zu entlasten.

Hendrik Wüst (CDU) soll laut Lehrergewerkschaft VBE den Schulbetrieb zur Chefsache machen.

Schulen in NRW: Wüst habe im November angekündigt, sich um Bildung und Erziehung zu kümmern

In seiner Regierungserklärung Anfang November habe Wüst zugesagt, er werde sich persönlich dafür einsetzen, Bildung und Erziehung nachhaltig zu stärken. „Der VBE NRW fordert Sie heute auf, diese Ankündigung umzusetzen“, heißt es in dem Schreiben.

Derweilen nimmt die Zahl der infizierten Schüler weiter zu. Zum Stichtag 2. Februar meldeten die Schulen 95.933 bestätigte Corona-Fälle unter der Schülerschaft – nach 76.988 Fällen eine Woche zuvor. Zudem befinden sich 77.572 Kinder und Jugendliche in Quarantäne *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Patrick Seeger/dpa