Landgericht Essen

S04: Ex-Schalke-Spieler täuschte seinen Tod vor – Urteil gesprochen

Ein ehemaliger Schalke-Fußballer soll seinen Tod vorgetäuscht haben. Das Gericht in Essen hat ihn jetzt verurteilt.

Update, Dienstag (16. November), 18.39 Uhr: Im Falle des angeblich vorgetäuschten Todes eines ehemaligen Spielers des FC Schalke 04 wurde jetzt das Urteil gesprochen. Das Landgericht Essen ist sich sicher, dass der Ex-Profi-Fußballer im Jahr 2016 seinen eigenen Tod vorgetäuscht haben soll, damit eine Frau eine Lebensversicherung in Höhe von 1,2 Millionen Euro ausgezahlt bekommt.

BundeslandNRW
VereinFC Schalke 04
EreignisEx-Spieler täuscht angeblich Tod vor

Ex-Schalke-Spieler hat seinen Tod vorgetäuscht – Gericht in Essen spricht Urteil

Der Mann aus dem Kreis Recklinghausen ist deshalb am Dienstag wegen Versicherungsbetrugs zu drei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden. „Wir sind überzeugt, dass es einen Versicherungsbetrug gegeben hat“, so Richter Markus Dörlemann bei der Urteilsbegründung. Die Angeklagten selbst hatten über ihre Verteidiger ihre Unschuld beteuert und eine Betrugsabsprache bestritten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Ursprungsmeldung, 18. Oktober: Er hat mit Manuel Neuer zusammen in der A-Jugend des FC Schalke 04 gespielt: Jetzt muss sich ein ehemaliger Fußballer des S04 vor dem Landgericht in Essen in NRW verantworten. Die Vorwürfe haben es in sich.

NRW: Ex-Schalke-Spieler muss sich vor Gericht verantworten – hat angeblich seinen Tod vorgetäuscht

Dem ehemaligen Schalker wird vorgeworfen, seinen eigenen Tod vorgetäuscht zu haben. Der Mann aus Marl im Kreis Recklinghausen (NRW) soll dabei im Jahr 2016 einen Verkehrsunfall im Kongo (Afrika) fingiert haben.

Ziel sei es gewesen, wie die Deutsche Presse-Agentur (DPA) schreibt, dass seiner Frau eine Lebensversicherung von 1,2 Millionen Euro ausgezahlt wird, die der Ex-Schalker zuvor abgeschlossen hatte. Das sei auch so geschehen (mehr News aus dem Ruhrgebiet bei RUHR24).

Der heute 35-Jährige steht ab Montag (18. Oktober) vor dem Landgericht in Essen. Kurios: Zwei Jahre nach seinem angeblichen Tod, also im Jahr 2018, sei er bei der Deutschen Botschaft in Kinshasa aufgetaucht. Dort habe er behauptet, lediglich entführt worden zu sein. Seine Ehefrau steht aufgrund des Vorwurfs von Versicherungsbetrug ebenfalls vor Gericht.

NRW: Ex-Schalke-Spieler vor dem Landgericht Essen – schwerer Versicherungsbetrug

Nach Informationen der Ruhr Nachrichten hat der Ex-Fußballer zusammen mit Manuel Neuer in der A-Jugend des FC Schalke 04, dem aktuell ein längerer Ausfall von Mehmet Aydin droht, gespielt. Im Gegensatz zur aktuellen Nummer 1 des FC Bayern München und der deutschen Nationalmannschaft habe der Angeklagte im späteren Verlauf seiner Fußball-Karriere bei Amateurvereinen im Ruhrgebiet verbracht (mehr News über Schalke bei RUHR24).

Im Jahr 2015 habe er angeblich die Lebensversicherung abgeschlossen. Nach Beendigung seiner aktiven Fußballerlaufbahn sei er dann in den Kongo, das Land seiner Eltern, gegangen, wo es zu dem angeblichen Autounfall oder der Entführung gekommen sein soll.

Angeblich haben gar einige Mitspieler und Ex-Klubs nach der Nachricht seines Todes ihre Trauer ausgesprochen. Das Landgericht in Essen hat für den Prozess vier Verhandlungstage bis zum 16. November vorgesehen.

Rubriklistenbild: © Guido Kirchner/dpa, Marcel Kusch/dpa; Collage: Ruhr24

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