Bahnverkehr

NRW: Zwei Bahnhöfe im Ruhrgebiet laut VRR-Bericht „nicht tolerierbar“

Bahnhof in Essen-Frohnhausen
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Dunkel und voller Graffiti: Mit dem Bahnhof in Essen-Frohnhausen sind die Tester nicht zufrieden. Er ist „nicht tolerierbar“.

Trotz Verbesserung der Zustände an Bahnhöfen in NRW, gibt es immer noch Handlungsbedarf.

NRW – Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) hat einen aktuellen Stationsbericht über die Zustände an 295 Bahnhöfen und Haltestellen im VRR-Gebiet veröffentlicht. Bereits 2020 hat der VRR die Bahnhöfe und Haltepunkte im Verbundsgebiet überprüft. Dabei wurden rund ein Viertel der Stationen als „nicht akzeptabel“ bewertet. Laut aktuellem Bericht sollen sich die Zustände deutlich verbessert haben. Sieben Stationen seien weiterhin „nicht tolerierbar“, was auch das Ruhrgebiet betrifft.

NRW: Zustände der Bahnhöfe – zwei Stationen im Ruhrgebiet haben besonders schlecht abgeschnitten

Insgesamt haben sieben Bahnhöfe in NRW die Bewertung „nicht tolerierbar“ erhalten, davon auch zwei im Ruhrgebiet:

  • Essen-Frohnhausen
  • Bochum West
  • Gruiten
  • Boisheim
  • Rheydt Hbf
  • Rheydt-Odenkirchen
  • Grevenbroich

Die Bahnhöfe Essen-Frohnhausen und Bochum-West waren bereits im Jahr 2020 in der Kategorie „nicht tolerierbar“. Im Vergleich zum letzten Stationsbericht hat sich der Zustand vieler Bahnhöfe im VRR-Gebiet jedoch verbessert. Zuvor wurden 15 Haltestationen von den VRR-Profitestern als besonders schlecht bewertet, diesmal sind es nur sieben.

Auch an einigen Bahnhöfen im Ruhrgebiet gibt es noch Handlungsbedarf.

NRW: Stationsbericht des VRR – „positive Entwicklung“ von Zustand der Bahnhöfe und Haltestellen

Die Haltestationen werden anhand eines Bewertungssystems im Hinblick auf die Bedürfnisse der Fahrgäste beurteilt. Bei der Überprüfung der Stationen werde auf die Aufenthaltsqualität, die Fahrgastinformation und die Barrierefreiheit geachtet (mehr News aus NRW bei RUHR24).

Bei der Aufenthaltsqualität konnte laut Bericht ein positiver Trend vermeldet werden. In die Kategorie „hervorragend“ sind dieses Jahr 21 Bahnhöfe eingeordnet worden, 2020 waren es nur zehn. Doch weiterhin bestehe insbesondere in der Sauberkeit vieler Haltestationen großer Nachholbedarf. „Vor allem Müll, Graffiti und sonstige Verschmutzungen sowie bauliche Mängel führten zu schlechten Bewertungen“, berichtet der VRR.

Hinsichtlich der Fahrgastinformation haben fast 83 Prozent aller VRR-Stationen eine „hervorragende“ Bewertung. Meist seien aktuelle Fahrgastinformationen und Fahrplanaushänge vorhanden und gefundene technische Mängel wurden laut aktuellem Stationsbericht in kurzer Zeit behoben.

NRW: VRR bewertet Bahnhöfe – Barrierefreiheit an Stationen wird eher schlecht bewertet

Die Barrierefreiheit ist nach Ergebnissen des VRR an 40 Prozent der VRR-Bahnhöfe nicht angemessen gewährleistet. Ein stufenloser Zugang über Aufzüge oder Rampen sei nicht überall vorhanden. Eine Modernisierung der Haltepunkte sei vom VRR aber ausdrücklich erwünscht: „Denn alle Menschen sollen den ÖPNV problemlos nutzen können, egal ob sie auf einen Rollstuhl oder Rollator angewiesen oder mit Kinderwagen, Fahrrad oder schwerem Gepäck unterwegs sind“.

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