NRW-Freizeitparks: An manchen Tagen kommt man gratis in die Parks

Kostenlos in einen Freizeitpark in NRW? Was unglaublich klingt, ist möglich. Wir verraten, wie man in Movie Park und Co. gratis Spaß haben kann.
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Dortmund Hauptbahnhof: Mann schlägt 5-jähriges Kindes – weil er den Sitzplatz haben will
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Dortmund: Corona-Teststation bleibt kostenlos – Anbieter rebellieren gegen Verordnung
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Ruhrgebiet

Wir von RUHR24 sind echte Ruhris – das Ruhrgebiet ist unsere Heimat, die wir lieben und leben. Dass wir dieser Region in NRW einen besonderen Fokus widmen, ist für uns als Medium aus Dortmund Ehrensache. Polizei und Feuerwehr, Staus und Unfälle, neue Shops und Feste – was an der Ruhr passiert, bleibt uns nicht verborgen. Daher haben wir stets ein Auge auf alles, was rund um Bochum, Essen, oder Duisburg passiert und vergessen dabei auch nicht die vermeintlich Kleinen der Region. Ein neues Outlet kommt nach Recklinghausen oder ein Fest an den Kemnader See nach Witten? Bei uns erfahrt ihr es!

Dortmund: Nach doppelten Unglück auf A1 und A2 – Staus inzwischen aufgelöst

Es ist die erste Ferienwoche in NRW. Auf den Autobahnen im Ruhrgebiet ist ganz schön was los. Zwei Unfälle blockierten die A1 und die A2.
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Dortmunder Hafen bekommt grünes Quartier – inklusive Panoramablick

Das Hafenquartier in Dortmund bekommt eine moderne und nachhaltige Quartiersgarage. Somit soll mehr Innovation und Lebensqualität einziehen.
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NRW: Verkaufsoffener Sonntag am 3. Juli – Hier haben die Geschäfte geöffnet

Lust auf Shoppen? Am Sonntag (3. Juli) öffnen in NRW mancherorts die Geschäfte. Wir haben eine Übersicht.
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Bochum: Erste Gratis-Badestelle an der fließenden Ruhr eröffnet heute

Bochum eröffnet am Donnerstag (30. Juni) die erste Badestelle an der fließenden Ruhr. Für Besucher gibt es viel Platz zum Baden – in der Sonne und im Wasser.
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„Oda“ eröffnet Zentrale in Bochum – Riese aus Norwegen will in ganz NRW liefern

Der norwegische Lebensmittel-Lieferservice „Oda“ will sich in Bochum niederlassen und von hier aus ganz NRW beliefern.
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Affenpocken noch zu stoppen: Professor aus Bochum sieht Chance

Die Affenpocken breiten sich weltweit aus – auch in Deutschland. Ein Professor aus Bochum sieht die Chance, die Infektionen kleinzuhalten.
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Dortmunderin Jule Niemeier sorgt in Wimbledon für Tennis-Sensation

Jule Niemeier aus Dortmund bringt Wimbledon zum Kochen und sorgt mit ihrem Sieg gegen die Nummer 3 der Welt für eine Sensation.
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Dortmunder Westfalenpark und Zoo: Gratis-Eintritt gilt für tausende Bürger

Der Rat der Stadt Dortmund ermöglicht einen Gratis-Eintritt in den Dortmunder Zoo und den Westfalenpark. Die Aktion gilt ab sofort.
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A43 im Ruhrgebiet: Sperrung am Wochenende wird zum Nadelöhr

Die A43 im Ruhrgebiet wird dicht gemacht. Am Wochenende ruht der Verkehr bei Herne.
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Dortmund: Speed-Dating-Event mit bis zu 20 Dates an einem Abend startet

Singles aufgepasst: In Dortmund startet ein großes Speed-Dating-Event. Die Veranstaltungen reichen bis in den Herbst.
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Dortmund: Neue Corona-Variante BA.5 beunruhigt Stadt – Lage nicht wie 2021

Die Corona-Lage im Sommer 2022 ist in Dortmund eine andere, als noch in 2021. Beim Blick auf die Entwicklung der Inzidenz zeigt sich die Stadt besorgt.
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Dortmund: Lkw-Sicherheitslücke könnte Unfälle auslösen – Forscher reagieren

Forscher der FH Dortmund haben scheinbar eine Sicherheitslücke bei LKW entdeckt. Es geht um die Vorgaben zur Sicherung von Ladung.
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NRW-Badeseen: Karte zeigt genaue Lage – maximal 50 Minuten Anfahrt

Eine Karte von IT NRW, dem Statistischen Landesamt, zeigt die genaue Lage der Badeseen in NRW. Keiner ist mehr als 50 Minuten entfernt.
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Bochum: Kita-Kind nach Mittagsschlaf tot – Obduktion liefert Todesursache

In einer Kita in Bochum ist ein Kind ums Leben gekommen. Die Polizei hat jetzt nach einer Obduktion die Ursache für den dramatischen Tod veröffentlicht.
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Dortmund: Neueröffnung in der City bietet einzigartiges Produkt an

Dortmunds City ist um eine Kaffeerösterei reicher. In der Innenstadt hat das „Kaffeeloft“ Neueröffnung gefeiert. Die Geschichte des Inhabers ist eine Besondere.
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Dortmund: Sparkasse schließt bis 22. Juli neun Geldautomaten dauerhaft

Die Sparkasse Dortmund schließt mehrere SB-Automaten in der gesamten Stadt. Dadurch schrumpfen die Alternativen für Kunden zum Geld abheben. Warum tut die Bank das?
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Corona-Inzidenz in NRW klettert auf über 700 – zwei Kreise weit über 1000

Es ist Sommer in NRW, aber die Corona-Zahlen steigen und steigen. Mancherorts ist die Inzidenz weit über 1000. Doch die Dunkelziffer dürfte höher sein.
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Sozialer Pflichtdienst in Deutschland – Dortmunder Experte wird deutlich

Brauchen wir einen Sozialen Pflichtdienst? Die Debatte ist im Juni wieder neu entflammt. RUHR24 hat sich mit einem Sprecher vom Klinikum Dortmund unterhalten.
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Bochum: Mann am Hauptbahnhof durch Messer verletzt - Täter festgenommen

Ein Bochumer wurde am Freitag am Hauptbahnhof durch ein Messer verletzt. Der Tatverdächtige wurde festgenommen.
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NRW: 17-Jährige tot aufgefunden – Leichenspürhund macht Entdeckung

Im Fall der getöteten Carina (17) gibt es Neuigkeiten. Leichenspürhunde haben in Dortmund eine Entdeckung gemacht.
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Alle Infos zum Ruhrgebiet: Die wichtigsten Infos zur Metropolregion Ruhr im Herzen von NRW


Das Ruhrgebiet ist der größte Ballungsraum in Deutschland, liegt in NRW und ist Heimat von rund 5,1 Millionen Einwohnern. Hier erfahrt ihr alle Informationen über die Region, Städte, Geschichte, Sehenswürdigkeiten und Kultur.
Dortmund – Das Ruhrgebiet erstreckt sich über eine Fläche von knapp 4.438,69 Quadratkilometern und liegt im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Der Fluss Ruhr ist namensgebend für die Industrieregion. Zusammen mit den Ballungsräumen am Rhein bildet das Ruhrgebiet die sogenannte Metropolregion Rhein-Ruhr.
Region: Ruhrgebiet Einwohner: 5,1 Millionen Einwohner Städte: u.a. Duisburg, Essen, Bochum, Dortmund

Ruhrgebiet: Der Begriff „Ruhrgebiet“, die dazugehörigen Städte und die Karte


Die geografischen Grenzen des Ruhrgebiets sind der Rhein im Westen, die Flüsse Lippe und Ruhr im Norden und Süden sowie die Städte Hamm und Dortmund im Osten. Der Begriff Ruhrgebiet orientiert sich an den 1920 gegründeten Siedlungsverband Ruhrkohlenbezirk – dem heutigen Regionalverband Ruhr (RVR). Folgende Städte gehören zum Verwaltungsbezirk des Regionalverbandes Ruhr und bilden das, was die Menschen heute unter dem Ruhrgebiet verstehen:
Bochum, Bottrop, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hagen, Hamm, Herne, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen, Kreis Recklinghausen, Kreis Unna, Kreis Wesel, Ennepe-Ruhr-Kreis.
Der Regionalverband Ruhr (RVR) ist zwar ein Verwaltungsgebiet, jedoch kein Regierungsbezirk. Das Ruhrgebiet teilt sich in die Regierungsbezirke Arnsberg, Münster und Düsseldorf auf. Die größte Stadt des Ruhrgebiets ist mit 609.603 Einwohnern Dortmund.
Der Kreis Recklinghausen ist mit 615.621 Einwohnern der nach der Region Hannover der größte Landkreis in Deutschland. Die Städte Köln, Düsseldorf, Mönchengladbach oder Wuppertal gehören nicht zum Ruhrgebiet. Sie werden aber von Touristen, die das Ruhrgebiet besuchen, häufig besucht. Die Städte Dortmund, Bochum, Essen und Duisburg entstanden bereits im Mittelalter. Die anderen Siedlungen wuchsen im Zuge der Industrialisierung im 19. und 20. Jahrhundert zu Städten an.
Neben dem gängigeren Begriff Ruhrgebiet gibt es verschiedene Begriffe und Bezeichnungen für die Region. Umgangssprachlich kursieren „Pott“, „Ruhrpott“ und „Kohlenpott“ noch heute. Im 19. Jahrhundert nannten unter anderem preußische Beamte die Region auch:
Rheinisch-Westfälischer Industriebezirk, Rheinisch-Westfälische Industrieregion, Niederrheinisch-Westfälisches Industriegebiet, Ruhrrevier.
Allerdings ist mit Rheinisch-Westfälisch nicht nur das Ruhrgebiet, sondern die heutige Metropolregion Rhein-Ruhr gemeint. Der Begriff Ruhrgebiet entstand im Laufe der 1920er Jahre und wurde in den 1930er Jahren fest im Sprachgebrauch der Menschen integriert. Die Frage, warum die Ruhr und nicht der Fluss Emscher, der eigentlich durch das Zentrum des Ruhrgebiets fließt, Namensgeberin der Region ist, lässt sich einfach beantworten. Die Industrialisierung, die dem Ruhrgebiet erst eine überregionale und internationale Bedeutung gegeben hat, hat den Ursprung an der Ruhr.

Ruhrgebiet: Die Geschichte einer Region – von der Antike zur Industrialisierung und Strukturwandel


Das Ruhrgebiet als Industrieregion ist erst 150 Jahre alt. In der Antike war die Region römisch-germanisches Grenzgebiet, zeitweise von den Römern mit mehreren Heerlagern und Kastellen besetzt. Die Städte Dortmund, Bochum, Essen und Duisburg haben ihren Ursprung im Mittelalter. Nach dem 30-jährigen Krieg sorgte erst die anfängliche Industrialisierung wieder für einen Aufschwung. Kohle wurde im Ruhrgebiet schon im 16. Jahrhundert abgebaut. Das Muttental bei Witten gilt als die „Wiege des Ruhrbergbaus“.
Die Dampfmaschine begünstigte die Entwicklung der Industrie und einen Anstieg der Bevölkerungszahlen. 1850 lebten im Ruhrgebiet um die 400.000 Einwohner. 1925 waren es circa 3,8 Millionen. Im 20. Jahrhundert wurde das Ruhrgebiet im Ersten und Zweiten Weltkrieg zur Waffenschmiede. In den 1950er Jahren erreichte das Ruhrgebiet nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs schnell neue Rekordzahlen von circa 125 Millionen Tonnen geförderter Kohle. Danach war die Zeit vom Niedergang der Industriezweige und dem Strukturwandel geprägt.

Das Ruhrgebiet: Die Kohle – Zugpferd der Industrialisierung


Die Kohle im oder genauer gesagt unter dem Ruhrgebiet ist im Karbon vor circa 360 bis 280 Millionen Jahren in geologischen Prozessen entstanden. Schon im 13. Jahrhundert ist aus Quellen bekannt, dass Kohle im Ruhrgebiet abgebaut worden ist. Im 16. Jahrhundert kam es zum Abbau in Stollenbergwerken.
Der erste Tiefbauschacht wird im Jahr 1832 mit dem Namen „Herkules“ abgeteuft. Das Zusammenspiel aus Kohle, Eisen und Stahl sorgte im Verlauf des 19. Jahrhunderts für die Industrialisierung einer ganzen Region. Die sogenannte Fettkohle, die eher in tieferen Schächten nördlich der Ruhr abgebaut wurde, gab der Eisen- und später der Stahlproduktion einen Schub. Die Einführung der Dampfmaschine Mitte des 19. Jahrhunderts war essenziell. Neben der Kohleindustrie siedelten sich Eisen-, Stahl-, Chemie und weiterverarbeitende Industrien an. Der ganze Prozess sorgte für eine Bevölkerungsexplosion in den Städten des Ruhrgebiets.
Sowohl die Ruhr als auch die aufkommende Eisenbahn, gebaute Kanäle und weiter bei Duisburg der Rhein dienten als Transportmittel. Neben der Familie Krupp gab es mit Thyssen und Hoesch weitere bekannte Industrieunternehmen, die die Region Ruhrgebiet bis heute prägen. Die Industrialisierung erreichte im 20. Jahrhundert ihren Höhepunkt. Die beiden Weltkriege sorgten für Produktionsrekorde – das Ruhrgebiet war die Waffenschmiede des Deutschen Reiches.

Das Ruhrgebiet: Der Strukturwandel und das Ende des Bergbaus


Das Ruhrgebiet ist durch die Montanindustrie das größte Ballungsgebiet in Europa geworden. Das Problem: Die Wirtschaft war eine Monostruktur, sie konzentrierte sich nur auf Kohle, Eisen und Stahl. Der seit den 1960er Jahren einsetzende und noch immer nicht abgeschlossene Strukturwandel zwang Politik und Menschen zu einem Umdenken.
Die Kohle war in den 1960er Jahren nicht mehr konkurrenzfähig und wurde lange Zeit durch die Politik subventioniert. Die Nachfrage ging mehr und mehr zurück. Zechen und Stahlwerke wurden sukzessive geschlossen. Man merkte, dass das Ruhrgebiet in Sachen Dienstleistung, Bildung, Kunst, Kultur und Forschung Nachholbedarf hatte.
Die NRW-Landesregierung brachte ab 1968 einen ersten Schritt in Richtung Strukturwandel auf den Weg. Neben dem Ausbau des Straßen- und Schienennetzes, der Entwicklung eines höheren Wohnwertes, kam es auch zur Gründung von Universitäten wie der Ruhr-Universität in Bochum und zur Ansiedlung anderer Industriezweige wie Opel. In den 1990er Jahren siedelten sich zudem Telekommunikations- und Internetfirmen im Ruhrgebiet an.
Der Strukturwandel sorgte auch dafür, dass alte Industriestandorte nicht einfach verschwanden, sondern in das aktuelle Stadtbild integriert, aufgewertet und neu strukturiert wurden. Der Phoenix See in Dortmund, der Landschaftspark in Duisburg, die Zeche Zollverein in Essen sowie zahlreiche andere Industriedenkmäler und Halden sind heute wahre Besuchermagnete. Zudem kam es zu Gründungen von Kultureinrichtungen. Auch die lange vernachlässigte und zerstörte Natur wird wieder gepflegt.
Im Jahr 2018 wurde mit der Zeche Auguste-Victoria das letzte Bergwerk in Marl im Ruhrgebiet geschlossen. Damit endete die Ära des Kohlebergbaus. Der Strukturwandel ist jedoch noch nicht abgeschlossen.

Ruhrgebiet und Tourismus – die Sehenswürdigkeiten zwischen Ruhr und Lippe


Das Ruhrgebiet ist mittlerweile eine Tourismusregion, hat circa 3.500 Industriedenkmäler, mit der Zeche Zollverein gar ein UNESCO-Weltkulturerbe und bietet zahlreiche Freizeitaktivitäten. Neben ehemaligen Industrieanlagen, die heute Besuchermagnete sind, hat das Ruhrgebiet ein sehr gut ausgebautes Radwegenetz für das freizeitliche Radfahren.
Neben dem UNESCO-Weltkulturerbe Zeche Zollverein in Essen gehören auch der Landschaftspark Duisburg-Nord, das Gasometer in Oberhausen, die Jahrhunderthalle in Bochum, die Henrichshütte in Hattingen, Phoenix West in Dortmund, das Bergbaumuseum in Bochum und die zahlreichen Halden zu den Haupt-Sehenswürdigkeiten. Hinzu kommen Natursehenswürdigkeiten wie Wälder im Norden und Süden des Ruhrgebiets oder die Flüsse Lippe und Ruhr, die mittlerweile einzigartige Naherholungsgebiete sind.
Auch moderne Ausflugsziele sorgen für einen Freizeitfaktor, den man nur in einer Metropolregion findet. Das Ruhrgebiet ist für Touristen eine Mischung aus Natur und Metropole. Eine unvollständige Liste von Sehenswürdigkeiten und Freizeiteinrichtungen:
Movie Park in Bottrop, Zoo Zoom in Gelsenkirchen, Centro Oberhausen mit Sea Life und Einkaufszentrum, DFB-Fußballmuseum in Dortmund, Schauspielhaus in Bochum, Bergbaumuseum in Bochum, Villa Hügel in Essen, Ruine Hohensyburg in Dortmund, Ruhr Park in Bochum, Thier Galerie in Dortmund, Limbecker Platz in Essen, Lindenbrauerei in Dortmund.

Ruhrgebiet und die Natur - Flüsse, Seen, Wälder und Halden


Im Ruhrgebiet gibt es zahlreiche Flüsse, Seen und Wälder. Auch einige Erhebungen sind im eigentlich flachen Ruhrgebiet zu finden. Die Ruhr im Süden, gleichzeitig Namensgeberin der Region, entspringt in Winterberg und ist 217 Kilometern lang. Die Lippe ist 237 Kilometer lang und entspringt im Teutoburger Wald. Die Emscher entspringt zwischen Dortmund und Unna und ist 109 Kilometer lang. Alle Flüsse münden in den Rhein. Es gibt noch zahlreiche weitere Flüsse und Bäche.
Das Ruhrgebiet hat kaum natürliche Seen. Allerdings wird die Ruhr in fünf künstlich angelegte Seen aufgestaut:
Hengsteysee, Harkortsee, Kemnader See, Baldeneysee, Kettwiger See.
Durch Bergsenkungen entstanden in den vergangenen Jahrzehnten neue Wasserlandschaften, Biotope und Erholungsgebiete. Der Ewaldsee in Herten im Kreis Recklinghausen oder der Beversee in Bergkamen sind solche Beispiele.
Das Ruhrgebiet besitzt im Vergleich zu anderen Industrieregionen einen sehr hohen Waldanteil. Der liegt bei 17,5 Prozent bzw. 78.038 Hektar. In Zukunft wird der Wald aufgrund von Aufforstung weiter wachsen. Besonders auch auf den Bergen des Ruhrgebiets - den Halden. Das Ruhrgebiet hat kaum natürliche Erhebungen, aber dafür mehrere künstliche Berge, die durch künstliche Anhäufung entstanden sind. Einige Halden sind über 75 oder gar über 100 Meter hoch:
Halde Oberscholven, Gelsenkirchen – 137 Meter, Halde Haniel, Bottrop – 117 Meter, Halde Hoheward, Herten/Recklinghausen – 111 Meter, Halde Großes Holz, Bergkamen – 97 Meter, Halde Schöttelheide, Bottrop – 90 Meter, Halde Lohberg Nord, Dinslaken – 85 Meter, Halde Beckstraße, Bottrop – 78 Meter, Halde Rheinpreußen, Moers – 80 Meter, Halde Rungenberg, Gelsenkirchen – 77 Meter.

Ruhrgebiet und der Verkehr - unterwegs auf Straßen, Autobahnen, an Hauptbahnhöfen und auf Schienen


Als ehemalige Industrieregion und Ballungszentrum hat das Ruhrgebiet sowohl ein ausgebautes Straßen- und Autobahnnetz als auch viele Bahnhöfe und ein Schienennetz. Insgesamt gibt es zehn Autobahnen, die durch das Ruhrgebiet führen.
A1 – 749 km, A2 – 486 km, A3 – 778 km, A31 –240 km, A40 –94 km, A42 – 58 km, A43 – 95 km, A44 – 266 km, A45 – 257 km, A52 – 16 km.
Insgesamt hat das Ruhrgebiet ein Schienennetz von ungefähr 1.600 Kilometern. Es ist eines der Dichtesten in Europa. Es gibt sieben ICE- und fünf IC-Linien, 13 Regional-Express, 21-Regional-Bahn- und acht S-Bahn-Linien. Insgesamt hat das Ruhrgebiet circa 70 Bahnhöfe. Die sogenannte Köln-Mindener Eisenbahn, die über Duisburg, Essen, Bochum und Dortmund führt, ist die Hauptverkehrsader im Personenverkehr und verbindet das östliche NRW mit dem westlichen NRW. Wichtige Bahnhöfe im Ruhrgebiet:
Dortmund HBF, Bochum HBF, Essen HBF, Duisburg HBF, Hamm, HBF
Das Ruhrgebiet hat mit Hamm, Wanne-Eickel, Oberhausen-Osterfeld, Schwerte und Hagen insgesamt fünf Rangierbahnhöfe, an denen der Güterverkehr abgewickelt wird. Dortmund hat zudem einen Airport, der Flugverbindungen ins europäische Ausland anbietet.

Ruhrgebiet und Fußball: Borussia Dortmund, VfL Bochum, FC Schalke 04 und andere Klubs


Der Fußball spielt im Ruhrgebiet eine ganz besondere Rolle. Neben den großen Klubs Borussia Dortmund und FC Schalke 04, den etwas kleineren Klubs wie VfL Bochum und MSV Duisburg sowie den Regionalliga-Traditionsvereinen Rot-Weiß Essen und Rot-Weiß Oberhausen, gibt es in jeder Stadt eine Vielzahl von lokalen Vereinen und eine lebendige Amateurfußballszene, die ihresgleichen sucht.
Im Ruhrgebiet steht das größte Fußballstadion in Deutschland - der Signal Iduna Park (Westfalenstadion) in Dortmund mit knapp 83.000 Plätzen. Die Arena auf Schalke in Gelsenkirchen ist immerhin auf Platz 5 der größten Stadien in Deutschland. Auch die Städte Duisburg, Essen und Bochum haben moderne Fußballstadien.

Ruhrgebiet und das Essen – Currywurst, Bier und andere Spezialitäten


Das Ruhrgebiet steht für Currywurst und Bier. Zwar wurde die Currywurst in Berlin erfunden, wird im Allgemeinen jedoch mehr mit dem Ruhrgebiet in Verbindung gesetzt. Es gehört zur regionalen Identität. In jedem Stadtteil gibt es eine sogenannte Pommesbude, in der es die im Ruhrgebiet typische Currywurst gibt - eine Bratwurst, klein geschnitten mit Currysauce.
Das Bier ist aus dem Ruhrgebiet nicht wegzudenken. Jede Großstadt – Duisburg, Essen, Bochum, Dortmund – hat ihre eigene Biermarke, die entweder regional, national oder gar international bekannt ist. Besonders Dortmund galt in der Vergangenheit als Bierhauptstadt. Mittlerweile gibt es in zahlreichen Städten auch wieder kleinere Brauereien

Ruhrgebiet und die Politik – Ruhrparlament und SPD-Hochburg


Lange Zeit galt das Ruhrgebiet aufgrund der zahlreichen Arbeiter, die im Bergbau oder Stahlwerk arbeiteten, als sicheres Hoheitsgebiet der SPD. Das ist auch heute so. Doch sowohl die CDU als auch die Grünen holen auf. Bis auf Essen (CDU) haben die Großstädte im Ruhrgebiet – Dortmund, Bochum und Duisburg – alle einen SPD-Bürgermeister (Stand, Mai 2021).
Am 13. September 2020 wurde zum ersten Mal die Besetzung des sogenannten Ruhrparlaments gewählt. Dabei handelt es sich um eine Verbandsversammlung des Regionalverbandes Ruhr. Mit 29,38 Prozent hat die SPD die meisten Stimmen und Sitze (29) geholt.. Die Verteilung der Sitze im Ruhrparlament:
SPD – 29,38 Prozent – 29 Sitze CDU – 27,18 Prozent – 27 Sitze Die Grünen – 20,32 Prozent – 20 Sitze AfD – 7,06 Prozent – 7 Sitze Die Linke – 4,11 Prozent – 4 Sitze FDP – 3,69 Prozent – 4 Sitze

Ruhrgebiet: „RUHR.2010“ Kulturhauptstadt und die „Nacht der Industriekultur“


Erstmals wurde im Jahr 2010 mit dem Ruhrgebiet eine ganze Region als sogenannte Kulturhauptstadt Europas auserkoren. In zahlreichen Städten im Ruhrgebiet gab es Kulturveranstaltungen. So hing beispielsweise überall, wo es ein Bergwerk gab, ein gelber Ballon. Selbst auf der A40 – dem sogenannten Ruhrschnellweg – gab es eine große Veranstaltung, für die die Autobahn gesperrt wurde. Ziel der Vertreter und Organisatoren von „RUHR.2010“ war es, dass das Ruhrgebiet eine bedeutende Rolle in der Zukunft Europas auf mehreren Ebenen spielt.
Seit 2001 gibt es im Ruhrgebiet mit der sogenannten „Extraschicht – Nacht der Industriekultur“ ein eintägiges Fest, dass gleichzeitig in zahlreichen Städten stattfindet. In den vergangenen Jahren kamen durchschnittlich zwischen 100.000 und 150.000 Besucher – 2018 sogar an die 300.000. In über 20 Städten gibt es an einem Tag im Juni an verschiedenen Orten Kulturveranstaltungen.