Lage zunächst unklar

Kreis Unna: Feuerwehr rückt zu Großeinsatz in Klinik aus

Kamen Großeinsatz Kreis Unna Feuerwehr
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In Kamen (Kreis Unna) ist es zu einem Großeinsatz der Feuerwehr in einem Krankenhaus gekommen.

Im Kreis Unna (NRW), nördlich von Dortmund, rückte am Mittwochabend ein Großaufgebot der Feuerwehr aus. Die schlimmsten Befürchtungen bestätigten sich allerdings nicht.

Update, Donnerstag (9. Dezember), 8.29 Uhr: Kreis Unna – Die Kreispolizeibehörde Unna hat den Grund für den Großeinsatz der Feuerwehr am Abend in Kamen enthüllt. Wie die Polizei berichtet, sei in einem Patientenzimmer am Mittwoch (8. Dezember) gegen 19.30 Uhr ein Pfefferspray ausgetreten.

Ruhrgebiet: Pfefferspray verursacht Großeinsatz der Feuerwehr in Krankenhaus

Die gesamte Station musste deshalb evakuiert werden. 29 Personen - 15 Klinikmitarbeiter und 14 Patienten - hätten zwischenzeitlich über Atemwegsprobleme geklagt. Die Ursache für das Austreten des Pfeffersprays werde derzeit kriminalpolizeilich ermittelt.

Pfefferspray ist in Deutschland laut Ergo-Versicherung nur erlaubt, wenn es die Aufschrift „Zur Tierabwehr“ trägt. Fehlt die Bezeichnung, fällt das Spray unter das Waffengesetz.

Update, Mittwoch (8. Dezember), 22.19 Uhr: Inzwischen liegt auch eine offizielle Mitteilung der Freiwilligen Feuerwehr Kamen zum Großeinsatz im Klinikum Westfalen in Kamen vor. Insgesamt 14 Personen aus der dritten Etage seien nach dem mutmaßlichen Reizgas-Austritt in andere Bereiche des Krankenhauses gebracht worden.

Kamen (NRW): 14 Patienten bei Reizgas-Austritt in Klinikum in Sicherheit gebracht

Ein Notarzt untersuchte an der Einsatzstelle insgesamt 29 Personen, bei keiner sei eine medizinische Behandlung notwendig gewesen. Nachdem die Etage belüftet wurde, konnten die Patienten in ihre Zimmer zurück. Die Polizei ermittelt jetzt die Hintergründe.

Insgesamt 120 Einsatzkräfte waren knapp zwei Stunden im Einsatz.

Update, Mittwoch (8. Dezember), 21.17 Uhr: Bei dem freigesetzten Stoff im Krankenhaus in Kamen handelte es sich offenbar tatsächlich um Reizgas. Die Polizei ermittelt nun, wer das freigesetzt hat oder wo das ausgetreten ist, sagte ein Feuerwehrsprecher dem Hellweger Anzeiger.

Großeinsatz im Kreis Unna (NRW): Polizei ermittelt nach Reizgas-Austritt

Am Abend rückte ein Großaufgebot sämtlicher Feuerwehren aus dem Kreis Unna aus. Mehrere Patienten im betroffenen dritten Obergeschoss hätten über Atemwegsreizungen geklagt. Sie wurden inzwischen in Sicherheit gebracht.

Inzwischen wird das Großaufgebot zurückgefahren. Die schlimmsten Befürchtungen – ein Massenanfall von Verletzten – hätten sich nicht bestätigt, berichtet der Hellweger Anzeiger.

Erstmeldung, Mittwoch (8. Dezember), 21.04 Uhr: In einem Krankenhaus in Kamen, im NRW-Kreis Unna, ist auf einer Station ein bislang unbekannter Reizstoff freigesetzt worden. Die gesamte Feuerwehr im Kreis Unna befindet sich im Einsatz. Die Lage ist aktuell unklar.

Kreis Unna (NRW): Großeinsatz im Krankenhaus in Kamen – Reizgas freigesetzt

Wie auch der Hellweger Anzeiger berichtet, sind Patienten einer Station im dritten Obergeschoss sowie weitere Bereiche geräumt worden. Nicht bekannt ist, um welchen Stoff es sich handelt. Angeblich ist ein ABC-Erkundungsfahrzeug vor Ort (mehr News aus dem Ruhrgebiet bei RUHR24).

Nach unbestätigten Meldungen sind bis zu 30 Patienten betroffen, die über Atemwegsreizungen klagen. Insgesamt 14 von den 30 Patienten habe man von der betroffenen Station gerettet.

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