Razzia im Bundesgebiet

Bei großflächigen Durchsuchungen in NRW: Bundespolizei gelingt Schlag gegen Schleuserring und Zwangsprostitution 

Die Bundespolizei führte in mehreren Städten in NRW eine Razzia durch.
+
Die Bundespolizei führte in mehreren Städten in NRW eine Razzia durch.

Der Bundespolizei ist bei einer großen Razzia in NRW ein Ermittlungserfolg gelungen. Insgesamt vier Haftbefehle wurden vollstreckt.

  • Die Bundespolizei ist am Dienstag zu einer Razzia in sechs Städten in NRW ausgerückt.
  • Vier Haftbefehle konnten vollstreckt werden.
  • Zudem haben die Beamten zahlreiche Beweismittel sicherstellen können.

NRW - Die Bundespolizei hat am Dienstag (23. Juni) im Auftrag der Staatsanwaltschaft Aachen mit über 250 Beamten acht Wohnungen und Geschäftsräume in Nordrhein Westfalen durchsucht. Intensive Ermittlungen haben Hinweise auf Schleuserbanden ergeben, denen die Einsatzkräfte nachgegangen sind. 

NRW: Bundespolizei vollstreckt vier Haftbefehle nach Razzia 

Die Durchsuchen fanden in Mönchengladbach, Essen, Köln, Bonn, Clausthal-Zellerfeld und Dortmund, wo eine Massenschlägerei neulich mit mehreren Verletzten endete, statt und führte zu einem großen Erfolg. Insgesamt sind vier Haftbefehle gegen drei Frauen und einen Mann im Alter von 28 bis 38 Jahren vollstreckt worden.

Außerdem wurden acht unerlaubt eingereiste weibliche Personen angetroffen und vorläufig festgenommen. Die Bundespolizei geht davon aus, dass es sich bei den Damen um Prostituierte handeln könnte.

Bundespolizei NRW: Vorwürfe wegen illegaler Einreise und Zwangsprostitution

Der Gruppierung wird nun vorgeworfen, in mindestens zehn Fällen Prostituierte über den Luftweg in das Bundesgebiet eingeschleust zu haben. Im Anschluss sollen die Frauen in angemieteten Terminwohnungen ohne behördliche Erlaubnis sexuelle Handlungen gegen Entgelt vorgenommen haben.

Für die gesamte Organisation von Reise, Einreise (Schleusung), Aufenthalt, Unterbringung bis hin zur Vermittlung, Buchhaltung und Abrechnung der entgeltlichen sexuellen Handlungen sollen die Hauptbeschuldigten verantwortlich sein.

NRW: Bundespolizei hat 15.000 Euro Bargeld beschlagnahmt

Im Zuge der Durchsuchungen konnte die Bundespolizei nach eigenen Angaben umfangreiches Beweismaterial, wie Mobiltelefone, Laptops sowie relevante Unterlagen sicherstellen. Diese deuten teilweise auf weitere Fälle hin. Darüber hinaus wurden bis zum heutigen Mittag bereits 15.000 Euro Bargeld beschlagnahmt. Einen ähnlichen Coup konnte das Zollfahndungsamt Essen vor Kurzem landen, als es eine illegale Schnapsbrennerei ausheben konnte.

Die Bundespolizei hat bei den Durchsuchungen vom Dienstag vier Haftbefehle vollstreckt.

Das Ermittlungsverfahren der Bundespolizei bzw. der Staatsanwaltschaft Aachen läuft bereits seit Sommer 2019.  Dem Verfahren liegen u. a. die Straftatbestände des gewerbs- und bandenmäßigen Einschleusens von Ausländern (§§ 96, 97 AufenthG), der Zuhälterei (§ 181a StGB), der Zwangsprostitution (§ 232a StGB) sowie des Veruntreuens von Arbeitsentgelt (§ 266a StGB) zugrunde.