Corona-Regeln

Ruhr Park Bochum: 2G-Regel mit Stempel startet mit Desaster

Nach Einführung des 2G-Stempels im Ruhr Park Bochum ist es bei Kunden zu Verärgerung gekommen – die Corona-Regel griff nicht wirklich.

Bochum – Wer im Ruhr Park in Bochum shoppen will, muss, wie aktuell fast überall im Einzelhandel in NRW*, seit dem 4. Dezember gegen Corona* geimpft oder davon genesen sein. Doch die 2G-Regel muss auch kontrolliert werden. Um nicht in jedem Shop sein Impfzertifikat und seinen Ausweis vorzeigen zu müssen, ließ sich der Ruhr Park etwas Altbewährtes einfallen: Stempel*. Doch das Konzept ging zunächst nicht auf, wie RUHR24* erfuhr.

Corona-Regel2G im NRW-Einzelhandel
Gültig seit4. Dezember 2021
AusnahmenGeschäfte für den täglichen Bedarf

Ruhr Park Bochum: 2G-Stempel soll Impfung oder Genesung von Corona nachweisen

Die Idee hinter den Stempeln: Kunden zeigen in einem Shop im Ruhr Park ihrer Wahl einmalig ihr Corona-Impfzertifikat und den Personalausweis vor und bekommen danach einen 2G-Stempel auf die Innenseite des Handgelenks. Dort soll er auch sicher vor Wasser und Seife sein, falls man sich beim Besuch im Ruhr Park die Hände waschen möchte.

Das Prinzip kennen viele aus Diskos oder von Festivals – nichts Neues also. Mit dem Stempel können Ruhr-Park-Kunden dann in jedes Geschäft gehen, ohne ständig alle Papiere herauszukramen.

Corona-Konzept im Ruhr Park geht zunächst nicht auf – Shops akzeptieren 2G-Stempel nicht

Doch zu Beginn der neuen Vorgehensweise hielten sich einige Shops im Ruhr Park einfach nicht an die Stempel-Regelung, kontrollierten trotzdem Impfzertifikate und Persos. Ein Kunde berichtet bei Facebook, er habe sich beim Modehaus „Sinn“ trotz 2G-Stempels in die Schlange der Menschen ohne Stempel einreihen müssen.

Bei Intersport, so eine andere Kundin, habe man den Stempel zunächst gar nicht akzeptiert. Selbes wird von einer C&A-Kundin berichtet. Inzwischen, so versichert es der Ruhr Park, habe das Management mit den betroffenen Shops gesprochen. Dort werde nun auch der 2G-Stempel akzeptiert.

2G-Stempel im Ruhr Park: Nicht jedes Geschäft kontrolliert alle Besucher auf Corona-Zertifikat

Indes gibt es Irritation darüber, dass in manch einem Geschäft gar nicht oder nicht jeder Kunde nach 2G-Stempel oder Impfzertifikat gefragt wird. Der Ruhr Park begründet dies mit einer Ausnahmeregelung: Zu Beginn der Maßnahme seien Stichprobenkontrollen erlaubt gewesen. Inzwischen sind diese nicht mehr erlaubt. (Hier weitere News zum Coronavirus in NRW* bei RUHR24 lesen).

Wer gegen Corona geimpft oder davon genesen ist, bekommt im Bochumer Ruhr Park einen 2G-Stempel auf das Handgelenk.

Übrigens: Die 2G-Regel gilt nicht pauschal für den gesamten Ruhr Park. Wer das Einkaufszentrum betritt, muss zunächst kein Impfzertifikat vorzeigen. Das liegt daran, dass es in der Open-Air-Mall Geschäfte gibt, die laut NRW-Coronaschutzverordnung nicht unter die 2G-Regelung fallen*. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Ruhr Park Bochum, Mareike Mallon; Collage: RUHR24