Neues Video

Die 7 Kritikpunkte an Armin Laschet im Rezo-Video in der Zusammenfassung

Der Youtuber Rezo hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) in einem neuen Video kritisiert. Hier ist die Zusammenfassung der härtesten Vorwürfe.

Dortmund – Der Kampf um die Bundestagswahl 2021 nimmt weiter Fahrt auf. Jetzt greift Youtuber „Rezo“ mit seinem neuesten Video mit dem Titel „Zerstörung Teil 1: Inkompetenz“ ein. Darin bekommt auch NRW-Ministerpräsident und CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet sein Fett weg. Wir haben die Zusammenfassung der wichtigsten Kritikpunkte.

KritikerRezo
Objekt der KritikArmin Laschet
Name des Youtube-VideosZerstörung Teil 1: Inkompetenz

Rezo: Video auf Youtube kritisiert sieben Fehler von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet

Rezo wirft Laschet etwa vor, während der Hochwasser-Katastrophe von NRW „ganz besonders negativ aufgefallen“ zu sein. Etwa indem er bei seinem Besuch im Hochwasser-Gebiet in Hagen angab, keine Bilder für den Wahlkampf produzieren zu wollen. Dabei hatte sein Social-Media-Team da schon längst aussagekräftige Fotos von seinem Besuch im Ruhrgebiet bei Twitter und Facebook veröffentlicht. „Schön mit Gummistiefeln im Wasser“ kritisiert Rezo.

Zudem seien diese Bilder entstanden, während ein Krisenstab auf Laschet 1,5 Stunden gewartet habe. Laschet habe zudem auch ein Interview für die Bild-Zeitung gegeben, deren Ex-Chefin Tanit Koch seine PR-Managerin ist.

Armin Laschet nach NRW-Hochwasser: Rezo kritisiert widersprüchliche Aussagen

Richtig auf die Palme bringen Rezo dann Aussagen Laschets, die der NRW-Ministerpräsident an ein und demselben Tag getätigt hatte – und die sich widersprechen. So forderte Laschet vor Kameras bei seinem Besuch in einem Hochwassergebiet, „dass wir bei den Maßnahmen zum Klimaschutz mehr Tempo brauchen“. In einem Interview in der Aktuellen Stunde im WDR sagte der CDU-Kanzlerkandidat schließlich, es sei „nicht die Zeit, politische Forderungen zu stellen.“ Und: „Weil jetzt ein solcher Tag ist, ändert man nicht die Politik.“

Klar, dass Rezo schnell auf den fatalen Lacher Laschets während der Hochwasser-Rede von Bundespräsident Steinmeier zu sprechen kommt. Er nennt das Verhalten „inakzeptabel“ und „unauthentisch“.

Armin Laschet in Youtube-Video von Rezo unter Beschuss: „PR-Desaster“ wegen Geschlechter-Aussage

Nach dem Hochwasser-Komplex widmet sich der Youtuber dem Thema „PR-Desaster“ und knüpft sich ein Interview Laschets mit dem Magazin Brigitte vor. Darin hatte der CDU-Kanzlerkandidat behauptet, dass man als Bundeskanzler Geschlechtergerechtigkeit „vielleicht eher als Mann als als Frau herstellen“ könne.

Jetzt zieht Rezo die Zügel an, beleuchtet Themen, bei denen unklar ist, ob es sich um „Inkompetenz“ oder glatte Lügen handelt. Über eine Aussage Armin Laschets über das CDU-Wahlprogramm meint Rezo: „So lost kann man gar nicht sein.“ Laschet hatte in dem ARD-Interview behauptet, im CDU-Wahlprogramm sei keine einzige Steuerentlastung verankert – und wenn schon, dann nur für kleinere und mittlere Einkommen.

Lüge oder Inkompetenz: Rezo kritisiert Armin Laschet für Aussagen zu Steuern

Dabei steht im CDU-Wahlprogramm wörtlich: „Wir werden daher ein umfangreiches Entfesselungspaket auf den Weg bringen, das Unternehmen von Steuern und Bürokratie entlastet.“ Rezo wirft Laschet vor, der Bevölkerung damit nachweislich die Unwahrheit zu sagen. Andernfalls wäre er „todeslost inkompetent“.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) bekommt in einem Youtube-Video von Rezo sein Fett weg.

Solche „Moves“ seien bei Armin Laschet laut Rezo keine Einzelfälle – und nennt dessen Aussagen zum Kohleausstieg. Der CDU-Kanzlerkandidat hatte in einem Interview mit dem ZDF behauptet, der Kohleausstieg in 2038 sei von einer Kommission entschieden worden und auch der Umweltverband BUND oder Greenpeace seien dafür gewesen. Dabei hatten eben diese Verbände einen deutlich früheren Ausstieg gefordert – und Laschet für seine Aussagen später als Lügner oder schlecht informiert gehalten.

Rezo hält Plagiatsvorwürfe gegen CDU-Kanzlerkandidaten Armin Laschet für weniger schwerwiegend

Natürlich geht Rezo am Ende auch auf die Plagiatsvorwürfe gegen Armin Laschet und dessen Fehler im Lebenslauf ein, bezeichnet diese allerdings als weniger schwerwiegend als die vorangegangenen Kritikpunkte. Die bemängelten Stellen im Lebenslauf seien zwar „nicht komplett erfunden“, aber trotzdem „faktisch falsch“.

Hier nochmal Rezos sieben Kritik-Punkte an Armin Laschet in der Übersicht:

  • PR-Bilder in Hochwasser-Gebieten,
  • Lacher bei Hochwasser-Rede von Steinmeier,
  • Aussagen zur Klimapolitik nach dem Hochwasser,
  • Aussage zur Geschlechtergerechtigkeit,
  • Aussage über das CDU-Wahlprogramm,
  • Aussage zum Kohleausstieg,
  • Plagiatsvorwürfe.

Das Fazit Rezos am Ende des Youtube-Videos lautet dennoch: Wer Dinge falsch darstelle, sich schlecht informiert zeige oder schlicht lüge, sei der Verantwortung als Politiker nicht gewachsen. Die CDU und Armin Laschet haben sich noch nicht zu den Kritikpunkten Rezos geäußert. Wie Ingame* berichtet, hat Youtuber Rezo bereits einen zweiten Teil des Videos angekündigt. Dafür ruft er seine Community auf, dass sie sich mit weiteren Themenvorschlägen beteiligen soll und signalisiert damit, dass seine kommenden Videos noch alles andere als abgedreht sind. *Ingame ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Renzo/Youtube, Marius Becker/dpa; Collage: RUHR24