Durchsuchung in Köln

Razzia bei Hausärztin, die Corona leugnet und Querdenker-Broschüren verteilt

Zwei Stethoskope liegen in einer Hausarztpraxis in einem Behandlungszimmer auf einer Liege
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In einer Kölner Hausartzpraxis stellten Mitarbeiter des Ordnungsamts und des Gesundheitsamts fünf Verstöße gegen die Maskenpflicht fest. (Symbolbild)

In Köln gingen Polizei und Ordnungsamt gegen das gefährliche Treiben einer Hausärztin vor.

Nach Hinweisen und Beschwerden von Bürgern wegen Nicht-Beachtung von Maßnahmen zum Infektionsschutz, durchsuchten der städtische Ordnungsdienst, das Gesundheitsamt und Polizeibeamte die Praxis einer Hausärztin in Köln-Ehrenfeld. Dabei stießen sie sowohl auf eine Sprechstundenhilfe als auch in einem der Behandlungszimmer auf eine Patientin ohne medizinische Maske. Auch die herbeigerufene Ärztin sowie eine weitere Patientin trugen keine Maske, berichtet 24RHEIN*.. Laut der Corona-Schutzverordnung des Landes NRW gilt in medizinischen Einrichtungen jedoch eine OP- oder FFP2-Maskenpflicht.

Auf die Nachfrage der Einsatzkräfte erklärte die Ärztin, sie würde eine Maske tragen, wenn man ihr beweisen könne, dass zurzeit eine Pandemie herrsche. Bei der weiteren Durchsuchung der Praxis in Köln-Ehrenfeld stießen die Mitarbeiter des Ordnungsamts im Wartezimmer auf Broschüren der Querdenker-Bewegung. Die Broschüren sind dem Gesundheitsamt der Stadt Köln bekannt. Bereits in der Vergangenheit hatte die Ärztin per Ordnungsverfügung vom Gesundheitsamt eine Aufforderung bekommen, entsprechende Mängel im Infektionsschutz zu beheben. *24RHEIN ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.