Maske in Fußgängerzonen

Rauchen trotz Maskenpflicht in Fußgängerzonen – NRW-Ministerium macht überraschende Ansage

Fußgängerzone Maskenpflicht Dortmund NRW
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Einige Menschen versuchen, die Maskenpflicht in Fußgängerzonen mit einer Zigarette zu umgehen.

In den meisten Fußgängerzonen der NRW-Städte gilt aktuell auch im Freien die Maskenpflicht. Einige versuchen diese mit einer Zigarette zu umgehen.

Nordrhein-Westfalen – Nur kurz die Maske runterziehen, um eine zu rauchen oder etwas zu essen. Dieses Bild sieht man immer öfter in den Fußgängerzonen in NRW. Einige versuchen so die Maskenpflicht für einige Zeit zu umgehen. Doch was ist eigentlich erlaubt und was nicht?

NRW: Gesundheitsministerium stellt klar – ist Rauchen trotz Maskenpflicht erlaubt?

Laut dem nordrhein-westfälischen Gesundheitsministerium ist das Rauchen in Fußgängerzonen und anderen Bereichen mit einer festen coronabedingten Maskenpflicht nicht erlaubt. Wer also eine Zigarette rauchen möchte, muss entweder einfach warten oder den entsprechenden Bereich mit vorgeschriebener Maskenpflicht verlassen. Kurios: Laut einer aktuellen Studie soll Rauchen sogar vor einer schweren Coronavirus-Infektion schützen können.

Bei Essen und Trinken sieht die Lage aber anders aus: „Angemessene Zeiten der Nahrungsaufnahme berechtigen zum vorübergehenden Ablegen der Maske“, erklärt ein Sprecher des Gesundheitsministeriums gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) (alle aktuellen Informationen zum Coronavirus in NRW im Ticker auf RUHR24).

Coronaschutzverordnung NRW: Wann darf die Maske in Fußgängerzonen abgenommen werden?

In der Coronaschutzverordnung sind die Fälle klar definiert, wann eine Maske für eine Zeit abgenommen werden darf. Dazu gehören:

  • die ärztliche Behandlung
  • Vorträge innerhalb einer zugelassenen Veranstaltung
  • behördliche oder richterliche Anordnungen
  • der Umgang mit Gehörlosen oder Schwerhörigen
  • die „notwendige Einnahme von Speisen und Getränken“

Doch da stellt sich die Frage, ab wann Essen und Trinken „zwingend erforderlich“ ist. Laut dem Ministerium liegt die letzte Entscheidung im Einzelfall bei den örtlichen Ordnungsämtern und deren Angestellten. Sie entscheiden, ob die Maske für die Nahrungsaufnahme abgesetzt werden darf (alle News zum Coronavirus in NRW auf RUHR24).

Maskenpflicht in NRW: So sieht es laut Gesundheitsministerium mit Essen und Trinken aus

Für besonders stark besuchte öffentliche Plätze können die einzelnen Städte und Kommunen weitere Schutzmaßnahmen treffen. Etwa eigene Ess- und Trinkverbote. Doch solche Verbote können die Städte nur aussprechen, wenn es dabei um den Infektionsschutz gehe. „Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn durch das Essen und Rauchen in einigen Bereichen die Wirkung des Maskengebots nach den konkreten Feststellungen und Einschätzungen der Behörden vor Ort leerlaufen würde“, sagte ein Sprecher des NRW-Gesundheitsministeriums.

Video: NRW: Gericht kippt Maskenpflicht in Düsseldorf - für einen Kläger

Grundsätzlich gilt: Das Rauchverbot ist vom Gesundheitsministerium vorgeschrieben. Da können auch die Ordnungsämter nichts machen. Duisburg hat als eine der wenigen Städte in Nordrhein-Westfalen einen Hinweis auf ihrer Webseite. Dort steht ausdrücklich: „Zum Rauchen darf die Maske nicht abgenommen werden.“ Mit dpa-Material

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