Raubtier in Not

Tier-Drama in NRW: Feuerwehr im Sondereinsatz

Die Feuerwehr in Ratingen war im Tiereinsatz.
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Die Feuerwehr in Ratingen war im Tiereinsatz.

Am Freitag (3. Januar) musste die Feuerwehr in Ratingen zu einem besonderen Einsatz ausrücken: Ein Marder steckte in der Klemme. Doch die Einsatzkräfte konnten ihm helfen.

  • Am Freitag (3. Januar) rückte die Feuerwehr Ratingen zu einem tierischen Einsatz aus.
  • Die Feuerwehrleute mussten einen Marder aus der Klemme helfen.
  • Polizei und Feuerwehr in NRW sind häufig Retter in der Not für Tiere.

Ratingen - Das neue Jahr fängt ja gut an. Nach der Flammen-Tragödie in Krefeld, bei der bei einem Feuer 30 Affen starben, und dem Brand in einer Zoohandlung in Remscheid, hatte man in NRW erstmal genug von schrecklichen Tier-Nachrichten. Doch schon ereilte die Feuerwehr in Ratingen der nächste Notruf. 

Feuerwehr in Ratingen im Tiereinsatz

Anwohner hatten den Notruf gewählt, nachdem sie festgestellt hatten, dass sich ein Marder in eine ziemlich missliche Lage gebracht hatte. Er steckte sprichwörtlich in der Klemme. Denn aus bisher unerfindlichen Gründen hatte sich das kleine Raubtier in einem Eimer mit Löchern, der als Fangkorb eines Regeneinlaufs dient, verfangen. 

Der Kopf des Marders steckte fest, sodass es für das Tier kein vor und kein zurück mehr gab. Zum Glück gibt es für solche Fälle dieFeuerwehr - denn der Marder hätte sich aller Voraussicht nach nicht mehr selbstständig befreien können. 

Tierisch gute Rettungsaktion der Feuerwehr Ratingen

Die Einsatzkräfte aus Ratingen rückten auch umgehend mit einem kleinen Einsatzwagen an, um dem Marder aus der Klemme zu helfen und das Tier-Drama schnellstmöglich zu beenden. Da der Kopf des Tieres jedoch derart feststeckte, scheiterten die ersten Befreiungsversuche ohne Hilfsmittel. Also musste die Feuerwehr zu härteren Maßnahmen greifen. 

Mit höchster Vorsicht nahmen sie sich dem Patienten an, legten ihm ein feuchtes Handtuch über und begannen den Marder mit einem Seitenschleifer und einem Sägeblatt zu befreien. Um sicherzugehen, dass es dem kleinen Raubtier nach der Rettungsaktion gut geht, wurde es nach Angaben der Feuerwehr Ratingen noch zu einem Tierarzt gebracht. Der bescheinigte den Einsatzkräften, dass der Marder wohlauf sei, und das Tier konnte unverletzt wieder in die Freiheit entlassen werden. Zum Glück ein Happy End des Tiereinsatzes der Feuerwehr in Ratingen

Video: Feuerwehr rettet 25.000 Entenküken! 

Es ist keine Seltenheit, dass Feuerwehr und Polizei  in NRW zu Einsätzen dieser Art gerufen werden. Immer wieder kommt es vor, dass Tiere sich in eine missliche Lage bringen, bei der dann die Einsatzkräfte zu Hilfe eilen müssen. 

Geschichten davon gibt es viele. In der Regel gehen sie gut aus und die Tiere können gerettet werden. Deshalb lohnt es sich auch, diese ab und an zu erzählen, denn das sind doch mal wirklich gute Nachrichten. So zum Beispiel der Fall aus Dortmund. Hier steckte ein Eichhörnchen mit seinem Kopf in einem Gullydeckel fest - die Feuerwehr konnte das süße Tier nur unter enormen Aufwand befreien. In einem anderen Fall wollte ein Polizist aus Gelsenkirchen eine Entenfamilie über die Straße helfen - und brachte sich dabei selbst in Gefahr.

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