Alle gegen Markus Söder

Ralf Moeller: Hollywood-Star nimmt Armin Laschet in Schutz

Hollywoodschauspieler Ralf Moeller teilt mächtig gegen die CDU und Markus Söder aus. Armin Laschet bekommt unerwartet Hilfe.

Dortmund/Köln – Mit Ralf Moeller (62) an seiner Seite im Wahlkampfteam hätte Armin Laschet (60, CDU) im Circus Maximus des Wahlkampfes vielleicht besser abgeschnitten. Aber der Support des Gladiators kommt zu spät, wie RUHR24* berichtet.

TV-SendungMaischberger, die Woche
GästeUnter anderem: Ralf Moeller und Armin Laschet
ThemaMarkus Söder, CDU, Wahlkampf, SPD

Ralf Moeller unterstützt Armin Laschet: Deutliche Worte in Richtung CDU und Markus Söder

Am Mittwoch (3. November) waren sowohl Ex-Kanzlerkandidat Armin Laschet als auch Schauspieler und bekennender CDU-Supporter Ralf Moeller zu Gast bei „Maischberger - Die Woche“.

Zudem waren auch noch Anna Mayr (Die Zeit), Sigmund Gottlieb (Ex-Redakteur des Bayerischen Rundfunks) und Ranga Yogeshwar (62, ARD-Wissenschaftsjournalist) zu Gast bei Sandra Maischberger (55) in der ARD (mehr News aus NRW* bei RUHR24).

Gladiator Ralf Moeller, der im April 2021 gegen die Corona-Politik der Bundesregierung* wetterte, lederte so richtig los und überraschte dabei besonders mit einer Aussage über Armin Laschet und die CDU. Denn aus seiner Sicht hätten die Christdemokraten mit dem Aachener an der Spitze weitermachen sollen.

Die CDU sei auf Dauer nicht mehr wählbar – jedoch nicht aufgrund falscher Inhalte, sondern weil man einen neuen Parteivorsitzenden suche und nicht mit Armin Laschet weitermache (mehr News über Armin Laschet* bei RUHR24).

Ralf Moeller hätte die CDU gerne weiterhin mit Armin Laschet an der Spitze gesehen

Gleich zu Beginn der Sendung wird Ralf Moeller von Sandra Maischberger nach dem Verlierer der Woche gefragt. Eindeutige Antwort: „Für mich die CDU. Weil sie keinen Charakter hat. Weil sie nicht zu ihrem Mann steht.“

Wie man mit Armin Laschet umgegangen ist, sei respektlos gewesen. Es gehe nur noch kunterbunt herum. Der eine gewisse Minister (Moeller wollte keine Namen nennen) sei sofort zur Bild-Zeitung gegangen und habe dort geredet.

Armin Laschet hat die Wahl verloren, seinen Rücktritt als Bundesvorsitzender der CDU verkündet und ist nicht mehr NRW-Ministerpräsident.

Die SPD habe einen Kandidaten gehabt, der wie ein Cyborg gewartet und nicht agiert habe. „Aber die SPD hat etwas gut gemacht. Sie hat ihren Kandidaten unterstützt“, sagt Ralf Moeller. Die CDU nicht. Und das sei auch auf der Straße zu erkennen gewesen.

„Jetzt daherzugehen und Armin als den großen Verlierer dastehen zu lassen. Das gehört sich nicht, das ist nicht gentlemanlike“, so Moeller (mehr News über Promis* bei RUHR24).

Nach Hilfe von Ralf Moeller: Armin Laschet spricht über die Wahlniederlage und Markus Söder

Nach circa zehn Minuten kam das Interview mit dem ehemaligen Ministerpräsidenten in NRW* und Kanzlerkandidaten Armin Laschet hinzu, von dem ein irres Telefonfoto im Netz* aufgetauscht ist. Der CDU-Politiker berichtete schonungslos über den verlorenen Wahlkampf. Es seien Fehler passiert, die nicht hätten passieren sollen. Beispielsweise das Lachen im Flutgebiet – das ärgere ihn bis heute.

Eindeutige Aussagen von Armin Laschet fielen beim Thema Markus Söder (54). Zunächst habe es ihm überrascht, dass der bayerische Ministerpräsident überhaupt Kanzler habe werden wollen. Ein Jahr lang, so Laschet, habe Markus Söder etwas anderes erzählt.

Nach der Entscheidung habe sich das Verhältnis zwischen dem CDU- und CSU-Politiker nichr verbessert. Im Gegenteil. Immer wieder habe Armin Laschet, dessen Nachfolger in NRW mit Hendrik Wüst(46)* schon feststeht, in München angerufen und gebeten „Markus, lass es“, oder „Markus, warum sagst du jetzt wieder das?“

Markus Söder habe daraufhin stets betont, dass er das nicht so gesagt habe. Es seien, fasst Armin Laschet bitter zusammen, immer die anderen gewesen. Und das habe dem Wahlkampf ebenfalls geschadet. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Julian Stratenschulte/dpa, Markus Schreiber/afp; Collage: RUHR24

Mehr zum Thema