Corona sei Dank

Pollenzeit in NRW: Experte aus Dortmund erklärt erfreuliches Phänomen für Allergiker

Sobald im Frühjahr die ersten Bäume blühen, fangen die Nasen vieler Allergiker an zu kribbeln. Doch in diesem Jahr könnten die Beschwerden weniger werden.

Dortmund - Das milde Wetter hat dafür gesorgt, dass die Pollen in diesem Jahr eher fliegen als sonst. Vor allem Hasel und Erle sind schon unterwegs und erschweren etlichen Allergikern den Alltag. Nasenkribbeln, gerötete Augen und Luftnot gehören zu den häufigsten Symptomen von Heuschnupfen. Doch es gibt Hoffnung für die diesjährige Pollensaison. Stichwort: Corona.

KrankenhausKlinikum Dortmund
StandorteMitte und Nord
Fachgebiete28

Pollen-Allergie und Heuschnupfen: Medizinische Masken können helfen

Die verschärfte Maskenpflicht im Einzelhandel und im öffentlichen Raum hat einen positiven Nebeneffekt auf Allergiker. Denn damit die Pollen überhaupt die typischen Allergie-Symptome auslösen können, müssen sie in Kontakt mit den Schleimhäuten kommen. Und hier setzen die medizinischen OP- und FFP2-Masken an.

Beide Maskenarten filtern kleine Partikel aus der Luft und sorgen so dafür, dass der Mensch sie erst gar nicht einatmen kann. Eigentlich ist diese Funktionsweise für Coronaviren gedacht, aber sie funktioniert genauso gut für Pollen.

Pollenflug in Dortmund: Arzt des Klinikums hält Masken für gutes Mittel gegen Heuschnupfen

„Pollen sind 10 bis 100 Mikrometer groß, FFP2-Masken filtern beispielsweise bereits 0,6 Mikrometer große Teilchen heraus“, erklärt Dr. Bernhard Schaaf, Direktor der Klinik für Pneumologie und Infektiologie am Klinikum Dortmund gegenüber den Ruhr Nachrichten (Bezahlinhalt).

Die Masken können also ein wertvolles Mittel gegen Heuschnupfen sein. Vorausgesetzt jedoch, man wendet sie richtig an. Damit die volle Schutzwirkung eintritt, muss die Maske komplett dicht sein. „Es darf kein Luftstrom an den Seiten entstehen“, erklärt Dr. Ronald Doepner, Allergologe im Dortmunder Centrum für Medizin und Gesundheit (DOC).

Medizinische Masken gegen Heuschnupfen: Nur eine Ergänzung zu sonstigen Maßnahmen gegen die Allergie

Natürlich schützen die Masken nur bis zu einem gewissen Grad vor Pollen. So können beispielsweise die Augen immer noch mit ihnen in Kontakt kommen. Deshalb sind die Masken auch eher als Ergänzung zu weiteren Maßnahmen gegen Pollen anzusehen - wie etwa dem Haarewaschen vor dem Schlafengehen oder dem Lüften in den Abendstunden.

Die Pollen-Allergie gehört heutzutage zu den häufigsten Allergien in Deutschland. Bei den meisten Menschen tritt sie schon im Kindesalter auf, kann sich aber auch erst im Erwachsenenleben entwickeln. Bei manchen Personen verschwindet die Allergie im hohen Alter komplett.

Rubriklistenbild: © RUHR24, Klinikum Dortmund; Collage: RUHR24

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