Heuschnupfen-Alarm

Pollen in NRW: Welche Regionen jetzt schon vom Allergie-Boom betroffen sind

Allergie oder Corona? Einige Regionen sind besonders von Heuschnupfen betroffen.

NRW – Richtiges Winterwetter will auch Anfang Februar in NRW und im Ruhrgebiet nicht aufkommen. Stattdessen herrschen teils frühlingshafte Temperaturen – auch der Vormonat Januar war laut Deutschem Wetterdienst zu warm. Mittlerweile sind auch bereits die ersten Pollen von Frühblühern wie Hasel und Erle unterwegs – was besonders in NRW viele Allergiker betrifft.

BundeslandNRW
LandeshauptstadtDüsseldorf
Einwohnerca. 17,9 Millionen

Frühblüher und Heuschnupfen – NRW ist besonders betroffen

Laut einem Bericht der KKH Kaufmännischen Krankenkasse sind besonders Menschen in Ballungsräumen von Heuschnupfen gebeutelt. Dazu zählt nun mal Nordrhein-Westfalen und besonders das Ruhrgebiet. Zwar sei der Anteil der Menschen mit pollenbedingtem allergischem Schnupfen nach wie vor in großstädtisch geprägten Bundesländern wie Hessen und Nordrhein-Westfalen am größten (5,7 beziehungsweise 5,6 Prozent). Doch ländlichere Gebiete ziehen überraschend kräftig nach.

Im dünn besiedelten Mecklenburg-Vorpommern sei so die Rate der Heuschnupfengeplagten in den vergangenen zehn Jahren um 19,5 Prozent gestiegen. Zum Vergleich: In NRW hingegen stieg die Rate zwischen 2010 und 2020 um 8,5 Prozent (mehr News aus NRW bei RUHR24).

NRW: Heuschnupfen und Pollenallergie – warum leiden so viele Menschen darunter?

Warum leiden immer mehr Menschen unter Heuschnupfen oder Pollenallergie? Die steigende Zahl an Heuschnupfen- und Asthma-Patienten kann unterschiedliche Ursachen haben, schreibt die KKH. Eine Erklärung – auch für den deutlichen Anstieg auf dem Land – könne der Klimawandel mit seinen zunehmend milderen Temperaturen sein, der für eine längere Pollenflugsaison sorgt. Auch im vergangenen Februar sorgte Pollenflug für Allergiealarm.

Der Blütenstaub fliegt früher und in größeren Mengen. Die Unterschiede zwischen städtischen und ländlichen Regionen weisen zudem darauf hin, dass auch Umwelt­ein­flüsse am Wohnort entscheidend sind, etwa die Luftverschmutzung. Umweltschadstoffe wie Ozon lagern sich an den Pollen an und machen sie zunehmend aggressiver, heißt es weiter.

Allergiker aufgepasst: Die Pollen fliegen schon im Februar und lösen Heuschnupfen aus.

Heuschnupfen oder Corona? Wie erkennt man den Unterschied?

Seit zwei Jahren grassiert nun auch das Coronavirus in Deutschland. Die Symptome von Covid-19 ähneln sich der einer Pollenallergie. Eine Pollenallergie äußert sich durch typische Heuschnupfensymptome wie Niesen und Augenjucken. Manche Menschen haben auch grippeähnliche Beschwerden wie Gliederschmerzen, fühlen sich außerdem matt und sind häufig gereizt, heißt es im Bericht der Krankenkasse.

Der Unterschied zu einer Corona-Erkrankung liege aber darin, dass sich eine Corona-Infektion nicht durch juckende Augen- und Nasenschleimhäute bemerkbar mache. Wer sich dennoch unsicher ist, dem rät die KKH einen Coronatest durchführen zu lassen.

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