Polizist stirbt durch Schuss eines Kollegen - Landgericht verurteilt Schützen auf Bewährung

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Der angeklagter Polizist sitzt im Landgericht neben seinem Anwalt. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Bei einem Schießtraining hat ein Polizist seinen Kollegen tödlich getroffen. Jetzt hat das Landgericht Bonn das Urteil gesprochen. Hier alle Infos:

Bei einem Schießtraining hat ein Polizist seinen Kollegen tödlich getroffen. Jetzt hat das Landgericht Bonn das Urteil gesprochen.

  • Im Dezember wurde der 23-Jährige bei einem Schießtraining getötet.
  • Das Landgericht Bonn hat den Kollegen zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

Nach dem Tod eines Polizisten in Bonn wurde der 23-Jährige Kollege zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Der Angeklagte hatte im vergangenen Dezember seinen Kollegen während eines Schießtrainings erschossen.

Die beiden Polizisten waren gegen 16.50 Uhr im Rahmen eines Schießtrainings im Polizeipräsidium Bonn auf dem Weg von einem Umkleideraum zum Schießstand. Dabei trugen sie sowohl ihre Dienstwaffen, als auch die sogenannten „Rot-Waffen“ bei sich. „Rot-Waffen“ sind funktionsunfähige, zu den Dienstwaffen baugleiche Pistolen, die von den Beamten im Einsatztraining genutzt werden.

Angeklagter Polizist spricht von einem Versehen

Der Angeklagte behauptet, er habe den Kollegen versehentlich erschossen, da sich unbeabsichtigt ein Schuss gelöst habe. Gutachter und Zeugen behaupteten im Prozess aber, dass der Angeklagte grob fahrlässig gehandelt habe. Der Staatsanwalt hatte daraufhin drei Jahre Haft gefordert.

Der Richter sprach von einem "tragischen Fall", der im Prozess nicht restlos aufgeklärt werden konnte. Der ehemalige Polizist hat sich in seinen letzten Worten bei den Eltern des Opfers entschuldigt. Mit dpa-Material