Am Mittwochmorgen

Festnahme nach Polizei-Razzia in NRW: Einsatzkräfte finden scharfe Waffen

Die Polizei in NRW hatte am Mittwochmorgen (17. November) einen großen Einsatz in vielen Städten. Auch Spezialeinheiten kamen zum Zug.

Update, Mittwoch (17. November), 16 Uhr: Duisburg – Der große Razzia-Einsatz gegen Drogenkriminalität in NRW und einigen Städten des Ruhrgebiets ist beendet. Wie die Duisburger Polizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Mitteilung erklären, wurden im Rahmen des Einsatzes am Mittwoch insgesamt sechs Haftbefehle vollstreckt.

ArtPolizei-Razzia
BundeslandNRW
DatumMittwoch, 17. November

Große Razzia in NRW und dem Ruhrgebiet: Polizei stellt scharfe Waffen sicher

Zwei weitere Verdächtige konnten vorläufig festgenommen werden. Diese wurden jedoch später wieder entlassen. Den Männern zwischen 23 und 39 Jahren werde vorgeworfen, Teil einer Tätergruppe zu sein, die im großen Stil mit Drogen gehandelt und letztere auch selbst angebaut und hergestellt zu haben.

An mehreren Orten haben die Einsatzkräfte außerdem verschiedene Beweismittel sicherstellen können. Sie sicherten unter anderem zwei scharfe Schusswaffen sowie Munition in Wuppertal und Gladbeck, Bargeld in sechsstelliger Höhe (zum Großteil in Duisburg), mehrere Kilogramm Marihuana in einer Lagerhalle in Langenfeld und weitere Substanzen zum Herstellen von Drogen in Wuppertal. Bei einer Firma in Essen stießen Polizisten außerdem auf eine im Aufbau befindliche Cannabisplantage.

In mehreren Städten in NRW hat es am Mittwoch eine große Razzia gegeben.

Die Duisburger Kripo werde das gesammelte Beweismaterial jetzt sichten und weitere Ermittlungen einleiten.

Ursprungsmeldung, Mittwoch (17. November), 8.20 Uhr: Viel Blaulicht, hunderte Polizisten und Spezialeinheiten waren in NRW am Mittwochmorgen in mehreren Städten unterwegs – auch im Ruhrgebiet.

NRW: Polizei heute mit Großeinsatz in vielen Städten – auch Sondereinheiten im Einsatz

Seit den frühen Morgenstunden (17. November) durchsuchte die Polizei 47 Objekte in ganz Nordrhein-Westfalen „im Rahmen eines aufwendigen, verdeckt geführten Verfahrens gegen die organisierte Kriminalität im Bereich des Drogen- und Waffenhandels“, so die federführende Polizei in Duisburg.

In diesen Städten war die Polizei im Einsatz:

  • Duisburg,
  • Langenfeld,
  • Dinslaken,
  • Wuppertal,
  • Ratingen,
  • Kamp-Lintfort,
  • Herne,
  • Oberhausen,
  • Gelsenkirchen,
  • Hamm
  • Essen

Unter den Objekten seien Wohnungen, Gewerbebetriebe und Lagerhallen, heißt es weiter. Die Ermittler der Kriminalpolizei Duisburg seien dabei von mehreren hundert Einsatzkräften unterstützt worden, wie zum Beispiel Spezialeinheiten, Einsatzhundertschaften und Diensthundführern.

Duisburger Kripo leitet aktuell Großeinsatz der Polizei in NRW

Der Einsatz und die Durchsuchungsmaßnahmen wurden von der Duisburger Kriminalpolizei geführt. Im dortigen Stadtteil Marxloh verschaffte sich die Polizei am frühen Mittwochmorgen laut Angaben der Bild-Zeitung sogar mit Sprengstoff Zugang zu einem Einfamilienhaus und stürmte das Haus dann mit Maschinenpistolen.

In den vergangenen Wochen war es in NRW immer wieder zu groß angelegten Razzien gekommen – etwa am Ende Oktober, als die Polizei mit Kettensägen anrückte. Unter Innenminister Herbert Reul (CDU) setzt die NRW-Polizei zuletzt immer wieder auf brachiale Methoden, drang sogar mit gepanzerten Fahrzeugen in Grundstücke ein. Reul selbst nennt sein teils martialisches Vorgehen „Politik der tausend Nadelstiche“. Wir berichten weiter.

 

Rubriklistenbild: © Boris Roessler/dpa

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