Horror-Taten

NRW: Mann soll drei Frauen vergiftet haben – Polizei holt Tote aus Grab

In Köln steht ein Mann vor Gericht, der mehrere Frauen mit einem tödlichen Gift umgebracht haben soll. Die Vorwürfe sind schwerwiegend.

Köln – Die Kölner Polizei hat am Dienstag (30. November) einen 41-jährigen Mann festgenommen, der im Verdacht steht, drei Frauen mit einem Schwermetall vergiftet zu haben. Zwei davon sind bereits tot. Die Opfer standen alle in einer Beziehung zu dem Tatverdächtigen aus Köln-Hürth. In allen Fällen soll es sich um Mord durch Thallium handeln.

Chemisches ElementThallium
Eigenschaftäußerst giftig
Elementsymbol/OrdnungszahlTI/81

NRW: Mann aus Köln soll Frauen mit Schwermetall getötet haben

Vergangene Woche hat die Polizei Köln die Ermittlungen aufgenommen, nachdem die schwangere Lebensgefährtin des Mannes wegen einer lebensbedrohlichen Vergiftung ins Krankenhaus eingeliefert worden war. Nach Angaben der Polizei ist noch unklar, ob die 36-Jährige und ihr ungeborenes Baby die Vergiftung überleben werden. Die Mutter der Frau hatte die Polizei kontaktiert.

Mann aus NRW soll mehrere Frauen vergiftet haben – Polizei ermittelt

Die Schwangere soll allerdings nicht das einzige Opfer des Tatverdächtigen sein. Auch die frühere Ehefrau des Mannes, die im Mai 2020 verstorben ist, ist Opfer einer Thalliumvergiftung. Das Schwermetall wird unter anderem in Rattengift verwendet.

Außerdem tauchten Hinweise bei der Polizei auf, dass auch die 92-jährige Großmutter der im Krankenhaus liegenden Frau vergiftet wurde. Die Staatsanwaltschaft ordnete am vergangenen Wochenende daher die Exhumierung an, also die Entnahme der Leiche aus dem Grab zwecks Obduktion.

Vergiftung in NRW: Verdächtiger aus Köln bestreitet Vorwürfe

Bei der Durchsuchung der Wohnung des Verdächtigen stellten Beamte das toxische Schwermetall sicher. Nach Angaben der Ermittler weist der Mann aus Köln die Anschuldigungen allerdings ab. Die Ermittlungen zu den Taten und den Hintergründen dauern laut Polizei NRW noch an.

Rubriklistenbild: © Peter Kneffel/dpa/Symbolbild

Mehr zum Thema