Betrug

NRW: Anruf von 0271 19222? Bloß nicht abnehmen

Wer dieser Tage angerufen wird, sollte besser ganz genau auf die Nummer schauen.

NRW – Dass man angerufen wird und die Nummer nicht kennt, kann vorkommen. Zum Beispiel, wenn man auf Wohnungssuche ist, einen Rückruf vom Arzt erwartet oder sich auf einen neuen Job beworben hat. Trotzdem sollte man bei der Anrufer-Nummer aktuell ganz genau hinschauen.

BundeslandNRW
LandeshauptstadtDüsseldorf
MinisterpräsidentHendrik Wüst (CDU)

NRW: Anruf von dieser Nummer? Auf keinen Fall rangehen oder gar zurückrufen

Bürger und Bürgerinnen in NRW bekommen dieser Tage vermehrt Anrufe von der Nummer 0271 19222. Auch die Warn-App Nina hat laut einem Bericht von 24Rhein bereits reagiert und einen Alarm für die Region Siegen rausgeschickt. Aber was bedeutet das?

Hinter der Nummer steckt die Meldenummer für qualifizierte Krankentransporte im Kreis Siegen-Wittgenstein. Wie der Kreis jedoch in einer aktuellen Pressmitteilung vom 11. Februar (Freitag) verlauten lässt, würde die Kreisleitstelle unter dieser Nummer gar keine Anrufe tätigen. Es handelt sich also vermutlich um eine Betrugsmasche. Details müssen noch ermittelt werden.

Betrug per Telefon in NRW: Masche ist nicht neu - aber was steckt aktuell dahinter?

Anrufe der Nummer 0271 19222 sollten aufgrund dieser Vermutung auf keinen Fall angenommen werden. Von einem Rückruf wird wie bei dieser Betrugsmasche ebenso abgeraten. Was hinter der Masche steckt, ist aktuell noch unklar. Fakt ist aber, dass derartige Betrügereien in NRW und anderen Bundesländern in Deutschland nicht neu sind.

Auch für die Region Montabaur in Rheinland-Pfalz, südlich von NRW, wurde kurz vorher eine solche Meldung ausgesprochen. Dazu kommen etliche Polizeidienststellen in Köln, Bonn, Düsseldorf und Duisburg, die in der Vergangenheit vor Fake-Anrufen gewarnt haben.

Senioren und Seniorinnen sind bei Betrugsmaschen übers Telefon besonders gefährdet.

Betrüger geben sich als andere Personen aus, um das Geld von Leichtgläubigen zu ergaunern

Die Betrüger geben sich in solchen Fällen als Polizeibeamte aus und informieren die Angerufenen über nie stattgefundene Tatvorgänge. So gab es beispielsweise schon den Fall, bei dem ein Freund des Angerufenen angeblich festgenommen wurde und nur auf Kaution wieder freigelassen werden darf. Die Betrüger verlangten in dem Fall eine hohe Kaution, die bis zu einem gewissen Zeitpunkt auf ein Konto überwiesen werden musste.

Möglich ist diese Art des Betrugs durch das sogenannte „Call-ID-Spoofing“. Das ermöglicht den Betrügern die Anzeige einer frei wählbaren Telefonnummer im Display des Angerufenen - zum Beispiel der Polizei. Oder wie im aktuellen Fall des Krankentransports im Kreis Siegen-Wittgenstein.

Die wahre Herkunft der Anrufe wird verschleiert. Opfer solcher Betrugsmaschen sind oft ältere Leute, teilt die Polizei NRW auf ihrer offiziellen Website mit. *24RHEIN ist wie RUHR24 Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

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