Finanzielle Hilfe

NRW lockt ausländische Pflegekräfte mit hohem Geldbetrag

Eine Pflegekraft wäscht eine Hand. Daneben Geldscheine.
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Eine Pflegekraft wäscht eine Hand.

Das Land NRW will mehr ausländische Pflegekräfte anlocken. Denen soll jetzt mit einem hohen „Willkommensgeld“ finanziell geholfen werden.

NRW – Der Fachkräftemangel in der Pflege ist schon lange Thema. Die Corona-Pandemie hat das Problem zusätzlich verstärkt. Daher will Karl-Josef Laumann (CDU), Arbeits- und Gesundheitsminister von NRW, jetzt neue ausländische Arbeitskräfte finanziell locken. Pflegekräfte, die sich in Deutschland bereits etabliert haben, profitieren vom Pflegebonus, wie merkur.de berichtet.

NRW: Willkommensgeld soll Arbeitskräften den Neuanfang erleichtern

Das „Willkommensgeld NRW“ beträgt 3000 Euro. Mit dem Betrag soll den Pflegekräften der Einstieg in ihre Arbeit in Deutschland erleichtert werden, so Karl-Josef Laumann. Bei einem beruflichen Neuanfang kommen viele Kosten auf die Pflegekräfte zu. Das Geld soll dabei helfen, diese Kosten zu bezahlen.

Unter anderem müssen die neuen Arbeitskräfte Visum und Einreiseerlaubnis bezahlen. Außerdem müssen neue Pflegekräfte zunächst eine Anpassungsqualifizierung absolvieren. Solange können sie nur als Hilfskräfte arbeiten und verdienen geringer. Das Willkommensgeld soll auch dabei helfen, den Lebensunterhalt in der Zeit zu finanzieren.

NRW: Auch Geflüchtete aus der Ukraine sollen von Geld profitieren

Mit dem Geld sollen Menschen aus Nicht-EU-Ländern unterstützt werden. Das Angebot gelte dabei auch nur für Menschen, die in ihrem Heimatland schon als Pflegekräfte gearbeitet haben, so das Ministerium. Gesundheitsminister Laumann betonte, dass sich das Angebot ausdrücklich auch an Geflüchtete aus der Ukraine richte.

„Mit dem Willkommensgeld wollen wir ihnen die Entscheidung für eine Arbeitsaufnahme in Nordrhein-Westfalen erleichtern und ihnen beim Neuanfang helfen“, sagt Laumann. Vor Erhalt des Geldes müssen die Arbeitskräfte aber einen Vertrag in einer Pflegestätte vorlegen.

Laut dem Ministerium können mit dem Willkommensgeld bis zu 2500 Personen finanziell unterstützt werden. 7,5 Millionen Euro stehen für die Hilfe zur Verfügung. Das Geld komme aus EU-Mitteln (mehr News aus NRW bei RUHR24).