Schlechtes Wetter bei Landung

Flugzeugabsturz in den Alpen: Nach Vater stirbt auch 12-jähriges Mädchen aus NRW

In Zell am See ist kurz vor Weihnachten ein Flugzeug aus NRW abgestürzt.
+
In Zell am See ist kurz vor Weihnachten ein Flugzeug aus NRW abgestürzt.

Mehrere Tage nach einem Flugzeugabsturz in Österreich ist auch ein Mädchen (12) aus NRW gestorben - zuvor war ihr Vater seinen Verletzungen erlegen.

  • Nach einem Absturz eines Kleinflugzeugs aus NRW in Österreich ist das zweite Opfer verstorben.
  • Ein Pilot aus NRW war bereits an Ort und Stelle seinen Verletzungen erlegen.
  • Die Familie wollte in den Skiurlaub.

Zell am See - Nachdem ein Pilot (66) aus Nordrhein-Westfalen auf dem Weg in den Weihnachtsurlaub nach Österreich mit seinen beiden Töchtern in einem Kleinflugzeug abgestürzt ist, ist nun auch die Tochter des inzwischen verstorbenen Piloten gestorben. 

Flugzeugabsturz in Österreich: Auch Mädchen stirbt

Das eine der zwei schwer verletzten Kinder starb an seinen schweren Verletzungen, wie das Krankenhaus am Freitag (27. Dezember) gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mitteilte. Die Zwölfjährige hatte sich mehrere Knochenbrüche und innere Verletzungen zugezogen. Die neunjährige Schwester habe mit Prellungen überlebt.

Der Vater (66) aus dem Raum Köln war bei dem Absturz am 21. Dezember ums Leben gekommen. Die Mutter war mit dem Auto gefahren und wollte ihre Familie am Wintersportort treffen.

Flugzeug startete in Bonn - Absturz in Zell am See

Das Flugzeug war am Flugplatz Bonn-Hangelar gestartet, der Pilot wollte nach Zell am See. Dort war das Wetter schlecht. Die Maschine stürzte gegen 15 Uhr im Gemeindegebiet von Bruck an der Glocknerstraße (Pinzgau) in einen bewaldeten Berghang.

Wie die österreichische Kronen-Zeitung berichtet, soll der Vater sich zuvor am Flugplatz Zell am See noch nach den Wetterbedingungen erkundigt haben. Da diese ungünstig waren, sei man am Flugplatz davon ausgegangen, dass der Deutsche den Flughafen Salzburg ansteuern würde.

Schlechtes Wetter - dann Flugzeugabsturz in Österreich

Dem Bericht zu Folge habe der Pilot dennoch versucht, den Flugplatz Zell am See anzusteuern, sei dann aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse aber durchgestartet. Der Pilot verstarb nach dem Absturz noch an Ort und Stelle.

Die Feuerwehr, die Bergrettung und das Rote Kreuz hatten zunächst Schwierigkeiten, das Wrack zu finden. "Es liegt mitten im Wald", beschrieb Rot-Kreuz-Einsatzleiter Anton Voithofer gegenüber den Salzburger Nachrichten. Zudem behinderten Schnee, Regen und dichter Nebel die Bergung der Opfer.

Anfang dieses Jahres war es in den Alpen bereits zu einem anderen Flugzeugunglück gekommen. Nach einem Zusammenstoß zwischen einem Hubschrauber und einem Kleinstflugzeug waren in den Alpen sieben Personen verunglückt. Darunter vier Deutsche. Bei einem weiteren Flugzeugabsturz bei Karlsruhe sind zwei Brüder aus dem Ruhrgebiet getötet worden. Ihre Propellermaschine war in ein Waldstück gestürzt.

Schlechte Nachrichten gibt es auch in Wesel (NRW). Ein Kleinflugzeug aus Marl (Kreis Recklinghausen) stürzte in ein Mehrfamilienhaus. Drei Menschen starben, zwei sind verletzt.  Mit dpa-Material