Trauer nach Todesmeldung

NRW-Zoo trauert um Seehund-Baby – Tod ist „großer Schock“

Ein beliebter Zoo in NRW muss den Tod eines Seehund-Babys verkraften. Für die Pfleger sei die Nachricht „ein großer Schock“.

Kleve – Der Tiergarten in Kleve trauert um ein Seehund-Baby. Wie der beliebte Zoo nahe der niederländischen Grenze am Mittwoch bekannt gab, ist „Polly“ plötzlich verstorben.

EinrichtungTiergarten Kleve
AdresseTiergartenstraße 74, 47533 Kleve
Telefon02821 26785

Tiergarten Kleve gibt Tod von Seehund-Baby „Polly“ bekannt

Das Jungtier war erst am 11. Juli 2022 geboren worden. Zunächst habe sich das Tier laut Angaben des Klever Tiergartens „prächtig“ entwickelt. Wie auch in der Natur sei „Polly“ nur sechs Wochen von der Mutter gesäugt worden (hier weitere NRW-News bei RUHR24 lesen).

Danach, so der Zoo, müssten die jungen Seehunde lernen, Fisch zu fressen. „Doch der Fisch schmeckte Polly noch nicht so gut“, heißt es in einem Facebook-Beitrag des Tiergarten Kleve. Das Tier sei daher zuletzt abseits der Besucherströme „intensiv“ von den Tierpflegern betreut worden.

Seehund mochte Fisch nicht: Todesursache im Tiergarten Kleve noch unklar

„Mit viel Geduld haben sie versucht, Polly für das Fischfressen zu begeistern“, heißt es vom Zoo über die Bemühungen der Tierpfleger, die letztlich erfolglos blieben. Am Mittwoch (21. September) verstarb der junge Seehund unerwartet, was für den Zoo „ein großer Schock“ gewesen sei.

Jetzt soll eine pathologische Untersuchung Aufschlüsse über die genaue Todesursache geben.

NRW-Zoos mussten in 2022 mehrere tote Tiere verkraften

Wenn Tiere in den NRW-Zoos sterben, trauern nicht nur Betreuer, sondern auch die Besucher. Im Sommer 2022 musste etwa der Zoo Dortmund zwei solcher Schicksalsschläge hinnehmen: Erst starb „Sandra“, die älteste Ameisenbärin der Welt, dann musste der Zoo den Tod von Nashorn-Oma „Natala“ bekannt geben.

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