Experiment von Studierenden

Zoo in NRW lässt Roboterhund ins Ameisenbären-Gehege

Im Allwetterzoo Münster gab es diese Woche einen ungewöhnlichen Neuzugang: Ein Roboterhund sorgte für Staunen bei den Zoo-Besuchern.

Münster – Ein Besuch im Zoo lässt Kinderaugen strahlen. Die Tiere, die sie bisher nur aus Büchern und Filmen kannten, lassen sich aus hautnah erleben: Giraffen, Elefanten, Eisbären und ... Roboter? Im Allwetterzoo Münster standen Besucherinnen und Besucher diese Woche vor einem Gehege mit einem „Tier“ aus Metall, Kabeln und Sensoren.

Anzahl der Tiere im Allwetterzoo Münster3.614
Eröffnet2. Mai 1974
Fläche30 Hektar
MottoTiere hautnah erleben

Neuzugang im Allwetterzoo Münster: Roboterhund „Yuki“ übernimmt Ameisenbären-Gehege

Der Neuzugang auf Zeit im Allwetterzoo Münster war der amerikanische Roboterhund „Yuki“. Während der Zoo Duisburg zwei Seekühe als neue Attraktion holt und sich der Zoo Dortmund über ihr neues Wüstenfuchs-Gehege freut, gibt es in Münster Technologie zu bestaunen.

Für den Einzug des Roboters musste der Ameisenbär Junio zwei Tage lang sein Gehege räumen. Yukis „Körper und Kopf“ sind gelb, seine vier „Beine“ schwarz. In einem Moment wippte er scheinbar spiellustig vor der Glasscheibe auf und ab, die normalerweise lebendige Tiere und Menschen voneinander trennt. Im nächsten Moment bäumte er sich bedrohlich wirkend auf.

Seine Bewegungen sind denen eines Hundes nachempfunden. Yuki ist 1,10 Meter lang und 60 Zentimeter hoch. Er lässt sich manuell oder über eine Fernsteuerung bedienen, die an eine Nintendo Switch erinnert. Außerdem können ihm Laufwege einprogrammiert werden.

Allwetterzoo Münster: FH-Studierende starten Experiment mit Roboterhund

Der neue Zoo-Bewohner ist Teil eines Experiments von Masterstudierenden der FH Münster. Die Informatik-Studierenden wollten herausfinden, wie Menschen auf Yuki reagieren. Deshalb beobachteten sie am Dienstag und Mittwoch (28. bis 29. Juni) die Interaktion zwischen dem Roboter und den Besucherinnen und Besuchern des Zoos (mehr aus NRW bei RUHR24 lesen).

Roboterhund im Allwetterzoo Münster: Yuki soll in Zukunft Menschen helfen

Haben sie Angst vor Yuki? Vertrauen sie ihm oder finden sie ihn seltsam? Die Antworten auf diese Fragen sind wichtig, denn Yuki soll sein Leben nicht im Zoo verbringen. Stattdessen soll er zukünftig Menschen helfen. In einigen Jahren könnte Yuki dann zum Beispiel Senioren oder Sehbehinderte begleiten oder bei Gefahrensituationen wie Bränden zum Einsatz kommen, um Einsatzkräfte zu unterstützen.

Yuki könnte zukünftig für eine weitere Phase des Experiments noch einmal in einem Zoo in NRW auftauchen (eine Übersicht zu den Zoos in NRW gibt es bei RUHR24), verraten die Leiter des Experiments gegenüber den Westfälischen Nachrichten.

Rubriklistenbild: © biky/Imago; Sven Eckelkamp/Imago; Collage: Sabrina Wagner/RUHR24