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NRW-Zoo trauert um Löwe – „Massino“ stirbt nach Kampf

Im Grünen Zoo Wuppertal ist ein Löwe gestorben.
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Im Grünen Zoo Wuppertal ist ein Löwe gestorben.

Der Löwe Massino aus dem Wuppertaler Zoo ist nach einer ärztlichen Behandlung gestorben.

NRW – Der Grüne Zoo Wuppertal hat mitgeteilt, dass Löwe Massino bereits am 9. Februar im Alter von 16 Jahren gestorben ist. Der afrikanische Löwenkater hatte sich im Januar 2022 eine Verletzung zugezogen, weswegen er medizinisch behandelt werden musste. Diese Behandlung habe er jedoch nicht überlebt (mehr News aus NRW bei RUHR24).

Bei einer Auseinandersetzung mit seinen Löwenbrüdern Tamo und Shawano habe sich der Löwe im Januar mehrere Bisswunden zugezogen, wie die der Zoo berichtet. Daraufhin sei er zuerst medikamentös behandelt worden, doch weder die Verabreichung über das Futter, noch per Blasrohr hätten angeschlagen. Massino sei es zunehmend schlechter gegangen, sodass er zuletzt „nicht mehr fressen konnte oder wollte“, so der Wuppertaler Zoo.

Am 9. Februar sei er zur weiteren Untersuchung in Narkose gelegt worden, doch „dabei kam es durch eine allgemeine Kreislaufschwäche zu einem Narkosezwischenfall, in dessen Folge Massino verstarb“, erklärt der Zoo.

NRW: Tod des Löwen Massino in Wuppertaler Zoo – Unerkannter Tumor

Wie aus einem Bericht des Zoos hervorgeht, wurde bei einer anschließenden pathologischen Untersuchung an Justus-Liebig-Universität Gießen eine Blutarmut bestätigt, die zu der Kreislaufschwäche führte. Zudem habe man einen Milztumor entdeckt, aufgrund dessen eine Heilung nicht mehr möglich gewesen wäre.

Durch die Übermittlung des Tierkörpers an die Universität Gießen konnte der Zoo Wuppertal zwei Großkatzen-Studien unterstützten. Ein Zahn des Löwenkaters werde zudem der Universität Wuppertal für eine Studie über Materialhärte bei Zähnen von verschiedenen Tierarten zur Verfügung gestellt. 

NRW: Löwe Massino lebte bereits seit 15 Jahren im Grünen Zoo Wuppertal

Nach seiner Geburt im Alwetter Zoo in Münster am 12. Juni 2006, war Massino mit seinen beiden Löwenbrüdern ein Jahr später in den Zoo nach Wuppertal gezogen. Massino habe eine besonders enge Verbindung zu seinem Bruder Tamo gehabt. Daher hätten die Löwenbrüder die Möglichkeit bekommen, sich nach Massinos Tod von ihm zu verabschieden.

„Er wird den Tierpflegern und Tierpflegerinnen als ein sehr umgänglicher Zoobewohner in Erinnerung bleiben, der sich mit viel Appetit stets die größte Portion Fleisch sicherte“, berichtet der Zoo.

Die Brüder des gestorbenen Löwen, Tamo und Shawano, bleiben weiter in Wuppertal. Die dortige Löwenanlage ist nach Angaben des Zoos das größte Löwengehege, das jemals in einem deutschen Zoo gebaut wurde. Insgesamt leben etwa 3570 Tiere aus rund 340 Arten in dem Zoo.