Bild: Peter Steffen

Das NRW-Justizministerium meldet Höchstzahlen der Sexualdelikte seit mindestens den letzten fünf Jahren.

  • Anzahl der Sexualdelikte in NRW steigt
  • Zehn Prozent Anstieg im Vergleich zum Vorjahr
  • Grund könnte eine Gesetzesänderung sein

Die Zahl der Ermittlungsverfahren wegen Sexualstraftaten ist in Nordrhein-Westfalen auf dem höchsten Stand seit mindestens fünf Jahren.

Im vergangenen Jahr haben die Staatsanwaltschaften mehr als 14.600 Ermittlungsverfahren wegen Taten gegen die sexuelle Selbstbestimmung eingeleitet, berichtete das NRW-Justizministerium auf Anfrage der dpa.

Schwere Sexualverbrechen nicht in den Zahlen enthalten

Das war eine Zunahme von 9,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 2600 Taten wurden angeklagt und 600 Strafbefehle verhängt. Die Zahl der Verfahren stieg damit das dritte Jahr in Folge.

Der Anstieg könnte im Zusammenhang mit einer Gesetzesänderung stehen. Denn das Sexualstrafrecht war Ende 2016 verschärft worden. Stichwort: „Nein heißt nein.“

Seither steht auch sexuelle Belästigung unter Strafe. Besonders schwere Sexualverbrechen werden gesondert ausgewiesen und sind in den Zahlen nicht enthalten. Mit dpa-Material.

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