Quartier entsteht

NRW: Stadt will mit schickem Wohngebiet Mieter fürs Ruhrgebiet begeistern

In NRW entstehen neue Wohnungen am Wasser: der „Grimberger Pier“, mitten im Ruhrgebiet. Der Startschuss für die Bauarbeiten ist bereits gefallen.

Herne – Mit Wohnungen am Wasser lässt sich Geld verdienen. Auf diese Idee ist man im Ruhrgebiet spätestens seit dem Bau des Phoenix Sees in Dortmund gekommen. Nun setzt auch Herne verstärkt den Bau von Wohnsiedlungen mit Blick auf Gewässer. So entsteht am Rhein-Herne-Kanal nun eine weitere Siedlung in maritimer Atmosphäre.

StadtHerne
OberbürgermeisterFrank Dudda (SPD)
Einwohner156.587 (Stand: Juni 2021)

Herne: „Grimberger Pier“ – neue Wohnungen entstehen am Rhein-Herne-Kanal

Das Projekt wird „Grimberger Pier“ bezeichnet – in Anlehnung an das Schloss Grimberg, was einst an der Stadtgrenze von Wanne-Eickel und Gelsenkirchen gestanden hatte. Auf der gegenüberliegenden Kanal-Seite ist vor einigen Jahren bereits eine Wohnsiedlung mit Einfamilienhäusern entstanden.

Nun sind auch die ersten Bauarbeiten für das 1,2 Hektar große Areal am nördlichen Kanal-Ufer im Herner Stadtteil Unser Fritz gestartet. Es finden derzeit Sondierungsbohrungen statt.

Am Rhein-Herne-Kanal in Herne entstehen neue Wohnungen direkt am Wasser.

Künftig sollen hier 80 Wohnungen vermietet werden. Eine ehemalige Schule, die unter Denkmalschutz steht, soll zudem so umgebaut werden, dass dort künftig zwölf Wohnateliers, eine Kita und eine Tagespflege Platz finden.

Herne: Wohnen am Wasser – Wohnungen zur Miete entstehen am Rhein-Herne-Kanal

Die Skiba-Gruppe aus Herne will laut Informationen der WAZ rund 20 Millionen Euro in den Standort im Stadtbezirk Wanne-Eickel investieren. Doch bevor die Wohnungen – viele davon mit Blick aufs Wasser – entstehen, soll die denkmalgeschützte Dannekampschule saniert werden. Bis Ende 2023, so der Plan, sollen dort die ersten Mieter in die Wohnateliers einziehen. Vor allem Menschen aus kreativen Berufen sind die Zielgruppe. Das passt gut zur benachbarten „Künstlerzeche Unser Fritz 2/3“, ein Atelier- und Ausstellungshaus.

Bis die neuen Wohnungen rund um die alte Schule stehen, werden dagegen noch einige Jahre vergehen. Erst 2023/2024 sollen die ersten Bagger rollen, wie Hernes Planungsdezernent Achim Wixforth der WAZ sagte. Die Bauzeit soll laut Investor Skiba 15 bis 18 Monate betragen.

Herne: Investor will mit Wohnungen am Wasser am Rhein-Herne-Kanal „neugierig aufs Ruhrgebiet machen“

Auch die Preise für die Miete scheinen schon grob festzustehen. Laut Angaben der WAZ unter Berufung auf den Investor Skiba sollen rund zwei Drittel der Wohnungen „nicht unter 11 Euro“ pro Quadratmeter kosten. Ein Drittel soll dagegen öffentlich gefördert – und damit nicht ganz so kostspielig sein.

Der Rhein-Herne-Kanal ist auch für viele Fahrradfahrer ein beliebtes Ausflugsziel.

Mit dem Projekt am Rhein-Herne-Kanal wolle der Investor ein „besonderes Projekt für Herne schaffen und damit gleichzeitig neugierig aufs Ruhrgebiet machen.“ Ein paar Kilometer weiter westlich, in Gelsenkirchen, scheint dies bereits gelungen zu sein. Die „Stölting Marina“ im Stadtteil Bismarck ist nicht nur ein beliebtes Wohngebiet, sondern auch ein Ausflugsziel für Radler und Schiffer aus dem ganzen Ruhrgebiet.

Rubriklistenbild: © Skiba Immobilienmanagement

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