Besserung am Mittwoch

Unwetter in NRW: DWD gibt nach Sturm „Antonia“ keine Entwarnung

Nach „Zeynep“ ist Sturm „Antonia“ über NRW hinweggefegt. Besserung ist am Mittwoch in Sicht.

Abschlussmeldung, Montag (21. Februar), 10.45 Uhr: Es bleibt noch bis Dienstag stürmisch. Am Montag wird demnach besonders mittags mit schweren Sturmböen gerechnet, im Bergland sogar mit orkanartigen Böen. Am Mittwoch hingegen soll das Wetter besser werden, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Es wird wechselnd bewölkt, teils sogar heiter bei 9 bis 13 Grad. Der Wind weht nur noch schwach bis mäßig.

Update, Montag (21. Februar), 6.30 Uhr: Der Sturm „Antonia“ sorgte in NRW auch in der Nacht auf Montag für Schäden und Turbulenzen. In Herdecke südlich von Dortmund flog das Dach eines Mehrfamilienhauses davon und landete auf einem anderen Dach, das dabei massiv beschädigt wurde.

BehördeDeutscher Wetterdienst (DWD)
HauptsitzOffenbach am Main
DachorganisationBundesministerium für Digitales und Verkehr

Sturm Antonia in NRW: Weniger Schäden als befürchtet nach Unwetter

Laut der Feuerwehr in Herdecke (NRW) wurde zum Glück niemand verletzt. Die Bewohner seien nicht zu Hause gewesen, so die Einsatzkräfte. „Antonia“ brachte NRW-weit weiterhin zahlreiche Bäume zu Fall, sodass Autodächer beschädigt, weitere Hausdächer abgedeckt und Oberleitungen zerstört wurden. Der Bahnverkehr wird daher auch am Montag noch beeinträchtigt sein.

Feuerwehr-Einsatz in Herdecke wegen dem Sturmtief „Antonia“.

Insgesamt habe das Sturmtief in NRW jedoch deutlich weniger Schäden angerichtet als befürchtet, so die DPA. Doch eine Entwarnung gibt es im Hinblick auf die Wetterlage noch nicht. Der DWD warnt weiterhin vor dem „Auftreten von Sturmböen“. Am Montag bleibt es also weiterhin stürmisch und ungemütlich – erst gegen 20 Uhr soll es sich laut den Meteorologen wettertechnisch langsam entspannen.

Update, Sonntag (20. Februar), 19.20 Uhr: NRW – Wegen des Sturms „Antonia“ stellt die Deutsche Bahn den Zugverkehr in Nordrhein-Westfalen ab 20 bis 22 Uhr nach und nach ein. Das teilte das Unternehmen jetzt auf Twitter mit. Mit Einschränkungen durch das Unwetter rechnet die Bahn bis mindestens Montagnachmittag. Alle Infos für Zugreisende hier.

Unwetter in NRW: Wetter-Experten warnen vor Sturm „Antonia“ und Dauerregen

Update, Sonntag (20. Februar), 11.40 Uhr: Auf „Ylenia“ und „Zeynep“ folgt jetzt Sturm „Antonia“. Vor allem am Sonntagabend und in der Nacht zum Montag kann es in Nordrhein-Westfalen teilweise zu Orkanböen kommen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilt.

Für weite Teile in NRW hat der DWD bereits eine Wetter-Warnung ausgesprochen vor Sturmtief „Antonia“ ausgesprochen. Davon unter anderem betroffen: Bochum, Duisburg, Hamm, Essen, Dortmund, Herne und Gelsenkirchen.

Die Wetter-Experten schreiben: „In der Nacht zum Montag sind mit Durchzug einer Kaltfront kurzzeitig orkanartige Böen oder Orkanböen zwischen 110 km/h (Bft11) und 120 km/h (Bft 12) vor allem in Verbindung mit kräftigen Schauern oder lokalen Gewittern wahrscheinlich.“

Wetter in NRW: Experten warnen vor nächstem Sturm und Dauerregen im Westen

Update, Samstag (19. Februar), 19.20 Uhr: Nach einer stürmischen Nacht in NRW warnen Experten nun vor weiteren Sturmböen im Westen. Ganz so schlimm, wie am Freitag, soll es jedoch nicht werden. Dafür droht eine andere Gefahr.

Ab Samstagabend soll der Wind in NRW jedoch wieder merklich auffrischen, meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD). Die Experten warnen vor Sturmböen mit bis zu 70 Kilometern in der Stunde. Zum Vergleich: Sturm „Zeynep“ war in der Nacht mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 km/h über das Land gefegt.

Die Wetter-Warnung der Stufe 2 für Ruhrgebiet und Rheinland gilt aktuell für diesen Zeitraum:

  • Start: Samstag (19. Februar), 20 Uhr
  • Ende: Sonntag (20. Februar), 4 Uhr

Auf Twitter warnt der Wetterdienst auch vor viel Regen in Deutschland: „Vor allem im Westen und Nordwesten muss mit Dauerregen gerechnet werden.“ Starke Regenfälle hatten im Sommer 2021 zum Hochwasser in NRW geführt.

Sturm sorgt für Schäden und Verletzte in NRW: Dächer abgedeckt, Mann verletzt

Update, Samstag (19. Februar), 14.40 Uhr: Mittlerweile sind weitere Schäden sichtbar geworden, die Sturm „Zeynep“ in NRW hinterlassen hat. Unter anderem wurden Dächer abgedeckt, im Ruhrgebiet traf ein Ast einen Mann am Kopf.

In Gelsenkirchen ist während des Sturms ein Mann von einem herabstürzenden Ast am Kopfe getroffen worden. „Glücklicherweise erlitt er aber nur eine Platzwunde, die im Krankenhaus versorgt werden musste“, berichten die Rettungskräfte im Ruhrgebiet.

In Iserlohn gab es einen spektakulären Einsatz der Feuerwehr: Dort wirbelte der Sturm ein ganzes Carportdach durch die Luft. Es blieb anschließend auf einem Wohnhaus liegen und musste von den Rettern zunächst notdürftig gesichert werden.

In Iserlohn wurde das Dach eines Carports auf ein Haus geweht.

In Goch an der Grenze zu den Niederlanden deckte „Zeynep“ Teile des Dachs eines Reihenhauses ab. Weil die Abdeckung auf rund 35 Metern umgeklappt war, überlegte die Feuerwehr zunächst sogar, das Gebäude zu räumen.

Sturm „Zeynep“ hat in NRW Dächer abgedeckt.

Unwetter in NRW: DWD hebt Warnung auf – weitere Böen am Abend erwartet

Update, Samstag (19. Februar), 11 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat die Unwetterwarnungen für NRW aufgehoben, warnt aber weiterhin vor Wind- und Sturmböen. Im Tagesverlauf soll der Wind weiter abnehmen, berichtete der DWD am Samstagmorgen. Für den frühen Abend erwarten die Experten nur noch im Bergland starke Böen der Windstärke sieben.

Später am Abend soll der Wind allerdings von Westen her erneut auffrischen. Dann seien auch wieder stürmische Böen, im höheren Bergland Sturmböen möglich, hieß es. Für Sonntag (20. Februar) sagen die Meteorologen frischen Südwestwind mit starken bis stürmischen Böen voraus, im Bergland auch mit Sturmböen.

Sturm „Zeynep“ hält Feuerwehr in NRW in Atem: Stromausfälle und viel Schäden

Der Sturm hat in Nordrhein-Westfalen in der Nacht zum Samstag die Einsatzkräfte in Atem gehalten. Neben entwurzelten Bäumen mussten sich die Helfer auch um Gebäudedächer kümmern, die vom Sturm weggerissen wurden. Eine Bilanz der Sturmnacht mochte die Landesleitstelle der Polizei am Samstagmorgen gegenüber der DPA noch nicht ziehen.

Ein Sprecher sagte jedoch, dass gemessen am Funkaufkommen die Lage relativ ruhig gewesen sei, „dafür, dass der Sturm so stark gewütet hat“. In einigen Kommunen kam es zu Stromausfällen, nachdem Leitungen beschädigt worden waren.

In Essen im Südviertel riss der Sturm große Teile einer Dacheindeckung mit sich und beschädigte einige PKW.
In Bochum gab es 178 Einsätze durch das Orkantief „Zeynep“. Verletzte durch den Sturm gab es keine.
Sturmtief „Zeynep“ wirbelte auch das Stadtgebiet Dinslaken ordentlich auf.
In Mettmann stürzte ein ca. 20 Meter hoher Baum auf einen VW. Die vier Personen konnten den Pkw unverletzt verlassen.

Sturm „Zeynep“ in NRW: Zwei Autofahrer sind tödlich verunglückt

Update, Samstag (19. Februar), 9.44 Uhr: Inzwischen ist mehr über die zwei tödlichen Unfälle, die sich während des Sturms ereignet haben, bekannt. Anders als zuvor berichtet, wurde der Autofahrer auf der B54 bei Altenberge nicht von einem umstürzenden Baum getroffen.

Der Fahrer prallte mit seinem Wagen gegen einen quer auf der Fahrbahn liegenden Baum, der während des Sturms umgestürzt war, wie ein Polizeisprecher am Abend mitteilte. Der 56-jährige Fahrer wurde im Auto eingeklemmt und reagierte laut DPA nicht auf Ansprachen. Er starb demnach noch am Unfallort.

Etwa zur selben Zeit war ein Mann mit seinem Wagen in Saerbeck unterwegs, als das Fahrzeug sich nach Angaben der Polizei überschlug. Der 33-Jährige sei am Unfallort gestorben. Die Ursache des Unfalls war zunächst unklar, vermutlich sei das Auto von einer Windböe erfasst worden, sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Abend.

Sturm „Zeynep“ fordert zwei Menschenleben in NRW

Update, Freitag (18. Februar), 22.51 Uhr: Nun forderte der Sturm auch in NRW zwei Menschenleben. Laut WDR sind im Kreis Steinfurt gegen 21 Uhr zwei Autofahrer ums Leben gekommen. Auf der B54 bei Altenberge stürzte demnach ein Baum auf ein Auto. In Saerbeck soll ein Auto von einer Windböe erfasst worden sein und überschlug sich.

Update, Freitag (18. Februar), 22.23 Uhr: Innerhalb von sieben Stunden zählen die Polizei und Feuerwehr Dortmund 230 wetterbedingte Einsätze. Bei den meisten Vorfällen handelt es sich um Sägeeinsätze, bei denen Bäume beseitigt werden mussten, die durch den starken Wind umgefallen sind. Eine Person wurde von einem umstürzendem Baum leicht verletzt, wie die Polizei berichtet. Sie wurde zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus transportiert.

Sturm „Zeynep“: Deutscher Wetterdienst gibt Entwarnung – aber nicht lange

Update, Freitag (18. Februar), 21.21 Uhr: Jetzt warnt der DWD also weiterhin vor orkanartigen Böen. Die amtliche Wetterwarnung des Wetterdienstes hält nach aktuellem Stand bis Mitternacht an. Der Dienst warnt: „Schließen Sie alle Fenster und Türen! Sichern Sie Gegenstände im Freien! Halten Sie insbesondere Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen. Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien!“

Update, Freitag (18. Februar), 20.11 Uhr: Inzwischen hat der Deutsche Wetterdienst Entwarnung gegeben. Zumindest mit orkanartigen Böen müsse in weiten Teilen von NRW nicht mehr gerechnet werden. Das ist allerdings kein Grund, um jetzt einen späten Spaziergang durch den Wald einzulegen. Denn die Warnung vor schweren Sturmböen besteht weiterhin in NRW – und das gilt noch die ganze Nacht bis in den frühen Samstagmorgen hinein. Auch bei Sturmböen besteht die Gefahr von umherfliegenden Gegenständen, abbrechenden Ästen oder umstürzenden Bäumen.

Rubriklistenbild: © Caroline Seidel/dpa

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