Zum Monatswechsel

Wetter in NRW: Meteorologen ziehen historisches Fazit für den März

Der Monat März geht in die NRW-Geschichte in. Die Meteorologe ziehen ein historisches Wetter-Fazit.

Essen (DPA) – Der Monat März geht in NRW in die Geschichte ein. Mit rund 245 Stunden Sonnenscheindauer war der zu Ende gehende März in Nordrhein-Westfalen der sonnigste seit Messbeginn im Jahr 1951. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Mittwoch mitteilte, war das Land an Rhein und Ruhr gemessen am Sonnenschein Spitzenreiter aller 16 Bundesländer.

NRW: Wetter im März war sonniger denn je – Temperaturen rekordverdächtig

Damit habe der März 2022 in NRW den bisherigen Rekordhalter von 2011 mit abgerundet 190 Sonnenstunden sehr deutlich überholt. Die Sonne schien fast 2,4 Mal so lang wie in der international gültigen Referenzperiode 1961-1990, in der NRW auf durchschnittlich 103 Stunden Sonnenschein kam.

Auch die Temperaturen waren rekordverdächtig. Die durchschnittliche Temperatur betrug laut DWD im ersten Frühlingsmonat in NRW 6,6 Grad und lag damit um 2,1 Grad höher als der Mittelwert der Referenzperiode (4,5 Grad). NRW war im März nach dem Saarland das zweitwärmste Bundesland.

Die Niederschlagsausbeute fiel dagegen sehr niedrig aus und betrug nur knapp 10 Liter pro Quadratmeter (Referenzwert: 71 Liter pro Quadratmeter). In einigen Gebieten stieg sogar die Waldbrandgefahr.

Die Sonne schien im März deutlich über den Durchschnitt.

„Der März 2022 war mit sehr deutlichem Abstand zum bisherigen Spitzenreiter aus dem Jahr 1953 der sonnenscheinreichste seit Aufzeichnungsbeginn 1951 und übertraf damit sogar den vieljährigen Mittelwert für den Juli“, bilanzierte DWD-Sprecher Andreas Friedrich für das Wetter in ganz Deutschland.

Und die Aussichten auf den folgenden April? Sehen nicht ganz so rosig aus. Wetter-Experten sehen einen drohenden Kälte-Einbruch kommen. Gut möglich also, dass der Frühling erst einmal eine Pause macht.

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