So brutal war die Freibad-Saison: Land NRW veröffentlicht traurige Statistik

Freibadsaison 2019. Foto: dpa
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Freibadsaison 2019. Foto: dpa

659 Vorfälle gab es dieses Jahr in den Freibädern in NRW. Das zeigt eine Kriminalstatistik des Innenministeriums. Die AfD wollte es dabei ganz genau wissen.

Security im Freibad? Was zunächst nach einem schlechten Scherz klingt, wurde diesen Sommer Realität. Grund dafür war die zunehmende Aggressivität der Badegäste in NRW. Jetzt hat das Innenministerium Zahlen zu den Vorfällen veröffentlicht.

  • Diesen Sommer gab es laut einer Statistik 659 Straftaten in den Freibädern in NRW.
  • Diebstahl war der häufigste Grund für eine Anzeige im Schwimmbad.
  • Die Zahlen teilte das Innenministerium NRW am Mittwoch (2. Oktober) auf Anfrage der AfD mit.

NRW: Innenministerium veröffentlicht Statistik über Vorfälle in Freibädern

Ein Blick aus dem Fenster lässt klar erkennen: Der Herbst ist da. Also Schluss mit der Freibad-Saison. Bereits seit Ende August haben die meisten Schwimmbäder in NRW deshalb auch schon geschlossen. In mancherlei Hinsicht ist das vielleicht auch gar nicht so schlecht.

Denn die Rekord-Hitze in diesen Sommer ist scheinbar so manchem Schwimmbad-Besucher zu Kopf gestiegen. Die Meldungen über Prügeleien in den Freibädern in NRW häuften sich. Nun hat das Innenministerium am Mittwoch (2. Oktober) eine Statistik zu den Straftaten in den Schwimmbädern veröffentlicht.

Tatort Freibad: Diebstahl der häufigste Grund für die Vorfälle in NRW

Ab ins kühle Nass? - Von wegen. Diebstahl, Prügelei oder Sachbeschädigung. Schaut man sich die Statistik des Innenministeriums genauer an, scheinen diese Vorfälle diesen Sommer viel eher der Grund für einen Besuch im Freibad gewesen zu sein.

Bis zum 31. August gingen in ganz NRW insgesamt 659 Meldungen über Straftaten bei der jeweils zuständigen Polizei ein. Davon handelte es sich in 160 Fällen um einfachen Diebstahl. Zusätzlich wurden 122 Fährräder geklaut.

Zahlen des NRW-Innenministeriums: Exhibitionismus und Drogen im Freibad

Rund 70 Mal musste die Polizei wegen Körperverletzung in die Freibäder in NRW ausrücken, 58 Mal wegen Hausfriedensbruch und 37 Mal wegen Vandalismus und Sachbeschädigung.

Außerdem waren in knapp 15 Fällen in NRW Drogen im Spiel. Auch sind der Polizei insgesamt vier Meldungen über exhibitionistische Handlungen bekannt sowie sieben Vorfälle mit sexueller Belästigung im Freibad.

Auch Dortmund ist hinsichtlich der Straftaten in Freibädern kein unbeschriebenes Blatt: Die Stimmung der Badegäste soll diesen Sommer so aufgeladen gewesen sein, dass die Sportwelt Dortmund sich dazu entschloss, Security-Personal in mehreren Schwimmbädern einzusetzen.

Grund für die Statistik des NRW-Ministerium ist eine Anfrage der AfD

Von den insgesamt 659 kriminellen Ereignissen in den Freibädern in NRW konnten in 379 Fällen die Täter ermittelt werden. Davon haben rund 290 die deutsche Staatsangehörigkeit, das sind knapp 70 Prozent. Das ist wichtig, weil die Frage der Nationalität der Täter Bestandteil der Anfrage der AfD war.

Die Fraktion wollte gerne die Namen der Tatverdächtigen mit deutscher Staatsbürgerschaft wissen. Aus den daraufhin veröffentlichten Zahlen geht hervor: Von Maximilian über Tim zu Mehmet und Vanessa ist alles dabei.

Die Polizei Dortmund ermittelt aktuell in einem Fall eines Exhibitionisten, der sich in der Nähe einer Grundschule im Stadtteil Lütgendortmund aufgehalten hat. Die Schulleiterin der Grundschule hat zudem Eltern über die gruseligen Vorfälle informiert.