„Grausame Tat“

Messerattacke in Zug in NRW: Staatsanwaltschaft äußert sich zum Tathintergrund

Polizisten und Rettungskräfte stehen vor dem Regionalexpress
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Polizisten und Rettungskräfte stehen vor dem Regionalexpress.

Ein Mann hat am Freitag in einer Bahn bei Düsseldorf fünf Menschen mit einem Messer verletzt. Der Polizei ist er bereits bekannt.

Update: Samstag (14. Mai), 16 Uhr: Herzogenrath (DPA) – Der 31 Jahre alte Mann, der am Freitagmorgen (13. Mai) in einem Regionalzug in Herzogenrath bei Aachen plötzlich auf mehrere Mitreisende eingestochen hat, wird vorläufig in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.

Es gebe keine Hinweise auf einen Terrorhintergrund oder eine religiöse Radikalisierung des Verdächtigen, betonte die Staatsanwaltschaft am Samstag (14. Mai). Vielmehr sei als Ursache nach jetzigem Erkenntnisstand mit großer Wahrscheinlichkeit ein psychotisches Erleben des Beschuldigten anzunehmen.

In einem Zug bei Aachen hat ein Mann wahllos auf Menschen eingestochen.

Messer-Attacke in NRW: Angreifer verletzt fünf Menschen mit Messer

Erstmeldung: Freitag (13. Mai), 15.20 Uhr: Horrorszenen in einer Regionalbahn in NRW: Plötzlich sticht ein Mann wahllos auf Mitreisende ein und verletzt fünf Menschen. Der Angreifer war den Behörden schon früher als „islamistischer Prüffall“ aufgefallen.

Nach der Messerattacke in einer Regionalbahn bei Aachen prüfen die Ermittler einen islamistischen Hintergrund. Das teilte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Freitag mit. Bei dem Täter handele es sich um einen 31-jährigen Mann, der im Irak geboren wurde, seine Staatsangehörigkeit sei noch unklar.

Bei der Attacke am Freitagmorgen habe der Mann fünf Menschen verletzt, Lebensgefahr habe nicht bestanden. Auch der Täter sei verletzt worden.

Messer-Angriff in NRW: Täter könnte laut Innenminister Reul ein Islamist sein

Der Mann habe in einer Regionalbahn bei Herzogenrath am Freitagmorgen plötzlich „wahllos und willkürlich“ auf Passagiere eingestochen, schilderte Reul. Es handele sich um „eine grausame Tat, die in einem Akt enormen Mutes gestoppt werden konnte“.

Einem 60 Jahre alten Bundespolizisten, der sich zufällig im Zug befand, sei es mithilfe zweier weitere Passagiere gelungen, den Angreifer zu überwältigen. In der Bahn hätten sich etwa 270 Fahrgäste befunden.

Der Täter sei bei den Behörden 2017 als sogenannter Prüffall Islamismus aufgelaufen, sagte Reul. Der Mann habe damals in einem Flüchtlingsheim gelebt und sich stark verändert, sodass das Heim dann die Behörden informiert habe. Es gelte nun zu ermitteln, ob es wirklich ein islamistisches Motiv für die aktuelle Tat gegeben habe.

Zuletzt hatte ein Mann in Dortmund jemand anderes mit einem Messer verletzt. Die Polizei sucht nun nach einem „Punker“.