Köln zieht nach 

Rassismus? Verkehrsbetriebe streichen jetzt Begriff „Schwarzfahren“ - Experten irritiert 

Bahn Köln
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Bei den Kölner Verkehrsbetrieben wird der Begriff „Schwarzfahren“ gestrichen.

Köln hat sich nun dazu entschieden in den Verkehrsbetrieben der Stadt künftig auf das Wort „Schwarzfahren“ zu verzichten. Die KVB begründet dies mit der jüngsten Debatte um den Ausdruck. 

Den Anfang machte Berlin aus Angst vor Rassismus-Vorwürfen. Es folgten München, Hannover und zuletzt Köln. Sprecher der Verkehrsbetriebe Köln teilten mit, man wolle, wo es möglich sei, die Formulierung anpassen. Damit folgt die Stadt in NRW den dem hannoverschen Verkehrsbetriebe Üstra. Die hatten ebenfalls angekündigt, die Formulierung auszutauschen. In Hannover wie in Köln soll es nun „Personen ohne gültigen Fahrschein“ heißen.

Ist  der Ausruck „Schwarzfahren“ rassistisch? 

Eric Fuß, Sprachwissenschaftler an der Ruhr-Universität Bochum teilte der Münchner Abendzeitung mit, dass das Wort „Schwarzfahren“ an das jiddische Wort „shvarts“ angelehnt sei. Dies bedeute so viel wie „Armut“. Insgesamt zeigen sich Sprachwissenschaftler verwundert über die Debatte, da es nie einen Bezug zu dunkelhäutigen Menschen gab.