Auto völlig zerstört

A1 in NRW: Unfall mit Tempo 230 – Fahrer überrascht Polizisten

Ein SUV-Fahrer hat auf der A1 bei Münster einen schweren Unfall gebaut.
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Ein SUV-Fahrer hat auf der A1 bei Münster einen schweren Unfall gebaut.

Ein Mann hat auf der A1 bei Münster am Dienstag (4. Mai) bei hohem Tempo einen schweren Unfall gebaut. Anschließend überraschte er die Polizisten.

Münster – Die Motorhaube des SUV ist völlig zerfetzt, die Windschutzscheibe geborsten: Ein Mann (55) aus Bramsche hat am Dienstag auf der A1 bei Münster (NRW) einen schweren Unfall gebaut. Kurz darauf war den Beamten auch klar, warum.

AutobahnA1
Unfall beiGreven (NRW)

Unfall auf A1 mit Tempo 230: Betrunkener Fahrer pustet bei der Polizei 1,72 Promille

Der Autofahrer war demnach gegen 19.30 auf der A1 bei Greven in Richtung Bremen unterwegs. Der Polizei sagte der 55-Jährige, dass er mit rund 230 Kilometern pro Stunde unterwegs gewesen sei. Dann sei er unvermittelt auf das Heck eines Sattelzugs aufgefahren.

Bei der Befragung des Mannes rochen die Polizisten aus Münster bereits eine Alkoholfahne. Bei einem freiwilligen Test pustete der Mann dann 1,72 Promille. Bereits bei 1,0 Promille ist die Reaktionsfähigkeit normalerweise erheblich gestört. Bei etwa 2,0 Promille drohen Verwirrtheit und starke Gleichgewichtsstörungen.

NRW: Unfall auf der A1 – Fahrer bleibt unverletzt, muss aber mit Strafanzeige rechnen

Der Fahrer wurde bei dem Unfall auf der A1 offenbar nicht verletzt. Er musste die Polizisten anschließend auf die Wache begleiten, wo ihm eine Blutprobe entnommen wurde. Sein Führerschein wurde sichergestellt, ihn erwartet nun ein Strafverfahren.

Der SUV des Mannes wurde bei dem Unfall so stark beschädigt, dass er abgeschleppt werden musste. Die Beamten schätzen den Schaden auf rund 45.000 Euro.

Unfall auf A1: Promille-Grenze liegt bei 1,1 – Freiheitsstrafe möglich

Wer infolge von Alkoholgenuss den Straßenverkehr gefährdet, begeht laut Kraftfahrtbundesamt bereits eine Straftat. Die Grenze für absolute Fahrunsicherheit bei Autofahrern liegt nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs von 1990 bei derzeit 1,1 Promille. Bei Fahrradfahrern liegt diese Grenze derzeit bei 1,6 Promille.

Kommt es zu einem Unfall, droht dem betrunkenen Fahrer eine Geld- oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren. Zudem gibt es drei Punkte in Flensburg und der Führerschein wird für mindestens 6 Monate bis zu 5 Jahren oder sogar dauerhaft eingezogen. Erst kürzlich wurden zudem die Strafen für zu schnelles Fahren und Posing im Bußgeldkatalog 2021 angepasst.

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