Weltwassertag 2020

Endlich Regen: Grundwasser in NRW erholt sich - doch ein Problem bleibt

Regen statt Trockenheit: In NRW erholt sich das Grundwasser langsam.
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Regen statt Trockenheit: In NRW erholt sich das Grundwasser langsam.

Der Sommer 2019 war viel zu trocken. Durch den Regen der vergangenen Wochen steigt das Grundwasser in NRW nun wieder. Doch ein Problem bleibt.

  • Nach den Hitze-Sommern 2018 und 2019 ist es im Ruhrgebiet noch immer zu trocken.
  • Doch durch den vielen Regen in NRW erholt sich das Grundwasser langsam.
  • Für manche Lebewesen kam der Niederschlag allerdings zu spät.

Dortmund/NRW - Auch wenn er teilweise auf das Gemüt schlägt: Der viele Regen, der in den vergangenen Wochen vom Himmel überNordrhein-Westfalen gefallen ist, tut der Natur gut. Das berichtet das NRW-Umweltministerium zum Weltwassertag am Sonntag (22. März). Die zentrale Botschaft: Die Grundwasserbestände erholen sich.

Grundwasser in NRW: Trockene Sommer sorgen für Probleme

Denn in den vergangenen Jahren hatte das Grundwasser ordentlich gelitten. Sowohl der Sommer 2018 als auch der im Jahr 2019 waren viel zu trocken und wärmer als normal. Insgesamt gilt das für das gesamte vergangene Jahrzehnt. Dadurch war der Boden ausgetrocknet.

Das wiederum wirkte sich auf das Grundwasser aus: Laut Umweltministerium sanken die Grundwasserpegel durch die Trockenheit und waren über lange Perioden viel zu niedrig. Doch nun kann vorsichtig Entwarnung gegeben werden - dem Regen sei Dank.

Viel Regen in NRW - nach wie vor Defizit beim Grundwasser

Denn der ist in den vergangenen Wochen reichlich gefallen. Allein im Februar 2020 hat es etwa zweieinhalbmal so viel geregnet wie sonst. Im März fiel bereits in der ersten Monatshälfte so viel Regen wie sonst im gesamten Monat.

Dadurch ist der Boden sehr feucht und das Wasser dringt langsam in tiefere Schichten und damit ins Grundwasser vor. Das steigt wieder - komplett ausgeglichen ist das Defizit der vergangenen Jahre aber noch nicht. Nach wie vor fehlen rund 150 Liter Regen pro Quadratmeter. 

Regen füllt Talsperren in NRW wieder auf

Auch die Talsperren - unter anderem an der Ruhr - die die Menschen im Ruhrgebiet teilweise mit Trinkwasser versorgen, sind durch den vielen wieder gut gefüllt. Probleme gibt es dagegen nach wie vor an vielen kleinen Gewässern. Diese waren in den heißen und trockenen Sommern vielerorts komplett ausgetrocknet. Viele Tiere starben.

Dennoch wertet man die aktuellen Entwicklungen im Umweltministerium positiv. "Die Bodenfeuchte und der Grundwasserspiegel haben sich vielerorts durch die jüngsten Niederschläge wieder gut erholt, Talsperren sind wieder gut gefüllt", sagte Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) laut einer Mitteilung.

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