Ermittlungen laufen

Bluttat bei Tönnies in NRW: Mitarbeiter ersticht Kollegen – Polizei nimmt Mann fest

Am Logo eines Werksgebäudes des Fleischbetriebes Tönnies spiegelt sich die Morgensonne.
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Auf dem Werksgelände von Tönnies in Rheda-Wiedenbrück kam es am Freitag zu einer Bluttat. (Archivbild)

In Rheda-Wiedenbrück in NRW kam es heute Morgen zu einem schrecklichen Vorfall. Ein Mitarbeiter von Tönnies soll einen anderen angegriffen haben.

Update, Freitag (12. März), 16.08 Uhr: Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilen, soll sich der Vorfall im Schlachtbetrieb gegen 7 Uhr abgespielt haben. Im Zuge eines Streits soll ein 34-jähriger Mann einen 35-Jährigen mit einem scharfen Gegenstand schwer verletzt haben. Der Mann verstarb schließlich im Krankenhaus.

Der dringend tatverdächtige Mann wurde festgenommen. Eine Obduktion des verstorbenen Mannes findet im Laufe des Tages statt.

Erstmeldung, Freitag (12. März), 14.21 Uhr: NRW - Heute Morgen (12. März) soll es auf einem Werksgeländer der Firma Tönnies zu einem gewaltsamen Vorfall gekommen sein. Ein Mitarbeiter soll einen Arbeitskollegen lebensgefährlich verletzt haben. Zuerst berichtete Bild darüber.

UnternehmenTönnies Holding
HaupsitzRheda-Wiedenbrück
Gründung1971

NRW: Tönnies-Mitarbeiter geht auf Kollegen los und sticht auf ihn ein

Der Notruf soll gegen 7 Uhr bei der Polizei eingegangen sein. Betroffen ist die Produktionsstätte „In der Mark“ von Tönnies in Rheda-Wiedenbrück. Genaue Umstände des Vorfalls sind noch nicht bekannt. Der 33-jährige Mann, der mutmaßlich von einem 20-Jährigen angegriffen wurde, erlag aber kurz darauf im Krankenhaus seinen Verletzungen.

„Am Vormittag ist es zu einem Vorfall zwischen zwei Mitarbeitern in der Produktion gekommen, bei dem ein Mitarbeiter einen anderen mit einem Messer attackierte“, so André Vielstädte, Geschäftsführer des Unternehmens, gegenüber Bild. „Diese entsetzliche Tat muss vollumfänglich aufgeklärt werden.“

Skandal um Tönnies-Fabrik: Unternehmen erregte Aufsehen wegen Corona-Ausbruch

Es ist nicht das erste Mal, dass Tönnies abseits seiner Fleischwaren Aufsehen erregt. Im Sommer 2020 kam es unter den Mitarbeitern des Schlachtbetriebs zu einem Corona-Ausbruch. Im Zuge dessen wurden auch einige Missstände aufgedeckt, die vor allem die Wohnverhältnisse der Angestellten betrafen.

Video: Nach Tönnies-Skandal: Kabinett für Verbot von Werkverträgen

In der Fleischindustrie sind Werkverträge offenbar gängig. Die Angestellten stammen oftmals aus Rumänien oder Bulgarien und würden teilweise in „unwürdigen Verhältnissen leben und arbeiten“, wie es das Umweltministerium NRW in einer Mitteilung schildert. Auch der mutmaßliche 20-jährige Täter von der gewaltsamen Messer-Attacke soll aus Osteuropa stammen.