Energie

NRW: Schock für Imbiss – Stromkosten plötzlich bei 3900 statt 300 Euro

Eine Pizzeria in Gelsenkirchen hat einen echten Preisschock beim Blick auf die Stromrechnung bekommen.
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Eine Pizzeria in Gelsenkirchen hat einen echten Preisschock beim Blick auf die Stromrechnung bekommen.

Gastronomen aus Gelsenkirchen sind geschockt: Ihr Strompreis ist explodiert. Warum nur?

NRW – In der Gelsenkirchener „Holzofenpizzeria“ in Buer scheint der Strom-Irrsinn ausgebrochen zu sein. Der Pizzeria-Betreiber Özcan Benzer ist seit Januar 2022 Kunde der Emscher-Lippe-Energie (ELE). Nun ist der Gastronom aufgefordert worden, sage und schreibe, 3885 Euro monatliche Stromkosten zu zahlen. Dies sei rund zehnmal so viel wie bei seinem alten Anbieter, berichtet die WAZ (mehr News aus NRW bei RUHR24).

NRW: Gastronom aus dem Ruhrgebiet unter Schock – ,,ich hoffte es wäre ein Schreibfehler‘‘

Benzers ursprünglicher Stromanbieter ging Ende 2021 pleite und habe den Vertrag umgehend gekündigt. Dadurch habe die Ersatz- und Grundversorgung der ELE die Stromversorgung der Pizzeria automatisch übernommen. Zuerst habe Benzer einen monatlichen Betrag von 287 Euro zahlen sollen. „Das ist etwas mehr als zuvor, aber insgesamt okay“ erklärte der Gastronom der WAZ.

Doch Mitte Januar sei Özcan Benzer in einem zweiten Brief über die astronomische Gebühr von knapp 3900 Euro monatlich informiert worden. Seit dem 12. Februar müsse er diesen Betrag zahlen. „Ich habe einen Schock bekommen und gehofft, es wäre ein Druckfehler‘‘ so der Inhaber im Gespräch mit Der Westen (mehr News aus dem Ruhrgebiet bei RUHR24).

Nun wolle er sich gegen die Rechnung rechtlich wehren und habe bereits einen Termin bei einem Rechtsanwalt. „Ich bin schließlich genauso auf den Strom angewiesen wie auf den Käse für meine Pizza“, sagte er der WAZ.

NRW: Astronomische Energiepreise für Gastronom im Ruhrgebiet – Begründung des Anbieters

Der Unternehmenssprecher der ELE, Peter Efing, erklärte gegenüber dem Blatt, dass die Preise für Neukunden in der Ersatzversorgung nach den Einkaufspreisen orientiert würden und „diese sind zurzeit verrückt‘‘. Also kein erhoffter Schreibfehler. Ganze 1,51 Euro pro Kilowattstunde sollte Özcan Benzer jetzt zahlen, statt zuvor 30 Cent.

,,Wir können den Strom auch nur zu den Konditionen abgeben, dass es für uns kostendeckend ist, daher haben wir aktuell keine andere Möglichkeit.‘‘ so Efing. Dies findet der Gastronom ,,einfach unfassbar‘‘ und hat sich umgehend einen neuen Stromanbieter gesucht und bereits gefunden, wie er gegenüber RUHR24 bestätigte.

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