Verdi

Neuer Streik im NRW-Handel – auch TK Maxx, H&M und Ikea betroffen

Westenhellweg in der Dortmunder Innenstadt
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Verkaufsoffene Sonntage 2022 in Dortmund: Shopping-Liebhaber können sich auf offene Geschäfte in der Innenstadt sowie in der Thier-Galerie freuen.

In NRW wird am Dienstag (30. November) in vielen namhaften Geschäften gestreikt – auch bei H&M und Ikea sind davon betroffen.

Dortmund – Wer am Dienstag (30. November) in NRW eine Shopping-Tour plant, könnte unfreiwillig von einem Streik im Einzelhandel betroffen sein. So ruft die Gewerkschaft Verdi zur Arbeitsniederlegung in Betrieben ohne Tarifbindung auf.

GewerkschaftVerdi
Gründung19. März 2001
HauptsitzBerlin

NRW: Streik in vielen Städten – auch H&M, TK Maxx und Ikea betroffen

Zudem streiken Mitarbeiter von Geschäften und Betrieben, in denen ein sogenannter Digitalisierungstarifvertrag gefordert wird. In folgenden Unternehmen wird laut Verdi am Dienstag in NRW gestreikt:

  • Amazon
  • Esprit,
  • TK Maxx,
  • Smyths Toys,
  • DLG
  • Bofrost
  • Ikea
  • H&M

Bei Ikea und H&M handelt es sich zwar um Betriebe, die nach Tarif zahlen. Doch die Mitarbeiter dort fordern – wie auch jene von Esprit – einen Digitalisierungstarifvertrag.

NRW-Streik im Einzelhandel: H&M, Ikea und Co. wollen sichere Arbeitsplätze

Er stellt unter anderem sicher, dass Arbeitsplätze auch in der sich durch die Digitalisierung verändernden Arbeitswelt sicher bleiben. So bekommen Arbeitnehmer etwa einen Anspruch auf Umschulungen sowie die Sicherheit, dass das Gehalt durch eine neue Tätigkeit nicht schrumpft.

Laut Verdi haben während der Coronazeit vor allem Ikea und H&M Arbeitsprozesse digitalisiert – etwa den Online-Shop massiv ausgebaut auf Kosten von Ladenschließungen. Diese Prozesse müssten „mit den Beschäftigten laufen und nicht gegen sie.“ Mit anderen Worten: Die Digitalisierung sollte möglichst keine Arbeitsplätze zerstören.

H&M will in Deutschland bis zu 800 Arbeitsplätze abbauen – Streik in NRW

Zuletzt hatte die Ankündigung von H&M Schlagzeilen gemacht, 800 Arbeitsplätze in Deutschland streichen zu wollen. Der Einzelhandel befinde sich wegen des veränderten Kundenverhaltens, aber auch wegen der Herausforderungen durch die Corona-Pandemie in einem tiefgreifenden Wandel, sagte das Unternehmen jüngst gegenüber Businnes Insider.

Wie die Mitarbeiter von H&M fordern auch jene von Ikea einen sogenannten Digitalisierungstarifvertrag.

Dass die am Streik beteiligten Geschäfte am Dienstag geschlossen bleiben, ist unwahrscheinlich. Verdi geht es vielmehr um die Störung interner Abläufe. Es finden zwei zentrale Streikversammlungen in Werne an der Lippe und in Kamp-Lintfort statt.

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