Tage werden endlich länger

Sonnenuntergang: Wie schnell es jetzt in NRW abends länger hell bleibt

Rheinpromenade in Düsseldorf
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Seit dem 22. Dezember 2020 werden die Tage in NRW wieder länger und es bleibt länger hell.

Die Dunkelheit des Winters neigt sich dem Ende zu. Seit dem 22. Dezember bleiben die Tage schrittweise wieder länger hell. Doch wie lange dauert der Prozess noch?

Deutschland/NRW – Aufmerksame Beobachter werden es sicher schon bemerkt haben: Die Tage in Deutschland sind wieder länger geworden. Abends wird es nicht mehr so schnell dunkel und wir haben sogar noch nach 16 Uhr etwas vom Tageslicht. Bis es abends aber richtig lange hell bleibt, dauert es noch etwas. Und manche Bürger warten länger als andere.

BundeslandNordrhein-Westfalen
Bevölkerung17,93 Millionen (2019)
HauptstadtDüsseldorf

NRW: So schnell wird es in unserem Bundesland jetzt wieder länger hell

Bereits am 21. Dezember 2020 war die alljährliche Wintersonnenwende. Die Erde erreicht an diesem Tag einen Punkt auf ihrer Umlaufbahn, an dem sich die Nordhalbkugel wieder der stärker der Sonne zuwendet. Was im Umkehrschluss bedeutet, dass es draußen wieder länger hell bleibt. Im vergangenen Jahr war die Wintersonnenwende genau terminiert: Sie erfolgte pünktlich um 11.02 Uhr morgens.

Die Wintersonnenwende ist übrigens der kürzeste Tag des Jahres und markiert den Winteranfang. Sie ist das Gegenstück zur Sommersonnenwende, die jedes Jahr am 21. Juni stattfindet und den Sommeranfang bildet. Sie ist gleichzeitig der längste Tag des Jahresrichtig dunkel wird es dann erst ab 23 Uhr.

NRW: Tage werden im Januar nur langsam wieder länger

Für viele Menschen sind die langen Tage des Sommers ein Segen: Lange draußen sitzen, spazieren gehen und den Sonnenuntergang beobachten. Doch bis es so weit ist, dauert es noch. Und der Prozess ist zäh – im Schnitt bleiben die Tage aktuell nur ein- oder zwei Minuten länger hell. Doch wie sagt man so schön? Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.

Am Montag (25. Januar) soll die Sonne in Dortmund (Nordrhein-Westfalen) etwa um 17.07 Uhr untergehen. Sonnenaufgang ist gegen 08.18 Uhr morgens. Bereits am kommenden Samstag (30. Januar) geht die Sonne jedoch erst um 17.15 Uhr unter und geht bereits um 08.10 Uhr wieder auf. Es ist das letzte Wochenende des Monats Januar. Ab Februar geht es mit den längeren Tagen in einem etwas schnelleren Tempo voran.

Längere Tage und länger hell: Starke Unterschiede im Süden und Norden Deutschlands

Ab der Mitte des kommenden Monats bleibt es in Deutschland je nach Wohnort jeden Tag drei bis vier Minuten länger hell. In einer Woche gewinnt man demnach zwischen 21 und 28 Minuten an Tageslicht. Ende Februar ist damit zu rechnen, dass die Sonne erstmals vor 7 Uhr morgens aufgeht. Allerdings ist der Zeitpunkt des Sonnenaufgangs- und Sonnenuntergangs stark abhängig davon, wo man wohnt.

Zum Zeitpunkt der Wintersonnenwende finden Sonnenaufgang und Untergang desto früher statt, je näher man an den Pol kommt. Die Tage sind in den Wintermonaten im Norden also deutlich kürzer als im Süden. Am 25. Januar beispielsweise geht die Sonne in Hamburg erst um 08.16 Uhr auf, in München aber schon um 07.51 Uhr. Das entspricht einer Differenz von 25 Minuten bei einer Luftlinie von 612,43 Kilometern zwischen den beiden Städten.

Im Sommer kann man bis spätabends draußen im Hellen sitzen, doch bis es so weit ist, dauert es noch.

Zum Zeitpunkt der Sommersonnenwende verhält es sich genau andersrum: Dann werden die Tage umso länger, je weiter man sich vom Äquator entfernt. Die Sonne geht im Norden also deutlich früher auf und unter als im Süden.

NRW: Im Westen und Osten sind die Tage unterschiedlich lang

Der Westen Deutschlands, in dem auch Nordrhein-Westfalen liegt, ist von dieser Regel weitgehend ausgenommen. Allerdings ist zu beachten, dass die Sonne aufgrund der Rotationsrichtung der Erde später auf und untergeht, je weiter westlich man sich befindet. So geht die Sonne in Kamp-Lintfort nahe der holländischen Grenze aktuell erst gegen 08.23 Uhr auf, in Höxter im Osten des Bundeslandes allerdings schon um 08.12 Uhr. Das entspricht einer Differenz von elf Minuten.

Im Umkehrschluss bedeutet dies aber auch: Bürger im Westen von Nordrhein-Westfalen können sich schneller auf längere Tage freuen als im Osten. Unabhängig davon, ob es morgens länger dunkel bleibt, bleibt es zumindest abends länger hell. Doch die Unterschiede sind zum Glück nur gering. Und die Tatsache, dass man aktuell stetig an Tageslicht gewinnt, gilt immerhin für ganz Deutschland.

Video: Das muss man zur Zeitumstellung auf Sommerzeit wissen

Tage länger und heller: Im Februar und im März geht es am schnellsten voran

Im Februar sind es insgesamt mehr als anderthalb Stunden, die länger hell sind. Im März sind es sogar eine Stunde und 46 Minuten. Dazu kommt, dass Ende März die Uhren von Winter- auf Sommerzeit umgestellt werden. Dadurch bleibt es abends noch mal eine Stunde länger hell - dafür morgens auch länger dunkel. Doch das ändert sich im Laufe der Folgemonate wieder.

Bis Juni werden die Tage kontinuierlich länger hell, wobei das Tempo immer weiter nachlässt. Grund dafür ist, dass die Erde nicht aufrecht, sondern schräg – um 23,5 Grad geneigt – um die Sonne kreist. Dadurch ändert sich die Tageslänge in manchen Monaten mehr als in anderen.

Das größte Plus an Tageslänge, und zwar die Hälfte, bekommen wir in den Monaten Februar und März. Die andere Hälfte verteilt sich auf die Monate April bis Juni. Was bedeutet, dass wir uns schon in wenigen Wochen auf deutlich längere Tage freuen können. Endlich wieder im Hellen etwas unternehmen!