Appell an Öffentlichkeit

Angst vor Afrikanischer Schweinepest: NRW-Regierung informiert

Das Umweltministerium NRW warnt aktuell vor der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Die Gefahr einer Ausbreitung sei derzeit sehr hoch.

NRW – Um eine weitere Ausbreitung der ASP vorzubeugen, wendet sich das NRW-Umweltministerium aktuell mit einem dringenden Appell an die Bevölkerung, weiß RUHR24*.

Afrikanische Schweinepestkurz: ASP
UrsprungAfrika
Art der Krankheitanzeigenpflichtige Tierseuche

NRW: Warnung vor wirtschaftlichem Schaden durch die Afrikanische Schweinepest

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine Virusinfektion, die für Menschen grundsätzlich ungefährlich ist. Für Wildschweine oder Hausschweine ist sie hingegen nicht nur hochansteckend – sie verläuft zumeist auch tödlich.

In Schweinehaltungsbetrieben könne ASP daher einen immensen wirtschaftlichen Schaden anrichten, warnt das Umweltministerium NRW. Eine Impfung gäbe es bislang nicht. „Die Gefahr einer ASP-Ausbreitung ist weiterhin sehr hoch“, erklärte die Ministerin am Freitag (10. Dezember).

NRW: Umweltministerin warnt vor Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest

Das Umweltministerium erklärt, dass eine Bejagung von Wildschweinen für eine präventive Bekämpfung der Seuche erforderlich sei. „Wir sind auf die Unterstützung der Jägerinnen und Jäger angewiesen, um zu große Wildschweinepopulationen zu verhindern“, so die Ministerin.

Gleichzeitig rät sie aber von Jagdreisen ab, um eine Einschleppung nach NRW* zu vermeiden. Die Tierseuche hatte sich seit 2018 in Ost-Europa verbreitet. Seit 2020 ist sie auch bei Wildschweinen in Deutschland ein Problem.

Bauern in NRW fürchten wirtschaftliche Einbußen durch die Afrikanische Schweinepest - daher wurde das Szenario eines Ausbruchs bereits mehrfach geprobt.

Im Juli 2021 wurde der erste Fall von ASP bei einem Hausschwein gemeldet. NRW ist bislang noch nicht betroffen, Fälle gab es laut Bundeslandwirtschaftsministerium in Brandenburg*, Sachsen sowie auch Schleswig-Holstein.

NRW-Appell an die Bevölkerung: Keine Wurstbrote liegen lassen

Damit das auch so bleibt, appelliert die Ministerin an die Bevölkerung in NRW. Weiterhin sei es extrem wichtig, sich umsichtig zu verhalten. Sie erklärt: „Schon ein achtlos auf einer Autobahnraststätte entsorgtes Wurstbrot kann Auslöser für eine Weiterverbreitung sein. Auch über Kleidung oder Autoreifen kann der Erreger übertragen werden.“

Laut Friedrich-Loeffler-Institut gibt es auch weitere indirekte Übertragungswege, wie die Aufnahme von Speiseabfällen oder Schweinefleisch sowie über kontaminierte Gegenstände oder landwirtschaftlich genutzte Geräte.

Umweltministerium: Für einen Ausbruch ist NRW gut vorbereitet

Beim Wald-Spaziergang ist ebenfalls Umsicht gefragt. Funde von toten Wildschweinen sollten unter der Telefonnummer 0201/714488 oder per Mail an nbz@lanuv.nrw.de an das Landesumweltamt gemeldet werden. 

Für den Fall, dass es trotz aller Vorsicht zu ASP-Fällen in NRW kommt, sei man aber gut vorbereitet, verdeutlicht das Umweltministerium. So seien bereits entsprechende Krisenübungen durchgeführt worden. Auch die vom Land beauftragte Wildtierseuchen-Vorsorge-Gesellschaft mbH (WSVG) wäre sofort einsatzfähig. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © David Young/dpa (Symbolfoto)

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