NRW: Schweineköpfe vor Moschee-Baustelle gelegt - islamfeindliche Tat?

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Schweineköpfe wie diese wurden vor einer Moschee abgelegt. Foto (Archiv): dpa

In Schwelm (NRW) haben Unbekannte zwei Schweineköpfe an einer Baustelle abgelegt. Dort entsteht eine Moschee. Jetzt ermittelt der Staatsschutz. Alle Infos:

In Schwelm im Ennepe-Ruhr-Kreis (bei Wuppertal) haben Unbekannte zwei Schweineköpfe und eine Schweinepfote an einer Baustelle abgelegt. Dort entsteht derzeit eine Moschee. Jetzt ermittelt der Staatsschutz.

  • In Schwelm (bei Wuppertal) entsteht derzeit eine neue Moschee.
  • Bei den Bauarbeiten entdeckten Arbeiter eine Tüte mit zwei Schweineköpfen.
  • Die Polizei hat erste Konsequenzen angekündigt.

Schweineköpfe vor Moschee: War es eine anti-islamische Tat?

In den letzten Monaten ist es in NRW immer wieder zu - mutmaßlich fremdenfeindlichen - Zwischenfällen an Moscheen gekommen. So war im September in einem Gebetshaus in Duisburg eine Bombendrohung eingegangen. In Dortmund hatten Unbekannte erst vor rund zwei Wochen eine Moschee mit Brandsätzen beworfen.

Nun reiht sich auch Schwelm (Ennepe-Ruhr-Kreis) in die Liste der Städte mit mutmaßlich anti-muslimischen Übergriffen ein: Wie die Polizei berichtet, haben Unbekannte dort an einer Baustelle eine Tüte mit zwei Schweineköpfen und einer Schweinepfote abgelegt.

Schweineköpfe vor Moschee: Islamische Gemeinde baut neues Gebetshaus

An der Baustelle in der Hattinger-Straße entsteht derzeit die neue Moschee der DITIB-türkisch-islamischen Gemeinde. Der Rohbau des Gebetshauses ist bereits fertiggestellt, ab Ende 2021 will die Gemeinde die neuen Räumlichkeiten nutzen. Dann soll auch ein Minarett Teil der neuen Moschee sein.

Laut Polizei hatten Arbeiter die Tüte mit den Schweineköpfen und der Pfote bereits am Dienstagmorgen (29. Oktober) gefunden, diese aber zunächst nur abgedeckt. Gegen 17.40 Uhr seien dann schließlich die Einsatzkräfte alarmiert worden.

Schweineköpfe vor Moschee: Staatsschutz ermittelt

Genaue Details zu den Hintergründen der Tat haben die Ermittlungsbehörden bisher nicht veröffentlicht. Fest steht aber: Der Staatsschutz der Polizei Hagen hat die Spurensicherung und die weiteren Ermittlungen übernommen. Die Polizei im Ennepe-Ruhr-Kreis hat zudem eine verstärkte Präsenz an der Baustelle angekündigt.

Zudem hoffen die Ermittler auf Zeugen, die bei der Aufklärung der Tat und der Suche nach den noch unbekannten Tätern helfen können. Wer etwas gesehen hat, kann sich online oder unter der Telefonnummer 02331/986 20 66 an die Polizei wenden.