Merkel und die Minister einig

Schulbeginn in NRW - wie es für Schüler nach dem Lockdown im Januar weitergeht

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In der kommenden Woche entscheiden die Minister der Länder, ob die Schule wieder am 11. Januar beginnt.

Zunächst war unklar, wie es mit den Schülern nach dem 11. Januar weitergeht. Mittlerweile steht fest: Sie bleiben weiter zu Hause. Das ist der Plan.

Update, Dienstag (5. Januar), 21.27 Uhr: Mittlerweile steht fest: Die Schulen in Deutschland bleiben bis zum 31. Januar 2021 geschlossen. Darauf einigten sich Bundeskanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten am Dienstag in einer Pressekonferenz.

Bei einer deutlichen Verbesserung des Infektionsgeschehens soll zunächst in den Jahrgängen eins bis sechs eine Rückkehr zum Präsenzunterricht ermöglicht werden. In einem weiteren Schritt soll der Hybridunterricht (Wechselmodell) verlängert werden.

Erstmeldung: Seit dem harten Corona-Lockdown sind die Infektionszahlen noch nicht entscheidend gesunken. Am Sonntag (3. Januar) meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) mehr als 10.000 Neuinfektionen, berichtet RUHR24.de*. Weiterhin wissen Schulen, Schüler und Eltern noch nicht, wie es nach dem aktuellen Schulstart am 11. Januar (Montag) weitergehen soll.

NRW: Schulbeginn am 11. Januar? Ministerpräsidenten im Gespräch am Dienstag über Lockdown

Aktuell scheint es so, dass der aktuelle Lockdown in Deutschland verlängert wird. In der kommenden Woche werden Bund und Länder hierzu Gespräche führen. Dann dürfte für Schüler und Schulen klarer werden, wann und wie es nach den Ferien weitergehen soll (alle aktuellen News zum Coronavirus im NRW-Ticker* auf RUHR24.de).

Start der neuen Gespräche der Ministerpräsidenten über den weiteren Verlauf des Corona-Lockdowns ist am Dienstag (5. Januar). Am Montag (4. Januar) werden sich jedoch schon die Kulturminister der Länder beraten. Laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa) herrscht dort der Konsens über eine baldige Öffnung der Kitas und Grundschulen.

Schulbeginn in NRW: Das denken die Minister über eine Corona-Lockdown-Verlängerung

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordert eine Lockdown-Verlängerung und warnt vor einer überstürzten Öffnung der Schulen*. Besonders nach den Ferien sei die Ansteckungsgefahr hoch.

Vorschnelle Lockerungen würden uns wieder weit zurückwerfen. Wir müssen konsequent bleiben und dürfen nicht wieder zu früh aufgeben“, sagte Söder der Bild am Sonntag. Die Regierungschefs der anderen Bundesländer sind auch der Meinung, dass strengere Regeln hermüssten, damit man ein Ergebnis sieht.

Schulbeginn am 11. Januar? So könnte es für die Schüler in NRW im Lockdown weitergehen

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sieht es wie Markus Söder. Der Corona-Lockdown* solle auch für Kitas und Schulen verlängert werden. Auch Jens Spahn (CDU), Bundesgesundheitsminister, ist der Meinung, dass Schulen und Kitas „lieber eine Woche zu lang als zu kurz“ geschlossenen bleiben sollten.

Das könnte für Schüler und Schulen in NRW bedeuten, dass es zumindest nicht für alle wieder täglich in die Schule geht. Sie erfahren die endgültige Entscheidung aber erst am Donnerstag (7. Januar), wie Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) gegenüber dem WDR sagte: „Wir müssen schauen, dass wir, abhängig von den Infektionszahlen, so schnell wie möglich wieder zu einem regulären Schulbetrieb kommen mit einem möglichst hohen Anteil von Präsenzunterricht.“

Schulministerin aus NRW: Schulbetrieb „so schnell wie möglich“ - Gespräche über Lockdown-Verlängerung

Für die Schulministerin sei ein Präsenzunterricht bis zur siebten Klasse und in den Abschlussklassen wichtig. Für die anderen Klassen könnte sie sich einen Mix aus Präsenz- und digitalem Unterricht vorstellen (alle Artikel zum Coronavirus auf RUHR24.de*). Schon vor Weihnachten gab es Ideen zu drei verschiedenen Szenarien, wie der Unterricht stattfinden* könnte, die vom Ministerium für Schule und Bildung stammen.

Die Vertreter des Lehrerverbandes NRW, der Landeselternschaften der Gymnasien und Grundschulen in NRW und auch die Landesschülervertretung kritisieren die aktuelle Vorgehensweise. Ihre Kritik:

  • Eltern wüssten nicht, was genau auf sie zukommt und könnten nicht richtig planen.
  • Besonders junge Kinder könnten durch den digitalen Unterricht den Anschluss verlieren.
  • Forderung des Lehrerverbandes: Ein Hygiene-Stufenplan abhängig von dem Inzidenzwert.
  • Schüler nicht weiter sich selbst überlassen, sondern unterstützen.

Video: Corona-Schnelltests an Schulen? Erlanger Schule mit neuem Konzept

Die mangelnde Unterstützung in Schulen während des Coronavirus und dem Lockdown sieht auch Johanna Börgermann von der Landesschülervertretung NRW. Sie sagte gegenüber dem WDR, dass Schulsozialarbeiter im psychischen Bereich helfen könnten, das Ganze aufzuarbeiten: „Darauf sind die Schulen nicht vorbereitet.“ mit dpa-Material/ *RUHR24.de, msl24.de und wa.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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